Tiergeschichten - Überblick

Geschichten 1

Geschichten 2

Geschichten 3

Geschichten 4

Geschichten 5

Geschichten 6

Geschichten 7

Geschichten 8

Geschichten 9

Geschichten 10

Geschichten 11

Geschichten 12

Geschichten 13

Geschichten 14

Geschichten 15

Geschichten 16

Geschichten 17

Geschichten 18

Geschichten 19

Geschichten 20

Geschichten 21

Geschichten 22

Geschichten 23

Geschichten 24

Geschichten 25

Geschichten 26

Geschichten 27

Geschichten 28

Geschichten 29

Geschichten 30

Geschichten 31

Geschichten 32

Geschichten 33

Geschichten 34

Geschichten 35

Geschichten 36

Geschichten 37

Geschichten 38

Geschichten 39

Geschichten 40

Geschichten 41

Geschichten 42

Geschichten 43

Geschichten 44

Geschichten 45

Geschichten 46

Geschichten 47

Geschichten 48

Geschichten 49

Geschichten 50

Geschichten 51

Geschichten 52

Geschichten 53

Geschichten 54

Geschichten 55

Geschichten 56

Geschichten 57

Geschichten 58

Geschichten 59

Geschichten 60

Geschichten 61

Geschichten 62

Geschichten 63

Geschichten 64

Geschichten 65

Geschichten 66

Geschichten 67

HPKatzendiabetes


Eigene Geschichten 26
 
 
 
Fünf  Maikäfer machen eine große Reise
 
 
Dieses Jahr (2002) waren wir in der Frühlingszeit oft bei unserem Wohnwagen in der Nähe von Oldenburg und Bremen. Wir genießen dort jedes Jahr das Erwachen der Natur, auf dem Festland empfinden wir es intensiver als auf der Insel. Der Campingplatz befindet sich auf der Wildeshauser Geest, in der Nähe des Platzes sind ausgedehnte Waldgebiete, z.b. der Hasbruch bei Hude mit seinen riesigen Eichen und die Osenberge zwischen Sandkrug und Kirchhatten bei Oldenburg. Dort befindet sich auch die schönste Jugendherberge, die ich kenne, in Sandhatten. Ich freue mich jetzt schon auf meine nächste Klassenfahrt dorthin.
 
Bei einem unserer diesjährigen Besuche auf dem Campingplatz  fand Alfred im Sanitärgebäude   einen großen Maikäfer. Ich hatte ihm schon eingeschärft: Wenn du einen siehst, bring ihn mit, ich möchte ihn in der Schule  meinem 2. Schuljahr zeigen. Auf der Insel habe ich nämlich noch nie einen Maikäfer gefunden.
 
 
Maikäfer
 
Wir suchten nun noch etwas genauer und entdeckten weitere 4 Käfer, die am Sonntagnachmittag mit uns auf die große Reise zur Insel gingen.
 
Für meine Zweitklässler waren lebendige Maikäfer die Sensation. Kein Kind hatte je einen gesehen. Glücklicherweise hatte ich mich noch am Abend zuvor im Internet schlau gelesen und viele Bilder gefunden, die ich farbig ausgedruckt hatte.
 
 
 
Fast eine Woche lang bewohnten die 5 Maikäfer ein eigens für sie eingerichtetes Terrarium. Täglich durften sie raus, und alle Kinder trauten sich bis zum Ende der Woche, einen Käfer über die Hand krabbeln zu lassen. Die Tiere haben merkwürdig haftende Füße, wenn man sie an einen anderen Platz setzen möchte, hat man das Gefühl, man reißt ihnen die Beine aus.
 
 
Sie wurden liebevoll mit Blättern von einigen Bäumen gefüttert und zeigten sich dabei nicht wählerisch. Die Kinder haben viel über diese interessanten Tiere erfahren. Fast alle Klassen der Grundschule lernten die Tiere kennen. Es waren sicher fünf anstrengende Tage. Doch am Freitag der gleichen Woche traten sie ihre Rückreise an. Darauf legten nämlich alle Kinder großen Wert, dass  die Käfer wieder zurück zum Campingplatz kamen. Wir taten ihnen den Gefallen, auch wenn die Tiere nur noch kurze Zeit zu leben hatten.
 
Info:
 
Wissenswertes vom Maikäfer
 
Ende April, Anfang Mai kommen die Maikäfer aus der Erde hervor. Sie sind etwa  2 bis 3 cm groß.  Es gibt Feldmaikäfer und die etwas kleineren Waldmaikäfer.
 
 
Als fliegender Käfer lebt er nur wenige Wochen.  In der Dämmerung und nachts schwirren die Käfer herum und fallen in Laubbäume ( zum Beispiel in Eichen und  Kastanien) ein. Sie fressen Knospen und Blätter. Wenn die Maikäfer in großen Mengen auftreten, können sie ganze Bäume ratzekahl fressen.
 
Das Männchen und das Weibchen paaren sich im Mai. Nach der Paarung legt das Weibchen bis zu 70 Eier. Zu diesem Zweck gräbt es sich 10 bis 20 cm tief in die Erde ein und legt dort an verschiedenen Stellen seine Eier ab. Nach der Eiablage sterben die Käfer. Ihr Leben dauert nur wenige Wochen.
 
Unter der Erde aber beginnt ein neues Leben. Aus den Eiern schlüpfen nach 4 bis 6 Wochen kleine weiße Larven, die man Engerlinge nennt. Diese ernähren sich von Wurzeln aller Art ( von Nadelbäumen, von Laubbäumen, von Büschen, von Getreide, von Kartoffeln usw.) Sie sind darum für den Wald und für die Landwirtschaft sehr schädlich, eigentlich noch schädlicher als die erwachsenen Maikäfer, denn das Leben der Engerlinge dauert wesentlich  länger.
 
 
Im November, wenn es kälter wird, stellen die Engerlinge ihr Fressen ein und vergraben sich noch tiefer in der Erde, bis zu 1,50 m. Dort sind sie vor Frost geschützt. Sie warten auf den Frühling. Sowie es wärmer wird, fangen sie wieder an, intensiv Wurzeln aller Art zu fressen. Je älter sie werden, desto mehr fressen die Engerlinge. Zwischendurch häuten sie sich immer wieder, weil sie ja ständig wachsen. Bis zu 4 bis 5 Jahre fressen die Engerlinge in der Erde und richten großen Schaden an.
 
Nach 4 bis 5 Jahren bauen sich die Engerlinge im August eine Höhle in der Erde und verpuppen sich. Diese Höhle nennt man Puppenwiege. Etwa 6 Wochen dauert die Umwandlung der Puppe zum fertigen Käfer. Die  Käfer überwintern in ihrer Puppenwiege. Im Frühling des nächsten Jahres arbeiten sie sich an die Erdoberfläche. Dann beginnt der gefräßige Kreislauf von vorn.