Geschichten 63
Die Zusammenführung von Kleines, Karli
und Mimi Stiefelchen,
dem Trio Infernale
Es lebten einmal zwei Kater in Mecklenburg -Vorpommern, Karli und Kleines, ganz ruhig und friedlich, umsorgt von ihrer Dosi, es passierte kaum etwas Aufregendes, bis eines Tages....
Und hier beginnt die Geschichte, zunächst mit einigen Ausschnitten aus Mails und aus Postings im Forum...
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Hallo Helga,
eben habe ich Zuwachs bekommen!!!
Eine grau-schwarze Perserkatze/-kater lungerte wohl schon Wochen in unserer Gegend herum. Eine Nachbarin klingelte eben bei mir und da habe ich sie/ihn ganz leicht in den Katzen-Container bekommen!!!
Nun residiert sie in meinem Arbeitszimmer, weil ich nicht weiß ob er/sie gesund ist.
Das Fell ist völlig verfilzt und die Katze/der Kater total leicht, obwohl er/sie dick aussieht, weil das Fell so wahnsinnig dicht ist! Was mach jetzt nur?
Der Popo von dem armen Tier ist völlig mit Kot verklebt!!! Er/sie stinkt wie ein Iltis!! Ich halte die Tiere unbedingt getrennt und werde mich morgen umhören, ob es eine Pflegestelle gibt!! Ich muss aber erstmal mit dem Tier zum Tierarzt, um das Fell scheren zu lassen!!!
Oh Mann...irgendwie ziehe ich solche Sachen auch immer an!!!
LG von Doris
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Den Po habe ich inzwischen so gut es ging frei geschnitten....an dieser Stelle mal ein dickes Dankeschön an meine Freundin, die ohne zu zögern aus der Badewanne gestiegen ist, sich ins Auto gesetzt hat und mir beim Po.Frisieren geholfen hat!!! Es ist sooo wichtig, wirkliche Freunde zu haben!!!!
Nächste Woche wird sie/er ( die Katze/der Kater ...nicht meine Freundin :-)) unter Narkose geschoren.
Ich halte sie/ihn streng von Kleines und Karli getrennt, denn ich kann nicht auch noch irgendwelche ansteckenden Krankheiten bei meinem nicht unerheblichen Stress gebrauchen!
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Hallo alle lieben Foris,
wir kommen gerade vom Tierarzt zurück:
1. Das Neutrum ist ein Mädchen!!!
2. Sie hat eine starke Blasenentzündung
3. Den Zähnen nach ist sie ca. 3-5 Jahre alt
4. Am Montag wird sie komplett unter Narkose geschoren und dann wird auch noch das restliche Blut abgenommen.
Sie hat keine Milben, keine Flöhe und ist ansonsten relativ gesund.
Das linke Auge ist amputiert und das rechte ist massiv entzündet.
Für FIP, FIV und Leukose -Test ist das Blut abgenommen und weg geschickt.
Sie bekam Antibiose, Schmerzmittel, Augenpflege und Augensalbe, etwas zum Harn ansäuern.
Und....... der Popo wurde freirasiert!!!! Nun stinkt sie nicht mehr ganz so schlimm, die kleine Maus (sie wiegt 4,3 kg)
Da meine Mama heute ihren 82. Geburtstag hat, darf sie einen Namen für das kleine Fellmonster aussuchen.
Ich werde alles versuchen, um die Besitzer ausfindig zu machen, denn sie muss einmal geliebt worden sein und wird vielleicht schmerzlich vermisst. Solange bleibt die Kleine aber bei uns und wenn die Tests gut ausfallen, lasse ich sie auch Bekanntschaft mit den "Jungs" machen!!
Danke für den lieben Zuspruch und liebe Grüße vom Tierasyl (Doris, Kleines und Karli)
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Liebe Foris,
die abenteuerlich anmutende Wuseli hat sich eine nicht minder abenteuerlich aussehende Mimi Stiefelchen verwandelt!!!
Alle Bluttests sind gut ausgefallen!!
Die Zusammenführung mit den "Großen" Kleines und Karli kann beginnen!!!
LG von Doris, Kleines, Karli und Mimi Stiefelchen
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Hallo liebe Foris,
nachdem sich eine Aussiedelung der kleinen Mimi Stiefelchen zunächst zerschlagen hat, machte ich mich daran, meine 3 Individualisten zu einem Dream-Team zusammen zu führen.
1. Tag: Mimi wohnt in meinem Arbeitszimmer und erholt sich von den Strapazen ihres 3-wöchigen Horrortrips!
Doris nimmt Mimi auf den Arm und geht mit ihr die Treppe hinunter zum Kratzbaum, auf dem Karli völlig ahnungslos schlummert. Mimi ist sehr selbstbewusst und guckt sich meinen Karli interessiert an. Karli aber bekommt riiiesengroße Augen und eine ganz spitze Nase!!!
Mimi faucht sicherheitshalber ein wenig und mehr passiert nicht!!!
Mimi wird wieder in ihr Zimmer gebracht, Doris nimmt ihre Herztropfen und denkt nun darüber nach, wie sie Kleines und Mimi miteinander bekannt machen kann.
Nachmittags: Kleines wird mit nach oben in Mimis Zimmer genommen.
Die beiden stehen sich gegenüber, Mimi faucht ein wenig und Kleines fängt an, wie ein Opersänger zu singen!!!! Kleines, der sonst wie ein Katzenbaby maunzt, kann wahrhaft tiefe Töne erzeugen!!!! Er fühlt sich bedroht und versucht nun viel Lärm zu machen, um von seiner "vollen Fellhose" abzulenken!! Mein Fehler, denn ich habe ihn festgehalten!!! Ergebnis: Doris Arme sind zerkratzt, Kleines stolpert die Treppe hinunter und Mimi geht unbeeindruckt zu ihrem Napf und frisst !Und Doris? HERZTROPFEN!!!
2. Tag: Mimi wohnt immer noch in meinem Arbeitszimmer!
Doris nimmt Mimi Stiefelchen auf den Arm und geht mit ihr nach unten in das Kleines-Karli-Revier (diesmal habe ich schon vorher meine Herztropfen genommen).
Wir setzen uns aufs Sofa und beide Jungs kommen freundlich und entspannt auf uns zu. Mimi sitzt auf der Sofalehne und faucht prophylaktisch in die Runde. Kleines und Karli verteilen sich an strategisch wichtigen Punkten in der Wohnung: Kleines frontal zu Mimi und Karli, sozusagen als Nachhut, als "As im Ärmel" setzt sich in den Flur, durch den Mimi und ich gehen müssen, wenn wir wieder ins rettende Arbeitszimmer wollen!
Es passiert ...NICHTS!! Keine dick aufgeplusterten Katzenschwänze, kein Knurren, kein Fauchen mehr.... Puuuh!!!
Abends: Doris sitzt am PC und lässt die Arbeitszimmertür offen. Mimi Stiefelchen liegt auf der Liege und putzt sich die ganze "Kater-Stinke" ab!!! Kleines kommt die Treppe hoch....woher kommt denn dieser flache Schädel??? Er hat die Ohren angelegt und guckt mit Stielaugen ins Arbeitszimmer. Mimi sieht ihn, springt auf und setzt sich auf die Treppe: DIESES ZIMMER UND DIE TREPPE GEHÖRT MIR!!!!
Kleines zischt ab! .....Puuh!! ...Herztropfen....!
Pre-Wert von Kleines nach dieser Aktion 411 !!!
3. Tag: Mimi wohnt immer noch in meinem Arbeitszimmer!
Doris nimmt ihre Herztropfen und lässt die Tür vom Arbeitszimmer offen. Mimi geht die Treppe hinab, Kleines sieht die kleine Dame, setzt sich hin und faucht! Mimi faucht zurück und spielt erst mal mit den Catnip-Kissen, die hier überall liegen. Karli liegt auf seinem Kratzbaum und schaut interessiert zu.
Doris, schon ganz schwindelig von den vielen Herztropfen, kocht am frühen Morgen Kabeljaufilet, um die Katzengemüter gnädig zu stimmen. Noch warm vom Kochen und mit Taurin angereichert wird der Fisch immer gerne genommen!!
Bestechung erfolgreich, denn Kleines und Mimi sitzen einträchtig in der Stube und fressen, 3 m voneinander entfernt, von ihrem Fisch! In diesem Moment spielt und tobt die kleine Mimi Stiefelchen treppauf treppab, quietscht dabei fröhlich, Kleines sitzt unten und guckt zu (Trittbrettfahrer) und Karli hat beschlossen erst mal eine Runde zu schlafen! Das war mit Sicherheit noch nicht alles, aber die ersten Begegnungen verliefen friedlich und freundlich und vielleicht bringt die kleine Maus ein wenig Bewegung in die "Schlafmützen" Karli und Kleines ??
Doris fährt jetzt los und füllt ihren Vorrat an Herztropfen auf.....und kauft auch noch mehr Kabeljau-Filet :-))
LG und einen schönen Samstag wünschen Doris und das Noch-nicht-ganz-Dream-Team Kleines, Karli und Mimi Stiefelchen
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3. Tag der Dream-Team-Bildung nachmittags:
Doris, schon mit Herztropfen abgefüllt, sitzt in Mimis Arbeitszimmer und versucht sich zu konzentrieren. Mimi liegt auf der Liege und schläft...feiiiine kleine Miezekatze!!!!
In einem Anfall von Nachlässigkeit hat Doris das kleine Schälchen mit TroFu für Mimi stehen lassen. Es dauert auch gar nicht lange und der Duft des TroFu´s hat Kleines angelockt. Ich wusste nicht, dass Kleines im Bundeswehr-Ausbildungslager war, denn erstaunt sehe ich, dass er sich in Zeitlupe und völlig geräuschlos anschleicht. Pfote für Pfote.......
Was soll ich nur machen??? Wenn ich jetzt aufspringe, um das TroFu in Sicherheit zu bringen, wacht Mimi auf und sieht Kleines!!! Wenn ich Kleines das TroFu fressen lasse, stehe ich heute Abend beim BZ-Messen kopf, weil der Pre wieder so hoch ist!!! Erst mal HERZTROPFEN nehmen!!
Mimi nimmt mir die Entscheidung ab. Sie guckt hoch, streckt sich, gäääähnt, putzt sich eben schnell ein Stiefelchen und springt von der Liege. Kleines steht auf 3 Pfoten und mit vorgestrecktem Kopf erstarrt da, und erinnert mich irgendwie an einen Vorsteh-Hund!! Das schööööne TroFu ....soooo nah... und doch sooo fern!!!
Mimi geht schnurstracks, aufgeplustert wie ein Sumo-Ringer auf Kleines zu, der noch ein verzweifelten Fauchen ausstößt, und rempelt ihn fast um!! Mir fallen die Herztropfen aus den Händen!! Mimi faucht, Kleines faucht, Mimis eh schon sehr imposanter Schwanz wird 3x so dick und Kleines nicht ganz so toller Schwanz wird 1 ½ x so dick. Kleines weicht zurück...Mimi gibt nicht nach... Kleines macht einen wagemutigen Sprung und poltert die Treppe hinunter!!!
Mimi findet das Spiel cool und läuft hinter Kleines her! Damit habe ich nun aber nicht gerechnet! Ich wühle mich hinter meinem Schreibtisch hervor, versuche beschwichtigend auf Mimi einzureden, während ich meine Herztropfen verzweifelt suche. Mimi hat die halbe Treppe schon geschafft, Kleines singt unten schon wieder wie ein Opern-Bariton!! Mein armer kleiner Kater!!!!
Ich sause die Treppe hinter Mimi hinunter, um meinen Kleines zu retten. Er ist umgehend ins Schlafzimmer gerannt und ich sehe nur noch die geringelte Schwanzspitze unter dem Bett verschwinden!!! Mimi sitzt derweil auf der letzten Stufe der Treppe und putzt sich das zweite Stiefelchen. Das nenne ich Frauenpower!!!
Kaaarli???? Wo ist Karli??? Ein Buckel in der Bettdecke meines ordentlich gemachten Bettes verrät mir, wo sich Karli versteckt hat..... Ich glaube er hält gerade die Luft an.....
Seitdem spielt und schnurrt Mimi, wie ein kleiner weicher Wirbelwind in der gesamten Wohnung herum und duldet es keinesfalls, dass einer der Jungs in ihr Arbeitszimmer kommt! Ich könnte jetzt, rein theoretisch, das TroFu bei geöffneter Tür stehen lassen!!! Kleines würde es NICHT fressen KÖNNEN!!!
....schaun wir mal, wie es weiter geht.....
LG von Doris und dem Immer-noch-nicht-Dream-Team Kleines, Karli und Mimi Stiefelchen
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4. Tag:
Mimi wohnt immer noch in ihrem Arbeitszimmer und ist überhaupt nicht müde!!
Sie flitzt zwischen meinen Büchern, die am Boden liegen, umher. Ich sollte wirklich mal aufräumen.... Mimi möchte jetzt auch nicht mehr alleine in ihrem Arbeitszimmer bleiben und so steht die Tür ständig offen. Das ist eine Freude!!!
Mimi hüpft jauchzend die Treppe runter und wieder rauf. Ihre kleine Stimme ist für solcherlei Töne bestens geeignet. Da kann kein anständiger Kater, der was auf sich hält, zur Ruhe kommen! Doris nimmt jetzt schon gleich nach dem Aufstehen ihre Herztropfen und ist daher gewappnet für den nächsten Zusammenstoß der Drei! Der lässt auch nicht lange auf sich warten, denn dieses anhaltende Gerumpel auf der Treppe kann Kater nicht überhören.
Ich stehe in der Küche und bastele einen Nudelsalat zusammen. Zum Glück braucht man dazu nicht unbedingt die Ohren und so ist zumindest ein Ohr in Richtung Treppe und Flur ausgerichtet.
Die erste Katernase lugt um die Ecke..... diesmal ist es Karli!!
Mein Karli, ein zwar kampferprobter, aber der Kämpfe schon lange müder Kater, möchte sein Missfallen an diesem Gehopse kundtun. Dies tut er durch einen besonders laaaaangen und strengen Blick!!! Mimi freut sich, dass sie Gesellschaft hat und rennt die Treppe hinab...direkt auf Karli zu! Der war schon dabei sich mit einem verächtlichen Blick wieder in Richtung Kratzbaum zurück zu ziehen, als er die herangaloppierende Mimi so nah vor sich sieht, dass ihm nicht anderes bleibt, als einen mächtigen Katzenbuckel zu machen.
Wo sind meine Herztropfen???? Mimi weiß offensichtlich, was so ein Buckel bedeutet und will sich DAS nicht gefallen lassen.... sie produziert einen Mimi-Buckel und läuft seitwärts weiter auf Karli zu! Mir stockt der Atem.....wird Mimi einen Prankenhieb von Karli überstehen??? Mimi bremst, dass ihre Pfötchen sicher ganz heiß werden, und ......weicht Karli aus!! Puuh!!
Karli und Mimi springen in verschiedene Richtungen davon....Mimi putzt sich ein Stiefelchen und Karli rennt zu mir in die Küche!! Er wird gebührend gelobt für seine Tapferkeit und bekommt ein Schüsselchen Ziegenmilch. Ich habe kurz überlegt, ob ich Herztropfen hineingebe.....
Die Idee mit der Ziegenmilch findet Karli gut....... Mimi auch!!! Sie geht ganz selbstverständlich an die Schüssel und fängt an zu trinken.....Karli nicht! Er verzieht sich auf seinen Kratzbaum und denkt jetzt nach, welchen Fehler er gemacht hat, denn eigentlich war das doch SEINE Ziegenmilch!!!!
Auch Kleines ist aus dem Land seiner Träume aufgetaucht und marschiert jetzt in Richtung Flur und Küche. Ziegenmilch ist auch sein Leibgericht und es ist noch nie vorgekommen, dass er keine bekommen hat, wenn sie verteilt wurde!! Sein Tempo ist beachtlich und er scheint auch nicht damit zu rechnen, dass ihn irgendwas aufhalten könnte. Doris hält die Luft an und sucht hektisch ihre Herztropfen.... Mimi sehen und den Rückwärtsgang einschalten ist eins bei Kleines. Ich meine das Quietschen der Pfötchenballen auf den Küchenfliesen zu hören. Mimi, mit Milchbärtchen, macht wieder ihren Mimi-Buckel, faucht und startet durch... diese Bengel müssen jetzt mal merken, dass hier ein neuer Wind eingekehrt ist!! Sie macht 2-3 Renn-Bewegungen auf der Stelle (die glatten Fliesen!) und setzt Kleines, der sich schon auf dem Rückzug befindet, nach! Kleines schliddert um die Stubenecke....Mimi hinterher...geradewegs durch die Standfiguren (Katzen!) auf dem Boden...alles kommt in Bewegung und fällt mit einem Krachen um....Mimi erwischt Kleines am Popo, bevor er mit lautem Gekreisch hinter dem Fernsehgerät und weiter in seiner Kratzbaumhöhle verschwindet!!!
Doris, mit der Herztropfenflasche direkt am Hals, versucht zu retten, was noch zu retten ist.....aber Kleines hat seinen ersten Popovoll des Lebens bekommen!!!! Welche Schmach!!! Mimi stolziert entlang ihres neuen Reviers und wendet sich wieder der Ziegenmilch zu. Ich gehe vorsichtig, unsinnige Worte vor mich hinsäuselnd : lieb sein...musst nicht traurig sein...mein kleiner Hase...., zum Kratzbaum, aber... Kleines lässt nur seinen verhauenen Popo aus der Öffnung gucken. Mit Popos rede ich nicht! Die Stubentür wird geschlossen und die Herren Kleines und Karli lecken ihre "Wunden"...
So, liebe Foris! Das war ein Abriss der "Dramen", die sich hier mit Einzug der kleinen Mimi Stiefelchen abgespielt haben! Zwischen Mimi, mit der immer ein wenig jammernden und maulenden, Ansprüche stellenden Stimme und dem schier unendlichen Selbstbewusstsein, Kleines mit dem Hasenfußherzen und Karli mit der Gutmütigkeit eines Schafes.
Danke fürs Lesen und liebe Grüße von der herztropfenabhängigen Doris
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5. Tag:
Mimi wohnt immer noch in ihrem Arbeitszimmer! Doris darf jedoch trotzdem am Tisch sitzen und in das helle Quadrat starren, wenn sie denn sooo gerne will!!
Mimi klettert nach einer Weile auf den Schreibtisch, setzt sich vor das helle Quadrat und starrt da auch hinein. Nicht, dass sie vorgibt lesen zu können, aber das Ding hat was, weil es einen weißen Pfeil hat, der hin und her sausen kann. Mimi ist damit beschäftigt, den Pfeil zu fangen, als Doris zwei gepiercte Ohren über den Treppenrand lugen sieht!!! Kleines!! Wieder einmal ist die Gier nach TroFu größer, als die Vernunft!! Was machen die da nur für ein Zeug hinein, dass es einen Kater aus 20 m Entfernung anlockt und ihn jede Vorsicht vergessen lässt???
Kleines scheint damit zu rechnen jeden Augenblick angegriffen zu werden, denn er schleicht wie ein Chamäleon....mit schaukelnden Bewegungen ...vor...zurück...vor...zurück...alleine seine zerstochenen Ohren leuchten so knallig, dass selbst Mimi mit ihrem einen Auge ihn natürlich gleich nach mir bemerkt!
Wie eine kleine Feder "fließt" Mimi vom Schreibtisch auf den Boden, um sich sogleich hinter dem Sessel zu verstecken!! Ich greife zu den Herztropfen, die ich sicherheitshalber um den Hals gehängt habe, um sie stets griffbereit zu haben...und nehme einen Riiiesenschluck!!
Ich fange an zu sprechen: "Kleines, Hasiohrle...denk dran...hier ist eine kleine zänkische Dame...die Mami kommt gleich und gibt dir ein TroFu-Stück...!
Zwecklos, die Ohren drehen sich nicht einmal in meine Richtung! Derweil hat Mimi schleichenderweise einen Logenplatz hinter der Tür erreicht. Hier zahlt es sich für sie aus nur ein Auge zu haben, denn sie peilt damit durch die Ritze zwischen Türblatt und Türzarge und hat dadurch alles im Griff.
Kleines hat inzwischen die Tür erreicht, immer vor und zurückschaukelnd, und sieht sich bereits am Ziel seiner TroFu-Träume.... Mimis kleiner Popo wackelt immer intensiver und haste nicht gesehen sitzt sie mit einem Sprung hinter Kleines und hebt das kleine Stiefelchen, um ihm damit gehörig in den Hintern zu treten. Kleines spürt, dass er von etwas berührt wird und ich bin sicher, er weiß WER ihn da berührt...springt mindestens einen halben Meter hoch in die Luft....wirft sich mitten im Sprung herum und rast, wie der "wilde Wutz" die Treppe herab...Mimi hinterher... Kleines schafft die enge Kurve der Treppe nicht sehr elegant, sondern schleudert mit dem gestern verhauenen Po gegen die Wand und springt mit einem Satz die letzten 4 Stufen hinab, um dann sogleich in der Stube zu verschwinden... Doris, mit baumelnder Herztropfenflasche am Hals, geht gemessenen Schrittes (man weiß ja, dass man nicht noch zusätzlich Unruhe verbreiten soll) die Treppe hinunter und versucht sich einen Überblick zu verschaffen, wer denn nun wen bedroht und wer hier überhaupt in Gefahr ist!!!
Ich finde folgende Situation vor: Mimi steht mit wild peitschendem Schwanz mitten im Flur, atmet heftig (...kommt nur her, ihr Bagaluten..) und funkelt mit ihrem einen Auge Karli an, der offenbar mal wieder als "As im Ärmel" am Treppenabsatz gewartet hat. In ihrer Eile ist Mimi an ihm vorbeigehuscht und hat ihn gar nicht bemerkt. Jetzt sitzt sie mitten im Flur...von der einen Seite durch Karli angegiftet und von der anderen Seite durch Kleines beäugt, der sich hinter der Stubentür verschanzt hat.
Doris nimmt einen großen Schluck Herztropfen!!!
Ich gehe die letzten Stufen langsam hinab und versuche mich zwischen die drei Kontrahenten zu schieben, um die kleine zarte Mimi zu schützen. Anderseits will ich ja nicht, dass Karli und Kleines ständig als Looser dastehen und will auch, dass bei Mimi mal der Schlusspunkt gesetzt wird.... Verzwickte Lage.... Mimi merkt, dass ich ihre Rettung bin und so beginnt jetzt ein höchst merkwürdiger "Tanz"...Doris setzt einen Fuß nach links...Mimi einen nach rechts....Doris setzt noch einen Fuß nach links...Mimi noch einen nach rechts. Meine Richtung ist Karli (er soll von der Treppe weg und damit Mimis Fluchtweg frei geben) und Mimis Richtung ist die Treppe, die zum rettenden Arbeitszimmer führt. Kleines, sozusagen als Zaungast, steht in der Stubentür, wie ein nicht zum Tanz aufgeholter Jüngling am Rand unserer Tanzfläche! Karli kann übrigens nicht nur Würste machen, sondern auch tiefe "männliche" Töne produzieren!!! Ich denke, inzwischen hat er gemerkt, dass er nicht nur Zuschauer ist, sondern sich im Mittelpunkt des Geschehens befindet! Man sieht in seinen Augen leichte Panik aufflackern. Doris weiß inzwischen, dass Kater in Panik zu allerlei dummem Zeug neigen und beginnt nun Karli zu becircen, indem sie "Mausohr...musst schön lieb sein...brauchst keine Angst zu haben...die Mami beschützt dich....zwitschert. Derweil tanzen Mimi und ich weiterhin den Mimi-Rettungstanz!!!
Mimi erreicht die Treppe und Karli flitzt blitzschnell, flach wie eine Briefmarke, in die Stube, nicht ohne noch einen lauten Heuler abzulassen, den Mimi , nun schon auf der Hälfte der Treppe angekommen mit einem zickigen "mmrah" und einem kurzen Stiefelchenputzen kommentiert. Gerettet!!!
Doris geht erst mal in die Stube, um hier die aufgebrachten Katzenseelen zu beruhigen und geht dann, schwankend von den vielen Herztropfen, die Treppe hoch, um das Erlebnis mit Mimi zu besprechen...... Das war denn nun auch unsere letzte Geschichte...Danke fürs Lesen und für die lobenden Worte!!!
LG von Doris, Kleines, Karli und Mimi Stiefelchen
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Mimi wohnt immer noch in ihrem Arbeitszimmer, weil sie ein kleines Mädchen ist und sich nicht permanent mit irgendwelchen Rüpeln herumschlagen will.
Ein Mädchen, das etwas auf sich hält, muss auch mal eine Auszeit nehmen. Während der Auszeit kann man sich mit allerlei Dingen beschäftigen...mit aus Büchern heraushängenden Lesezeichen...mit herumliegenden TroFu-Stückchen...auf Mamas Tastatur herumlaufen.. ...Schokolade auspacken.....oder man betreibt ausgiebige Körperpflege. Die beiden Herren im Untergeschoss ihres Arbeitszimmers kann man da schon einmal vergessen.... wenn, ja wenn da nicht diese immer wieder auftretenden Zwischenfälle wären.
Mimi geht, wie jeden Morgen, zusammen mit der Mama die Treppe hinunter. Sie hat festgestellt, dass sie dann auf der sicheren Seite ist. Geschützt vor diesen gewissen Rüpeln, die offensichtlich nur darauf warten, dass sie Mimi einmal OHNE Mama erwischen!
Und doch...manchmal ist die Mama plötzlich weg und dann steht man da......
Doris läuft geschäftig in der Wohnung herum, mal hier hin mal da hin und schwupps sitzt Mimi alleine Flur! Karli bewacht die Stube...er sitzt unter dem Esstisch, und Kleines schlendert gerade in die Küche, um nachzusehen, ob die Mama vielleicht doch noch etwas in den Napf gelegt hat. Mimi ist wieder eingekeilt !!! Kleines sieht Mimi und er sieht frisch gekochten Fisch im Napf...und nun geht der INNERE Kampf los!
Soll er sich gemütlich hinsetzten und den Fisch genießen, oder lieber dieses komisch frisierte Etwas verprügeln..... und danach den Fisch verspeisen? Er ist sich offensichtlich vollkommen sicher, dass dies SEIN Fisch ist. Wenn er aufgepasst hätte, hätte er gelernt, dass Karli diesem Trugschluss vor ein paar Tagen bzgl. seiner Ziegenmilch auch schon unterlegen ist....
Mimi riecht natürlich auch den frischen warmen Fisch und freut sich auf ein Schnäuzchen voll davon!
Doris hat sich übrigens inzwischen eine Dauerinfusion gelegt...mit Herztropfen, so dass sie permanent abgedröhnt ist. Sie macht sich gerade ihre Stullen für die Arbeit zurecht und nimmt nun relativ gelassen an folgendem Geschehen teil:
Kleines beschließt beides zu tun...zu fressen und diese kleine Tyrannin zu verjagen!
Er rennt zum Napf und nimmt ein Stückchen Fisch auf. Dann rennt er zur Tür, weil er den Fisch gerne im Flur verspeisen möchte, aber da steht Mimi und funkelt ihn mit ihrem Auge an!!!
Eigentlich spricht man ja nicht mit vollem Mund, aber Kleines gibt ein Fauchen und Brummen von sich, dass sich etwas "vollmundig" anhört. Mimi, gar nicht beeindruckt, faucht zurück und rennt in die Küche, weil da ja die Mama steht, die sie beschützen wird! Die dreht schnell die Infusion weiter auf, weil sich hier wieder ein Debakel anbahnt.
Kleines ist fest entschlossen seinen Fisch zu verteidigen und Mimi ist nicht weniger entschlossen sich ihren Fisch zu erobern.... Kleines saust zu seinem Napf...Mimi taucht ihr Mäulchen in den Napf, erwischt ein großes Stück Fisch und huscht, wie ein Schatten an Kleines vorbei in den Flur. Ich habe noch nie einen Kater erlebt, der die Schultern resigniert sinken lässt....dieses Mal ist es so...ich schwöre!!! Kleines zählt schnell die Fischstücke nach und ...es fehlt eins!!! Er pumpt seine Bi- und Trizeps auf und patrouilliert vor seinem Fischnapf hin und her. Doris ist natürlich um den BZ von Kleines besorgt und schließt die Küchentür, damit Kleines in Ruhe weiterfressen kann.
Aber da ist ja auch noch Karli, der ob dieses Gefauche und Gebrumme in den Flur gekommen ist. Ich wünschte, er wäre ein wenig hasenfüßiger, denn nun sieht er, wie Mimi ihr Fischstück vor sich abgelegt hat und will sich natürlich nicht lumpen lassen....was der "Kleine" kann, kann ich schon lange!!!
Doris, den Infusionsständer hinter sich her ziehend, ist nun aber besorgt, dass Mimi erstmals einen Popovoll bekommt und schickt Karli mit lieben, aber deutlichen Worten und dem Versprechen, dass er seinen eigenen GANZEN meinetwegen auch lebenden Fisch bekommen wird, in die Stube zurück.
Mimi ist noch ein Kind, denn anstatt dankbar ihre Beute zu vertilgen, steht sie nun schon wieder an der geschlossenen Küchentür, die praktischerweise einen Glasscheibe hat, so dass sie einen sehnsüchtigen Blick auf den Fischnapf und einen ärgerlichen Blick auf Kleines werfen kann.
Kleines steht an der anderen Seite der geschlossenen Tür und man sieht nur an seinem Mäulchen, dass er zu diesem renitenten Katzenkind etwas "sagt". Mimi bekommt nun von Doris Schimpfe, so ähnlich wie ...undankbares Katzenkind.... kleiner Nimmersatt.... strapaziere doch nicht ständig meine Nerven....!!! Da sich nicht abzeichnet, dass sich geschlossene Türen in Kürze wieder öffnen werden, stolziert Mimi die Treppe hinauf, vergisst auch nicht, sich wie eine kleine Diva auf der halben Treppe das Stiefelchen zu putzen und .....lässt den Fisch tatsächlich unten im Flur liegen!!!!
Nächster Tag:
Mimi hat wieder Freigang und inspiziert die Wohnung auf irgendwelche Veränderungen. Das Badezimmer gehört natürlich auch dazu. Hier steht Doris und präpariert sich für den Arbeitstag. Mimi klettert den Badewannenrand entlang, findet in der Badewanne eine Verschlusskappe und spielt damit herum. Kleines und Karli werden bei solchen Geräuschen immer wach und kommen in den Flur, um nachzuschauen, wer oder was da diese Geräusche macht.
Mimi spielt und spielt ...sie ist ganz vertieft in ihrem Spiel....die Verschlusskappe fliegt aus der Badewanne heraus und landet auf den Fliesen. Jetzt kann Mimi richtig ausholen..... und die Kappe fliegt durch die offene Badezimmertür auf den Flur...direkt vor die Nasen der beiden gesetzten Herren!!! Die hat Mimi bislang noch gar nicht gesehen (sie hat ja auch nur ein Auge) und erschrickt so sehr, dass sie mindestens 30 cm hoch hüpft und in dem Wassernapf mit einem Durchmesser von 20 cm landet!! Man muss wissen, dass Mimi im zusammengerollten Zustand einen Durchmesser einer Kinderpizza hat!!! Die ganze kleine Katze ist pitschnass und rennt durch das Badezimmer, wobei sie versucht, das Nasse von sich abzuschütteln. Ich schnappe mir ein Handtuch ( das Kind....es wird krank werden....) um sie abzutrocknen!!! Neiiiin, das will sie nicht!!! Sie rennt auf den Flur, wo sie bereits von den diabolisch grinsenden Katern erwartet wird.... Wo soll sie hin???? Ein Hopser bester Güte über die Grinsekatzen hinweg ...und dann .....rummelrummelrummel die Treppe hinauf!!! Herztropfen!!!!
Karli und Kleines sind dermaßen dösige Kater, dass sie immer noch in meine Richtung gucken und wahrscheinlich wieder einmal nicht kapiert haben, was da gerade geschehen ist....geschweige denn IRGENDETWAS daraus gelernt haben könnten...denn es wird weitergehen mit dem Trio.....
Liebe Grüße von Doris
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Mimi ist eindeutig eine kleine Zicke!!!!! Ich kann es auch beweisen!!!
Seit Tagen schleicht sich Mimi, natürlich nur unter Begleitschutz ihrer MAMA, ins Untergeschoss und GUCKT!!!
Wenn sie mit mir alleine ist, steht ihr kleines Plappermäulchen nicht still, aber wenn sie im Untergeschoss ist, GUCKT sie nur!!!
Männer an sich haben ja mit ewig plappernden Frauen ein Problem, aber Kleines und Karli haben große Sorgen mit ständig GUCKENDEN Katzenmädchen!!!
Mimis Aktionsradius weitet sich also beständig aus.... erst die Treppe....dann den Flur...dann die Stube... nirgends hat man seine Ruhe!!! Kleines liegt so furchtbar gerne unter dem Überwurf des Sofas im Wohnzimmer. Man sieht dann nur eine laaaange dicke Wurst.... Mimi schleicht sich an.... streckt das Köpfchen...und GUCKT in den Tunnel, den Kleines sich unter dem Überwurf gebaut hat, hinein! Man kann sich lebhaft vorstellen, was passierte.... Mimis Auge (kugelrund, weil Perserkatze) funkelt zwischen den Stofffalten hindurch, Kleines öffnet seine Augen...sieht das Funkelauge...zappelt, um auf die Beine zu kommen...und schießt, wie ein Pfeil hervor, weil er natürlich mit einem Angriff rechnet. Mimi flitzt davon, WORTLOS, und sitzt auf der Treppe, um sich natürlich das Stiefelchen zu putzen!
Nächste Gelegenheit:
Kleines wird von mir regelmäßig auf den Arm genommen und zum Messplatz gebracht, was er sich bislang auch immer gefallen ließ...denn danach gibt es ja ein Leckerchen!!! Seit Mimi eingezogen ist, wird Kleines zwar immer noch zum Messplatz getragen, aber er schaut sich ständig um, ob dieses GUCKENDE Etwas nicht in der Nähe ist. Sitzt Madame auf der Treppe und GUCKT, dann lässt sich Kleines nicht messen!!!
Nächste Situation:
Inzwischen ist Mimi auf ihrer Eroberungstour auch im Gästezimmer angekommen. Hier stehen allerlei Sachen herum, die zum Spielen und Jagen einladen!!! Aber was ist das schon gegen zwei zwar ausgewachsene, aber dösige Kater, die arglos vorbeischlendern und sich so herrlich erschrecken, wenn ein einäugiges Fellmonster plötzlich heranspringt, nachdem es minutenlang mit wackelndem Popo gelauert hat!!!
Karli ist ein älterer Herr Kater, dem seine Würde wirklich wichtig ist. Er fühlt sich natürlich gedemütigt, wenn er wie gehetzt auf seinen Kratzbaum springen muss, um sich vor der kleinen Bestie zu schützen!!! Denn NOCH hat Mimi den Kratzbaum nicht erobert.
Und weiter geht's:
Kleines ist ein kleiner Junge, der auf der ständigen Suche nach irgendwas ist!!! Bevorzugterweise sucht er natürlich TroFu!!! Und, wie schon häufiger berichtet, strömt ein unwiderstehlich leckerer TroFu- Duft aus dem Obergeschoss (Mimis Arbeitszimmer) !! Für TroFu nimmt Kleines so einige Unannehmlichkeiten in kauf. So auch heute Morgen.....
Mimi tobt treppauf treppab und fröhlich jauchzend umher. Nach einer Weile setzt sie sich auf die Liege und putzt sich ausgiebig ihr Kleidchen (in der Mitte ist es allerdings noch ein wenig kurz). Doris starrt wieder in das helle Quadrat und sie sieht aus den Augenwinkeln heraus, dass sich ein rot-weiß geflecktes Katertier die Treppe empor schleicht.
Seufzend greift sie nach ihren Herztropfen.....
Ich stehe langsam auf, um das TroFu außer Reichweite zu stellen, wobei ich 3-4 Krümel liegen lasse, weil ich hoffe, dass Kleines es schafft ins Zimmer zu kommen, und sich die Krümel zu holen!!!
Die Lage ist verzweifelt, aber nicht aussichtslos, denn Mimi ist heute überraschend milde gestimmt, aber sie GUCKT! Kleines schafft es wirklich bis hin zu den Krümeln, frisst diese...begleitet von honigsüßen Worten der Mama: ...feiiiner Kater....musst feiiiin lieb sein....gar nicht böse werden....und in Mimis Richtung: ....du kleine Ziege....unterstehe dich und verjage MEINEN Kleines...du hast hier jetzt genug Aufruhr veranstaltet...reiß dich gefälligst zusammen.....! Mimi ist etwas verunsichert, weil sie natürlich jedes meiner Worte verstanden hat, und duldet es tatsächlich, dass Kleines noch ein Stück weiter in das Arbeitszimmer geht. Er darf sogar mit dem Catnip-Kissen schmusen, das sich Mimi einfach mit in ihr Zimmer geschleppt hat....doch nach fünf Minuten kann sie nicht mehr an sich halten...springt auf, von der Liege herunter und galoppiert auf Kleines zu....der kann die Spannung nicht mehr aushalten...rennt erst in MAMAS Richtung...kehrt um und saust, wie der Wind die Treppe hinab!
Ihr merkt also...die Kontrahenten nähern sich langsam an. Ich werde meine diplomatische Mission fortsetzen und hoffen, dass die Apotheke noch massenhaft Herztropfen heranschaffen kann und dass hier endlich Friede einkehrt!!
Liebe Grüße von Doris, die jetzt an einer Versuchsreihe teilnimmt: Wie viel Herztropfen verträgt eine Katzenmama...
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...und so ging es weiter....
Mimi ist im Begriff ein Familienmitglied zu werden. Das heißt, die Zeit der Sonderrechte und Sonderbehandlungen neigt sich dem Ende zu.
Doris hat sich überlegt, dass es psychologisch nicht korrekt ist, wenn die Jungs (Kleines und Karli) daran gehindert werden, sich, wie vor dem Einzug Mimis, in der gesamten Wohnung aufzuhalten.
Mimi residiert nach wie vor in ihrem Arbeitszimmer, dem Flur davor und auf der Treppe, wenn die Mama daheim ist und sie unternimmt kleine Blitzausflüge in das Untergeschoss, in dem sich Kleines und Karli versuchen zu behaupten.
Wenn die Mama zu Hause ist, geht Mimi mit ihr zusammen die Treppe hinab und rennt dann wie ein kleiner Blitz zum nächsten höher gelegenen Punkt, um von dort aus zu GUCKEN.
Für Kleines und Karli stellt sie somit stets eine Bedrohung dar, weil sie nicht an Mimi herankommen können. Denn sobald sich einer der Beiden sich ihr nähert, mit vorgestreckter Nase und möglichst großen Augen, faucht sie sie an und springt, wenn sie sich belästigt fühlt, knurrend auf die beiden bedröppelt dreinschauenden Kater-Jungs los. So geht das nicht!!!
Doris beschließt Klein – Mimi heute nicht hinter der schützenden Tür zurück zu lassen, wenn sie die Wohnung verlässt, sondern die Arbeitszimmertür offen zu lassen! Ich weiß, dass ich ca. 3 Stunden später schnell nach Hause kommen werde, um Kleines zu messen und denke, dass Mimi sich schon zu wehren weiß, wenn es zu einem Showdown kommen sollte.
Gedacht, getan!
Es ist 7 Uhr morgens, Doris hat bereits eine Ladung Herztropfen intus und sie schließt mit einem Seufzen die Wohnungstür hinter sich ab..... Mimi, Kleines und Karli bleiben allein in der Wohnung zurück....
Ob die Jungs wohl merken, dass die Tür offen ist? Kleines mit Sicherheit, weil er auf der Suche nach TroFu mit ziemlicher Sicherheit den Rest-Duft von Mimis TroFu wahrnehmen wird. Natürlich habe ich das TroFu-Näpfchen entfernt......
Karli fällt vormittags meistens ins Koma und hängt auf dem Kratzbaum ab...wird sich aber sicher nicht den Geschehnissen in der Wohnung entziehen können, wenn es hart auf hart kommt.
Mimi liegt gerne auf dem Flur vor ihrem Arbeitszimmer und bewacht ihr Reich scharfäugig. Wird sie sich trauen, ohne die Mama, nach unten zu gehen?
Doris kommt pünktlich gegen 10 Uhr nach Hause, steigt aus dem Auto und setzt erst mal die Herztropfenflasche an....
Beim Aufschließen der Wohnungstür stockt ihr der Atem..... Warum geht die Tür so schwer auf?!?! Ich versuche durch den Türspalt zu gucken und sehe ein undefinierbares Etwas vor der Tür liegen.....Eine Hand passt durch den Türspalt und findet den Lichtschalter...nun kann ich es sehen....es ist der Fleckerl-Teppich vor der Tür, der nun zusammengedruddelt zu einem Knäuel das Öffnen der Tür verhindert. Zum Glück ist es keine tote Katze!!!!! Doris neigt etwas zur Dramatik....Der Hand folgt durch den Türspalt der rechte Fuß und das Hindernis wird beiseite geschoben.
Ein tiefer Atemzug, dem ein tiefer Zug aus der Herztropfen-Flasche folgt..... Kleines??....Karli??.... Mimi???????....... Meine sonst eher aufmunternde und fröhlich säuselige Stimme klingt eher wie die eines Menschen, der die Panik mühsam zurückhalten kann.... Keine Antwort.... Mein Blick spaziert durch die Wohnung und ich beginne zu ahnen, was hier passiert sein könnte.
Die Laterne, die sonst auf dem antiken Waschtisch steht und mich schon oft mit ihrem sanften Kerzenlicht erfreute...liegt zerdeppert auf dem Flurboden! Ich gehe weiter in die Küche, weil ich da eigentlich immer eine Katze antreffen kann.... die 2 Näpfe sind auf den Kopf gestülpt und der Inhalt saut die Teppiche darunter ein....Auch die Ziegenmilch hat den Teppich durchtränkt......! Ich gehe weiter in die Stube....da...ich sehe eine Katze....es ist Karli, der auf dem Kratzbaum liegt. Wenn es ihm besonders gut geht, liegt er völlig verdreht auf dem Rücken und streckt alle Füße von sich...den Popo direkt in die Heizungsluft gestreckt. Heute aber liegt er zwar auf dem Rücken, hat jedoch sein linkes Ärmchen über die Augen gelegt nach dem Motto....“Ich kann´s nicht mehr sehen!!!!“
Doris tastet Karli vorsichtig ab....er scheint in Ordnung zu sein! Karli taucht verwirrt aus dem Reich seiner Träume auf .....“Was willst DU denn hier???“ Er wird kurz beschmust und weiter geht die Suche.
Auf der Suche nach Kleines stolpere ich über die schon einmal erwähnten Standfiguren, die ich zum ichweißnichtwievielten Mal aufheben muss und wieder ordentlich hinstelle. Hier muss also zumindest eine Jagd durch das Wohnzimmer gegangen sein.....Mir schwant Böses!!!
Ich gehe weiter, wie ein Sondereinsatzkommando auf der Suche nach Verbrechern.... Kleines hat mich nun doch gehört und liegt vor mir auf dem Flurboden, dreht sich einmal um sich selbst und stößt dabei zufriedene Laute aus.....puuh...er lebt also und auch er scheint unverletzt zu sein........ zumindest körperlich.
Nun fehlt also nur noch Mimi! Noch ein Schluck Herztropfen und dann muss ich wohl den Gang nach oben ins Arbeitszimmer machen. Oben auf dem Treppenabsatz werde ich aufgeregt von einer kleinen Mimi erwartet, die mir auch unverletzt vorkommt! Puuh....! Mimi schnattert ununterbrochen, als ob sie mir dringend erzählen muss, was ihr alles widerfahren ist ........Ich vermute, sie hat die gesamten 3 Stunden nicht das Auge zugetan, weil sie ihre Treppe bewachen musste, denn sie läuft immer noch, wie ein kleiner Wachsoldat, vor der Treppe hin und her.....Als ich ins Arbeitszimmer gehe, folgt sie mir sofort, hüpft auf die Liege mit dem Heizkissen, putzt sich oberflächlich und schläft nach 5 Minuten tief und fest.
Doris lässt nun die Tür geschlossen, damit sich alle Katzengemüter erholen können. Sodann geht sie daran die Näpfe und Teppiche zu säubern und die Scherben der schönen Lampe aufzusammeln...... Kleines Blutzucker war übrigens erstaunlich gut!!!
LG von Doris, Kleines, Karli und Mimi Stiefelchen
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Fortsetzung der Geschichte über Kleines, Karli und Mimi Stiefelchen...
Mimi würde sehr gerne mit ihren Näpfchen, ihrer Kuschelhöhle und ihrem Klo nach unten ziehen...dorthin, wo sich das wahre Leben abspielt. Aber leider klappt es nicht.
Kleines und Karli schieben jetzt unten vor der Treppe Wache!!!
Ja, so ist es .... Mimi hat wochenlang ihre Treppe von oben bewacht und nun kommt die Retourkutsche und die Jungs lassen sie nicht mehr in ihr Reich.
Jedes mal, wenn die Mama die Treppe hinab geht, geht Mimi natürlich mit. Unten sitzen entweder Karli oder Kleines oder auch beide zusammen in einer sphinxähnlichen Haltung, die Schnäuzchen vorgereckt und harren der Dinge, die da kommen sollen. Dabei machen sie keineswegs einen aggressiven, sondern eher einen interessierten Eindruck, wie eben jemand, der sich gerade überlegt, was er zuerst verspeisen soll.....die Schokolade oder das Eis. Aber verspeist wird in jedem Fall etwas.....
Heute nun hat die Mama schon ab mittags frei und die Show kann starten.....
Doris kommt schwer beladen nach Hause, in den Taschen allerlei Leckereien für die „Kleinen“. Ich poltere laut schimpfend durch die Wohnungstür, weil schon wieder etwas von innen vor der Tür liegt.....Karli hat mal wieder den klitzekleinen Teppichbodenrand neben der Tür herausgespielt und hinterher nicht wieder aufgeräumt.
Mit drei großen Schritten (1. Schritt über Karli hinweg...2. Schritt über Kleines hinweg...3. Schritt in die Küche hinein) treffe ich also in der Küche ein und setze die Taschen ab.
Ich frage mich, was die kleine Mimi wohl macht.
Ein Blick um die Ecke sagt mir: Mimi sitzt auf der Treppe und GUCKT.
Ich rufe sie, Mimi antwortet auch, aber sie trippelt nur aufgeregt auf den oberen Stufen der Treppe umher. Die tollsten Versprechen meinerseits können sie nicht dazu bewegen das Wagnis einzugehen und in die Küche zu kommen, wo sich Karli und Kleines inzwischen den Platz direkt neben den Einkaufstaschen streitig machen.
Ich packe die Taschen aus, nicht ohne jedes Teil, speziell für Katzies, ganz besonders zu bestaunen und anzupreisen. Mimi erscheint nicht in der Tür. Ich gehe in den Flur, um Mimi anzulocken.....keine Chance! Na dann, kleine Lady, eben nicht!
Kleines und Karli haben wieder ihre Posten vor der Treppe bezogen und ich hole den Staubsauger hervor, um den wochenendlichen Wohnungsputz zu starten.
Die beiden Jungs haben schon immer Angst vor dem Staubsauger gehabt und ich weiß ehrlich nicht warum, denn ich habe sie nie damit geärgert oder sonst irgend welche Spielchen damit gemacht.
Na, was soll´ s ... sobald der Staubsauger angeschaltet wird, rennen die beiden wie angestochen umher und suchen ein sicheres Plätzchen. In der Vergangenheit rannten die beiden dann immer die Treppe hoch, um aus sicherer Höhe das Geschehen im Flur zu beobachten.
Heute haben sie nur das Problem, dass dort auf der Treppe eine kleine Katzendame sitzt, die natürlich SOFORT den Spieß umdreht und die Jungs nicht hinauf lässt. Ich schwöre.... Mimis Gesichtchen verzieht sich zu einem süffisanten Grinsen, das einem das Blut in den Adern gefrieren lässt...ihr kleiner, immer ein wenig beleidigt aussehender Mund wird breit und breiter...öffnet sich und es kommt ein Mimi-Fauchen heraus, das ich aber leider nicht hören kann, weil ich dazu erst mal den Staubsauger ausmachen müsste. Meine Hand greift zur Herztropfenflasche, die jetzt ja ständig an mir baumelt, und ich nehme einen guten Schluck davon, denn nun geht es los:
Kleines rennt an Mimi vorbei, weil er die Spannung nicht mehr ertragen kann....Karli lenkt derweil Mimi ab, indem er zwei Stufen rauf rennt und eine Stufe wieder runtergeht....Mimis Köpfchen flitzt hin und her....da war doch was?...wo ist denn der Rotschopf geblieben?....wieso ist es denn so laut hier bei uns und überhaupt .....MAAAAMAAAA!!!!! Mimi setzt zu einem wahrhaft todesmutigen Sprung an und landet direkt neben meinem Staubsauger!! Kleines späht um die Treppenecke, um zu schauen wer denn da abgestürzt ist und Karli schüttelt seinen Kopf, als ob er sagen will: „ Huch...gibt’s hier fliegende Katzen?“
Doris schaltet den Staubsauger aus und versucht Ordnung in das Katzenchaos zu bringen, indem sie ruft:“ Kleines, du kommst SOFORT hier her!“ Da oben steht doch TroFu!!!!
„Karli, denke gar nicht erst daran Mimi zu verfolgen!“ „Mimi, das hast du jetzt davon.....!“ Jetzt haben wir eine völlig verkehrte Welt: Mimi bewacht jetzt die Treppe von unten und die Jungs sitzen auf der Treppe und GUCKEN.....
LG von Doris, die den Traum hat eines Tages mit drei Katzen kuschelig auf dem Sofa liegen zu können....ohne Streit.....ohne GUCKEN....
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Mimi wohnt zwar noch in ihrem Arbeitszimmer, aber sie hatte kürzlich Besuch!!
Das war so:
Mimi und Doris arbeiteten wieder am Computer, wobei bei Doris Arbeit auch wirklich etwas raus kam. Mimi gab sich viel Mühe zwischen Doris Bauch und der Tastatur eingeklemmt so was wie Gemütlichkeit zu empfinden.
Mimi ist ja nicht so groß und sie kann sich zu der Größe einer Pampelmuse zusammenrollen, wenn es ihr wirklich wichtig ist. Was Doris darüber denkt, sei an dieser Stelle mal nicht erwähnt....
Es ist Zeit für Mimis 2. Mittagessen, d.h. sie will JETZT ihr TroFu essen, das Doris neuerdings vorsichtshalber in einer Extra-Tupperdose aufhebt, um Kleines nicht zu sehr in Versuchung zu führen. So wird nun zum 4. Mal an diesem Tag der Tisch für Mimi gedeckt...ein Schälchen TroFu...ein Schälchen mit frischem Wasser. Wie üblich stürzt sich Mimi wie ausgehungert darauf, um nach ca. 1 ½ TroFu- Stückchen ermattet auf ihren kleinen runden Po zu sinken und sich ausgiebig zu putzen, als hätte sie einen Ochsen verspeist. Doris seufzt und weiß, dass sie nach ungefähr 20 Minuten zwar alles wieder bereitstellen muss, aber auch nicht das TroFu-Schälchen stehen lassen darf, weil im Untergeschoss Kleines wohnt, der mit einem hochsensiblen TroFu- Detektor ausgestattet ist. Ich verstaue das Schälchen also wieder in der Riesentupperdose.
Mimi hat sich erschöpft von ihrer „Fressorgie“ auf den Sessel neben dem Schreibtisch niedergelassen und möchte nun ihr Schläfchen halten....und...es kommt, wie es kommen muss....an der Treppe erscheinen zwei gepiercte Ohren...dann ein flacher Kopf fast ohne Ohren und ...der Rest des Katers Kleines.
Kleines versteckt sich hinter der halboffenen Tür und weil er sich so fest an die Tür drückt, quietscht diese natürlich. Er ist offensichtlich fest davon überzeugt, dass er nicht zu sehen und zu hören ist, denn er schleicht unbeirrt weiter, den Blick starr auf den Fressplatz gerichtet. Mich würde es nicht wundern, wenn er mit schwarzen Tarnstreifen im Gesicht angemalt wär...so überaus grimmig, wichtig und heimlich schaut er.
Mimi putzt sich schon mal das Stiefelchen und Doris............richtig....Herztropfen!!!!
Mimi springt vom Sessel, wild entschlossen dem Generve mit diesem Rotschopf ein für alle Mal ein Ende zu setzten....aber ...oh Wunder....Kleines bleibt sitzen!!!! Er weicht nicht einen Zentimeter zurück! Er schaut zwar zur Seite und seine Augen morsen heftig „Friede...Friede...“, aber er bleibt sitzen. Hach, denke ich, vorbei sind die Zeiten der heillosen Fluchten und polternden Abgänge....Kleines zeigt endlich, dass er ein Kerl ist!! Heureka!!!
Mimi stoppt ihren Angriff und tut so, als ob sie sich sowieso gerade putzen wollte. Kleines setzt sich an Mimis Napfi und probiert ein bisschen Wasser und NaFu. Mimi sieht zu...und ich schwöre...ihr Mäulchen steht offen!! Dahin sind die Träume von der absoluten Tyrannei und dem eigenen Zimmer !!! Mimi zieht sich ladylike zurück und springt auf meinen Schoß, um Kleines und seine Unverschämtheit zu verpetzen. Ich tröste sie natürlich, bin aber insgeheim froh, dass sie nun offenbar ihren Meister gefunden hat.
Nach ein paar Minuten Gemeckere und Gepetze legt sich Mimi wieder auf den Sessel und hat nun wohl beschlossen diese Begebenheit zu vergessen....sozusagen als einmaligen Ausrutscher zu werten.
Aber noch ist die Lage nicht entschärft, denn Kleines will jetzt auch seinen angestammten Platz auf dem Schreibtisch zurück haben. Dazu muss er aber ganz ganz nah an Mimi herankommen.....
Doris sitzt immer noch völlig unschuldig auf ihrem Stuhl. Sie gerät nun allerdings zwischen die Fronten. Mimi auf dem Sessel neben Doris und Kleines unter dem Schreibtisch ganz ganz nah an Doris Füssen....Doris flötet in den höchsten Tönen....lieb sein....die Mama hat euch beide lieb....Mauseohr, die Mami ist ja so stolz auf dich...nun sei ein lieber Junge und lass meine Füße in Ruhe....Süße, reg dich nicht auf....da musst du nun durch....die Mami freut sich, wenn ihr euch vertragt....
Mimi wechselt die Position und erklimmt Doris Schoß...Kleines springt auf den Schreibtisch....die beiden Kampfhähne sind nun ca. 20 cm voneinander entfernt....Doris sitzt dazwischen.... Na toll !!! Die Herztropfenflasche leert sich zusehends....
Mimi morst nun mit ihrem einen Auge “.. Friede...Friede..“, aber irgendwie übersieht Kleines das wohl, denn er faucht Mimi an. Das kann sich eine Dame nun wirklich nicht bieten lassen....Mimi faucht anfangs dezent zurück, aber als Kleines tatsächlich versucht auch noch auf Doris Schoß zu steigen, fängt Mimi an zu kreischen und zu spucken!!! Dabei hackt sie ihre winzigen, aber sehr scharfen Krallen, eine nach der anderen, in Doris wohlgeformten Schenkel....könnt ihr euch nun meinen Gesang vorstellen???
Mimi weicht nicht von meinem Schoß, Kleines weicht nicht von seinem Schreibtischplatz und ich sitze eingekeilt zwischen zwei knurrenden, kreischenden und spuckenden Katzen, von denen eine ihre Krallen vor lauter Aufregung wieder und wieder in meinen Schenkel piekt!!!
Kleines verlässt nach ein paar Sekunden seinen Platz und stolziert zum zweiten Sessel, legt sich hin und putzt sich genüsslich. Mimi ist irritiert....was ist denn nur passiert? Es fing doch soooo gut an.....
Doris geht nach diesem Erlebnis in die Badewanne und muss feststellen, dass sie auf dem linken Knie 5 und auf dem rechten Knie 8 Kratzer abbekommen hat!!
LG von Doris, Kleines dem Furchtlosen, Karli dem Unsichtbaren und Mimi Stiefelchen der Grand Dame
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Erster Kampf.....und HERZTROPFEN!
Nachdem nun meine Wunden an den Knien ansatzweise verheilt sind, und das beginnende Wochenende drohte geruhsam und schön zu werden, eskalierte die Zusammenführung der drei Individualisten erstmals.
Mimi ist schon längere Zeit mutiger und erobert immer mehr die untere Etage ihres neuen Zuhauses. Sie weiß, dass das wahre Leben da ist, wo die Mama und die großen Jungs sind. Also geht sie nun täglich, wenn das Bäuchlein gefüllt ist, die Treppe hinab und traut sich in unerforschtes Terrain.
Kleines und Karli respektieren immer noch das neutrale Gebiet "Treppe". Wenn Mimi dort sitzt und guckt, wird sie in der Regel in Ruhe gelassen und kann sich nach vollbrachten Taten ihr Stiefelchen putzen.
Ich weiß nicht woran es liegt, aber heute scheint Mimi besonders abenteuerlustig zu sein, denn sie wagt sich in wahrlich gefährliches Gebiet. Vielleicht liegt es daran, dass es als Ausnahmsweise - Leckerchen ein kleines Stück Schinken für alle gab?
Jedenfalls sitzt Doris gemütlich beim Frühstück, als Mimi vorsichtig nach allen Seiten witternd ins Wohnzimmer kommt. Da steht das Bügelbrett und wird sogleich als Aussichtsplattform genutzt. Karli liegt überkopf im Flur und mimt den Hans - guck - in - die - Luft, Kleines sitzt auf seinem Sessel und schaut interessiert, aber keineswegs aggressiv umher. Doris entspannt sich und beginnt zu hoffen, dass ihr Wir- alle- zusammen- Traum sich heute erfüllen wird. Auch Mimi lässt sich von den "Friedensaugenzwinkern" durch Kleines täuschen und erklimmt den Stubenschrank, der ganz nah am Bügelbrett steht.
Alles ist gut, alles ist schön, die Musik spielt leise aus dem Radio, Doris schreibt ihren Einkaufszettel, von den Katzen als Beutezettel angesehen, und summt leise vor sich hin...... Mimi springt elegant vom Stubenschrank auf den Boden und schleicht nun am Sofa entlang ....zu dem Sofa, unter dessen Überwurf Kleines so gerne liegt.
Kleines setzt sich auf.... Mimi verschwindet gurrend unter dem Überwurf und saust, wie ein Wusel- Zini, immer hin und her. Man sieht nur eine kleine Beule, die sich blitzschnell bewegt. Für Katzen, also auch für Kleines, ist das schon immer eine Aufforderung zu einer Jagd gewesen. Diese leidvolle Erfahrung mussten meine Hände schon oft machen, wenn ich unter eine Decke gefasst habe...... Kleines bekommt einen langen Hals und huscht in vollendeter Katzenart von seinem Sessel....legt sich alle paar Zentimeter flach auf den Boden, um zu kontrollieren, ob die Beule noch da ist....schleicht sich immer näher an das Sofa heran und.....springt, wie eine Katze auf Mäusejagd, mit seinem gesamten Körpergewicht auf die sich immer noch wild bewegende Beule!
Doris, schon etwas abgestumpft durch die vielen haarigen Situationen, dreht den Verschluss der Herztropfenflasche auf und will gerade die Flasche ansetzten, als ein Kreischen, Fauchen, Knurren und ......erstmals ein Jammern erschallt. Sofort kommt der Beschützerinstinkt in mir hoch...wer auch immer hier jetzt behütet werden muss...ich bin schon auf dem Weg..... mein Stuhl kippt nach hinten über.....die Geräusche unter dem Überwurf schwellen an......die Mama saust, so schnell es geht....immerhin ist sie auch schon 51 Jahre alt....in Richtung Tatort. Kleines, sonst eher ein Hasenfuss, der sich vor seiner eigenen Courage erschreckt, bleibt, wie fest getackert auf Mimi sitzen, und versucht mit seinem zahnlosen Mäulchen in die kleine Mimi hinein zu beißen! Mimi wuselt unter dem Überwurf herum und sucht verzweifelt einen Ausweg aus ihrem selbstgewählten Gefängnis. Da...ein Lichtschimmer am Ende des Tunnels....Mimi gibt Fersengeld und flitzt an Doris vorbei in Richtung Stubentür, um die rettende Treppe zu erreichen...Aber da sitzt Karli, ich schwöre...... er grinst.... und lässt die kleine Maus nicht vorbei.
Doris macht eine Kehrtwende und eilt hinter Mimi her, um eine weitere Attacke, diesmal durch Karli, zu verhindern...und nun tanzen wir wieder unseren Mimi-Rettungstanz. Doris geht auf Karli zu...Mimi dicht auf ihren Fersen.....hinter Mimi lauert Kleines mit wackelndem Popo.... Karli wirft seine Stirn in Falten und denkt nach, wie hoch seine Chance sein könnte der Kleinen den Hintern zu versohlen, ohne dass die Mama dazwischen geht.....die Mama spricht mit mahnender Stimme: "Karli, geh´ da jetzt weg und lass uns durch"..."Sei ein lieber kleiner Junge und verdirb der Mama nicht den Morgen"...."Ihr kriegt niiiie wieder Schinken, wenn du jetzt nicht artig bist".....Karli ist zerrissen.....soll er...soll er nicht.....? Er läuft in den Flur zurück und setzt sich lauernd direkt zwischen Stubentür und Treppe. Doris schaut sich um und sieht, dass Kleines k!
eineswegs friedlich auf das Ende dieser Begebenheit warten will, sondern nach wie vor popowackelnd auf eine Gelegenheit wartet, den Sieg davon zu tragen. Mimi krabbelt ganz dicht an Mamas Füße heran und nun geht der Mimi- Rettungstanz im Gleichschritt weiter...Doris macht einen Schritt nach links...Mimi bleibt dicht bei ihr...immer den Blick nach hinten gerichtet, wo Kleines ja immer noch lauert...Mimi und ich stehen praktisch Rücken an Rücken, halten Ausschau nach unseren Feinden und geben uns sozusagen Rückendeckung....wie in den schlimmsten Kriegsfilmen oftmals gesehen. Karli wittert Morgenluft und stößt nun wieder voraus....Doris redet mit Engelszungen auf die Kater ein: " Kleines, das Spiel ist NICHT mehr witzig!"...."Karli, denke nicht mal dran, die Kleine anzugreifen!" Mimi atmet schwer....kein Wunder bei der kurzen, quasi nicht vorhandenen Nase. Doris nimmt noch einen beherzten Schluck aus der Herztropfenflasche und geht langsam in die Knie. Ihre Stimme wechselt vom !
strengen Ton zum lieblichen Gezwitscher: ..." lieb sein, meine Jungs"... "Mimi, keine Angst....die Mami ist bei dir"... Dabei strecke ich vorsichtig die Hand aus, um sie notfalls bei einer Attacke dazwischen halten zu können...Karli, das Schaf, schnuppert daran und ist für einen Augenblick abgelenkt. Mimi nutzt die Gunst des Augenblicks und flitzt an Karli vorbei auf ihre Treppe!!! Puuuh!!!
Doris kniet immer noch auf dem Boden und versucht ihr armes Herz zu beruhigen. Die Jungs haben sich zusammen gesetzt und werten das Erlebte aus....Fragestellung: Was haben wir falsch gemacht? Wie können wir beim nächsten Mal die Mama austricksen.....? Und ich meine gesehen zu haben, dass Kleines Karli eine Kopfnuss gegeben hat, weil er mal wieder alles verdorben hat.... Und Mimi?....Sie sitzt auf der Treppe und putzt sich das Stiefelchen....
LG von einer schwer atmenden Doris !!!!!!
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Die erste gemeinsame Nacht des "Trio Infernale"
Jeden Abend, wenn Doris sich bettfein gemacht hat, führt sie der Weg ins Arbeitszimmer, um auch die kleine Mimi zu Bett zu bringen.
Mimi bekommt ihren TrFo-Napfi hingestellt, der ja tagsüber in der Riesen- Tupperdose aufbewahrt wird und nur unter Aufsicht im Arbeitszimmer stehen darf. Mimi möchte ja gerne stets und ständig ihre Näpfe zur Verfügung haben und kann es kaum erwarten endlich freie Bahn zu haben.
Andererseits hat die Mama beobachtet, dass Klein- Mimi sehr liebebedürftig ist. Kleines und Karli aber auch. Die können während der ganzen Nacht mit der Mama schmusen, denn die Schlafzimmertür ist immer geöffnet. Mimi jedoch brummt derweil in ihrem Arbeitszimmer und kriegt keine Schmusies. Da liegt sie dann, die arme kleine Maus, und die Nacht ist sooo lang....
So hat sich die Mama entschieden das Wagnis einzugehen, und die Tür des Arbeitszimmers auch des Nachts offen zu lassen, damit Mimi bei Bedarf zu ihrer Mama kommen kann.
Mir ist vollkommen klar, dass die Jungs auf irgendeine Weise protestieren werden, aber das Seelenleben der kleinen Mimi steht auf dem Spiel! Grund genug eine Strategie auszutüfteln, wie ich mein schlechtes Gewissen beruhigen und die Jungs austricksen könnte.
Nach langem Hin und Her habe ich mich für die einfachste Variante entschieden- ich lass es einfach auf uns zu kommen.
So liegt denn Doris, erschöpft von all der Arbeit mit den lieben Kleinen, in ihrem Wasserbett und freut sich auf ihre Lektüre. Karli hat noch ein bisschen TroFu im Badezimmer bekommen, Kleines hat die letzte BZ-Messung überstanden und Mimi´s "Vokuhila"-Frisur wurde noch einmal gekämmt, damit nicht alles verfilzt, was da jetzt so nachwächst und ihre Napfis sind in der Tupperdose verstaut.
Das Bett ist schön warm, die Luft ist schön kühl, Doris Zähne geputzt, die Herztropfen stehen neben dem Bett und nun muss nur noch Friede einkehren.....
Mimi lässt sich noch nicht blicken, weil sie wahrscheinlich noch nicht mitbekommen hat, dass schon Schlafenszeit ist, aber die Türen immer noch offen sind.
Kleines kommt, wie jeden Abend, aufs Bett und will es sich gerade in meinem Arm gemütlich machen, als Karli, wie angestochen ins Schlafzimmer gesaust kommt, aufs Bett springt und mich heftig anschnurrt. Ich sehe es deutlich...er hat Mimi entdeckt! Kleines springt auf, um, wie jeden Abend, Karli zu verscheuchen......der sich dann aber im Laufe der Nacht seinen Fußende-Platz erobert....
Karli ist diesmal von Kleines Attacke unbeeindruckt, bleibt stehen und starrt, wie nur Katzen starren können, zur Tür.....Nach einigen Minuten des Starrens kommt dann auch die kleine Mimi schnurstracks ins Schlafzimmer marschiert, schaut sich kurz um sagt "mmrah" und krabbelt unters Bett.
Kleines wühlt sich aus meinem Arm heraus und guckt mich empört an;" Mama, du hast vergessen das blöde MÄDCHEN weg zu sperren !!" "Nein" sagt die Mama, "heute schläft Mimi bei uns." Inzwischen ist Mimi unterhalb des Bettes bis ans Kopfende geschlichen und schaut plötzlich "Kuckuck" durch die Ritze des Betthauptes.....Kleines erstarrt, geht in Abwehrstellung, faucht.....Mimi flitzt spuckend unter das Bett.....Karli rennt auf dem Wasserbett hin und her.....das Bett gerät ins Schaukeln.....Doris greift zur Herztropfenflasche....Kleines springt aus dem Ansatz über die Mama hinweg auf Karli zu....der ist nun heillos überfordert und springt hinter Kleines her, vom Bett herunter und beide Jungs jagen durch den dunklen Flur, nicht ohne gegen die Türzarge zu knallen, den Garderobenschrank zu touchieren und die Läufer im Flur umzuklappen. Doris, noch ganz benommen von der wilden Schaukelei und den kürzlich eingenommenen Herztropfen hängt nun kopfunter von der Matratze und versucht Mimi unter dem Bett zu erspähen. Das arme Kind soll doch nicht denken, dass es nicht willkommen ist!!!
Mimi sieht die hängende Mama, hüpft mit einem zufriedenen Gesichtsausdruck auf das Bett und geht gemessenen Schrittes ans Kopfende, eben dahin, wo Kleines gerade gelegen hat.
Das haben wir jetzt davon!! Doris hat nun ein schlechtes Gewissen gegenüber Kleines und Karli!! Wie soll das nur werden, wenn ich das Licht ausmache??? Frei nach Helgas Motto "Versuch macht kluch" knipse ich das Licht aus und warte..... Es ist himmlisch ruhig in der Wohnung. Mimi putzt sich ihre Stiefelchen, man hört es deutlich, und von den Jungs hört man gar nichts. Ich bin noch nicht ganz sicher, ob das ein gutes oder ein schlechtes Zeichen ist, denn ich vermute, die beiden haben sich zu einem konspirativen Treffen in der Küche zusammen gesetzt und beratschlagen nun, wie sie Mimi aus dem Schlafzimmer entfernen können. Ich knipse das Licht wieder an....
Die Vorhut (Kleines) taucht dann auch schon bald wieder im Schlafzimmer auf.
Die Mama starrt angestrengt in ihr Buch, den Strohhalm zur Herztropfenflasche im Mund. Mimi wuselt mal unter dem Bett herum, mal sitzt sie auf dem Bett, dann versucht sie sich auf den Nachtschrank zu legen und rührt dabei alle meine Wecker herunter....es will nicht so recht gemütlich werden in unserem Bett..... Kleines krabbelt nun auch unter das Bett. In der Tür erscheint der Herr Karl und verschafft sich erst mal einen Überblick. Mimi spricht ununterbrochen mit uns, wie ein Kind, das absolut nicht schlafen kann....Kleines hat sich anscheinend an all den Dingen, die unter dem Bett gelagert sind, vorbei gequetscht, denn er saust plötzlich, beide Vorderpfoten ausgestreckt hervor und erschreckt die kleine Mimi, die Mama und Karli so sehr, dass Mimi einen Hechtsprung über meinen Kopf macht...einmal kurz auf der Matratze auftippt und im Sturzflug aus dem Schlafzimmer flitzt...Karli, der sich offenbar nicht mehr daran erinnern kann, dass dieser Angriff von ihm und Kleines doch geplant war, sprintet hinter Mimi her.....Doris schaukelt wie wild in ihrem Wasserbett....... der Strohhalm entrutscht ihrem Mund ...sie hält sich krampfhaft an ihrem Buch fest....als sich die Wogen etwas geglättet haben stehe ich auf, um nach diesem unmöglichen Katzenvolk zu sehen....Mimi sitzt auf der Treppe und putzt sich ihr Stiefelchen...Karli liegt auf seinem Kratzbaum....und Kleines versteckt sich unter seinem Überwurf. Doris nimmt noch einen Schluck Herztropfen und begibt sich nun endlich zur Ruhe....
Danke fürs Lesen und liebe Grüße von Doris, Kleines, Karli und Mimi Stiefelchen
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Mimi Stiefelchen- das Burgfräulein
Ihr lieben Leute, lasst euch sagen...folgendes hat sich zugetragen:
Mimi wohnt immer noch in ihrem Arbeitszimmer, hat es jedoch aufgeben müssen, das Riesenzimmer nur für sich beanspruchen zu können.
Karli und Kleines sehen es nicht mehr ein ständig von einem kleinen Derwisch vertrieben zu werden. Irgendwann haben sich Mimis Drohgebärden abgenutzt...die beiden Jungs gehen vollkommen unbeeindruckt an der vor Wut schäumenden, spuckenden und fauchenden Mimi vorbei ... auf direktem Wege in IHR Arbeitszimmer!
Seit Mimi eingezogen ist, sind die beiden Schlafmützen allerdings aufgewacht d.h. sie entwickeln langsam aber sicher " Macker-Allüren". Das äußert sich in unterschiedlichen Situationen:
Kleines hat ja hochsensible TroFu-Detektoren, die ihn bislang dazu gebracht haben in Mimis Arbeitszimmer nach TroFu- Krümel zu suchen. Inzwischen aber nimmt er es mit der Tupperdose auf, in der das TroFu gebunkert ist. Er reibt sein Köpfchen daran und schiebt die Riesendose dabei quer durchs Zimmer, quetscht die Nase unter den Klippverschluss und versucht auf diese Weise die Dose zu öffnen....oh, welch ein Traum....!
Karli, der sich bisher immer sehr zurück gehalten hat, geht jetzt offensiv auf Mimi zu, wobei er allerdings "voll die Bürste" hat! Er ist fest entschlossen, diese kleine Zicke zur Raison zu bringen. Seine Zusammenarbeit mir Kleines hat ein wenig gelitten, denn zur Zeit müssen die beiden Jungs ihre Rangkämpfe austragen.
Diese finden meistens auf dem unteren Flur statt, der tatsächlich die Form eines Box-Ringes hat. Praktisch für Mimi, denn sie hat auf ihrer Treppe einen Logenplatz.
Doris, zur Zeit wegen Krankheit zu Hause, versucht der Natur ihren Lauf zu lassen und sich darauf zu verlassen, dass die Herrschaften im Grunde friedlich und umgänglich sind.
Eines schönen Morgens (ich weiß, so fangen alle Geschichten an...) trottet Doris in die Stube, schüttelt ihre Kissen auf, nimmt ihre Husten-Medizin und liegt auf dem Sofa herum. Die Jungs stöbern in der Wohnung herum, Mimi sitzt in der Küche und frisst ihren Kochschinken, als plötzlich ein Gerangel im Boxring entsteht.
Man hört ein dumpfes Klopfen und schweres Atmen...das Klopfen entsteht, wenn Karli und Kleines sich gegenseitig ohrfeigen und das schwere Atmen gehört wohl zum Kampfgehabe....
Doris geht schon mal in Position, um die Kampfhähne ggf. zu trennen. Getrieben von der Sorge um Lady Mimi, die ja auch in der Nähe ist, stehe ich auf und schleppe mich hustend in Richtung Flur. Nicht mal in Ruhe krank sein kann man hier.....!
Ich trete in den Flur und sehe nur ein Knäuel aus Katzen, wobei ich sehr froh bin, dass Mimi nicht in diesem Knäuel ist, denn die sitzt, wie ein Burgfräulein auf ihrer Treppe und schaut dem Geplänkel begeistert zu...es fehlt nur noch das Seidentüchlein, in das sie schamhaft hineinkichert...Überall liegen weiße Fellbüschel herum...Doris macht sich Sorgen um "Ritter Karli", weil er ja schon 14 Jahre alt ist....aber es stellt sich heraus, dass Karli mächtig ist, so mächtig, dass "Ritter Kleines" auf dem Boden liegt und halbherzig mit einer Pfote nach Karli schlägt. Der ist ganz cool und guckt die Sache aus....er starrt Kleines unentwegt an...mit einem sehr strengen und langen Blick (Karlis Spezialität).
Kleines versucht jetzt aus dieser ungünstigen Situation heraus zu kommen, ohne sein Gesicht zu verlieren....er springt auf...putzt sich hastig seinen Hals...und geht langsam, nach allen Seiten sichernd in Richtung Treppe..... Nun schrillen die Alarmglocken der Mama ....da sitzt doch das kichernde Burgfräulein !!! Es folgt der obligatorische Griff zur Herztropfenflasche...ein Riesenschluck rinnt die Kehle hinab... und dann ist es auch schon passiert..... Kleines ist stinksauer, dass er, wie immer, den Kürzeren gezogen hat...und sieht in Mimi sein nächstes, weil schwächeres Opfer...er nimmt Anlauf....Mimi trippelt eine Stufe nach oben...dann wieder eine Stufe nach unten (zur MAMA) und schon ist das Ungemach über sie gekommen....Doris übt diesmal den strengen Ton..."Kleines!! Du Blödmann!! Lass die Mimi in Ruhe!!?" Als ob Kleines jemals auf die Mama gehört hätte.....
Mimis Äuglein flackert, als Kleines versucht in ihren Rücken zu beißen...sie kreischt auf, schlägt mit ihren Pfötchen auf den Rüpel ein und dann ist auch schon die Mama da....Die packt Kleines im Nacken und zieht ihn unsanft von dem nicht mehr kichernden Burgfräulein herunter.
Hier wäre dann wohl mal eine Lektion in fairer ritterlicher Kampfkunst vonnöten !!!
Doris schimpft mit Kleines: "Ist es denn die Möglichkeit!! Seit es dir zuckertechnisch besser geht, entwickelst du dich zu einem Teufelchen!!?" Mimi rennt meckernd in ihr Arbeitszimmer und putzt sich mal wieder die ekelhafte "Katerspucke" ab. Kleines geht für ein paar Minuten ins Küchen-Exil, Karli wird für seine kluge Kampftechnik gelobt und Doris überlegt jetzt die Anschaffung eines Punching-Balls, an dem Kleines seine überschüssige Kraft austoben kann....
LG von Doris, Ritter Karli, Ritter Kleines und Burgfräulein Mimi Stiefelchen
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Copyright Doris Timmermann 2006