Tiergeschichten - Überblick

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HPKatzendiabetes


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Erlebnisse im Serengetipark Hodenhagen
 
Als unsere Kinder klein waren, in den 70er Jahren, waren wir in jeden Ferien mit unserem Wohnwagen unterwegs und suchten uns die schönsten Winkel Deutschlands aus, sei es auf einsamen Campingplätzen ohne viel Touristenrummel oder auf  idyllischen Bauernhöfen.
 
1976 hatten wir unseren neuen Neufundländer Derry bekommen und wollten auf der Rückfahrt nach Hause aus einem wunderschönen Sommerurlaub unseren Züchter in Celle besuchen. Auf der A 7 kurz nach Hannover vor Walsrode lasen wir ein Schild, das zum  „Serengetipark Hodenhagen” einlud. Dort waren wir noch nicht gewesen, die Kinder wollten gerne hin, und mit einem Wohnwagen ist man ja total unabhängig. Ein kleiner Campingplatz für eine Nacht findet sich immer.
 
Für den, der nicht weiß, wie so ein Safaripark funktioniert, sei es hier kurz erklärt. Die Tiere im Park laufen frei umher, die Menschen dagegen dürfen nur in Bussen oder im eigenen PKW den Park durchqueren, dabei aber um Himmelswillen nicht das Auto verlassen. Inmitten eines Rudels Tiger wird auch wohl keiner auf die Idee kommen.
 
 
Im Park war den Tag nicht viel los, das Wetter war etwas bedeckt, so dass auch der junge Hund es im Auto gut aushalten konnte, und wir ließen uns Zeit. Die erste Aufregung gab es schon vor der eigentlichen Einfahrt: Das eine Seitenfenster war noch geöffnet und plötzlich guckte ein riesiger Giraffenkopf in der Hoffnung auf Futter hinein. Schnell kurbelte ich das Fenster hoch,  es ist schon komisch, plötzlich Auge in Auge mit einer Giraffe zu sein.
 
 
 
Unsere Kinder nahmen die Giraffe als vielversprechenden Anfang und konnten sich an den vielen Tieren nicht sattsehen. Elefanten, Löwen, Tiger und wer weiß was noch. Aber alle Tiere hielten sich abseits der Straße und schienen uns gar nicht zu bemerken.
 
 
Das änderte sich jäh, als plötzlich ein Rudel Affen auf der Straße saß, und zwar Paviane, die mit dem roten Po!
 
 
Als sie unser Auto erblickten, wie gesagt, den Tag war nicht viel los, kamen sie neugierig näher, und bald sprangen die ersten auf unser Auto, wahrscheinlich  in der Hoffnung auf Futter oder aus Neugier, wer weiß? Unsere Kinder waren begeistert, mein Mann weniger, er fürchtete Kratzer auf der Motorhaube des Autos, wo sich mindestens 5 bis 6 Paviane tummelten, hin- und hersprangen und durch die Fenster guckten.
 
Futter hatten wir nicht, außerdem war es nicht erlaubt, und die Seitenfenster waren sowieso ganz hochgekurbelt. Langsam, ganz langsam fuhr mein Mann nach  einiger Zeit  wieder an. Die Pavian kannten das wohl schon und verließen den warmen Sitz. Nur einer nicht, ein ganz großer, mit einem besonders dicken, roten Hinterteil. Er posierte sich direkt vor das Gesicht meines Mannes, nur die Windschutzscheibe war dazwischen, und dann fing er an zu pinkeln, und wie!!!! Stefan und Christine kreischten vor Vergnügen, und  ich hätte vor Lachen auch fast in die Hose gemacht.
 
 
 
Weiter ging die Fahrt, die Rundfahrt war noch nicht zu Ende. Mein Mann war schon ganz geschafft, als plötzlich ein neues Hindernis die Straße betrat, ein ziemlich großer Nashhornbulle. Er schien schlechte Laune zu haben, es sah so aus, als wolle er unser Auto angreifen. War wohl ´ne kleine Abwechslung für ihn! Nun wurde uns doch ganz anders zumute. Das sah nicht gut aus, wie dieses Riesentier langsam, aber sicher auf unser Auto zukam. An Lachen war nicht mehr zu denken. Wir standen still, mucksmäuschenstill, hupten auch nicht, um ihn nicht zu ärgern, der Nashornbulle kam immer näher. Ich sah ihn schon zum Angriff übergehen, ich habe da eine blühende Phantasie, da erschien wie ein rettender Engel einer der Wärter.
 
 
Seelenruhig ging er auf das riesige Tier los, als ob es kein Nashornbulle sondern eine gewöhnliche Kuh sei, hob seinen schweren Knüppel und drohte dem Bullen damit. Als der sich dann nicht sofort trollte, bekam er doch tatsächlich den Stock zu spüren, nicht tüchtig, wohl mehr symbolisch, und dann zog er sich endlich in die Büsche zurück.
 
 
Der Wärter grinste, grüßte und ließ uns langsam passieren. Waren wir froh, dass wir den Park heil verlassen konnten !!!