Tiergeschichten - Überblick

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HPKatzendiabetes


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Christine hat „Schwein" (oder auch nicht)
 
Was ist für Kinder wohl schöner als ein Urlaub auf dem Bauernhof?
 
Als unsere Kinder noch ganz klein waren, Christine war 6  Jahre und gerade eingeschult, Stefan war knapp  2 Jahre alt, hatten wir noch keinen Wohnwagen.
 
Immer nur Ferien bei den Großeltern wollten wir auch nicht machen, und so kamen wir auf die Idee, uns in der Nähe einen Bauernhof zu suchen, wo man quasi mit Familienanschluss Urlaub machen konnte.
 
In einem kleinen Dorf in der Nähe von Cloppenburg, in Vrees, fanden wir ein kleines Paradies: einen gut geführten modernen Bauernhof, der aber ganz abseits vom Dorf lag, umgeben von Feldern und Wald. Tiere gab es jede Menge: in erster Linie Schweine, denn der Bauer unterhielt eine Schweinezucht, Pferde, einige Kühe und Jungbullen, zwei Jagdhunde, Enten, Hühner und ein kleines Pony, das für Kutschfahrten und kleine Ausritte für die Kinder der Hofgäste zur Verfügung stand.
 
 
 
Unsere Kinder waren selig, Christine bekamen wir kaum noch zu Gesicht, sie spielte mit den gleichaltrigen Kindern der Bauersleute und war von morgens bis abends gut beschäftigt.
 
 
Stefan fütterte Hühner und Enten und durfte auf dem Pony Max einige Runden reiten. Wir schirrten das Pony auch vor die Kutsche und wollten kleine Ausfahrten unternehmen, hatten jedoch nicht mit der Dickköpfigkeit des Tieres gerechnet. Er ließ sich zwar willig vor die kleine Kutsche spannen, lief aber nicht annähernd in die Richtung, in die er laufen sollte. Er suchte sich wohlschmeckende niedrige Bäume und Sträucher, ließ es sich schmecken und reagierte nicht auf unser hott und hüh. Erst ein 14-jähriger Schüler, der nachmittags auf dem Hof aushalf, brachte uns auf den richtigen Weg.
 
 
Besonders interessant war für die Kinder der Schweinestall, wo die dicken, fetten Sauen lagen mit ihren unzähligen Ferkeln, die von Rotlicht warm gehalten wurden. Christine, schon damals ein absoluter Tiernarr, hatte sich in diese kleinen rosa Ferkel verliebt.
 
 
 
 
Eines Tages hatte der Bauer , aus welchem Grund weiß ich nicht mehr, eins der kleinen Ferkel auf dem Arm. Wahrscheinlich hatte es was an sich, was er näher untersuchen wollte. Unsere Kinder standen in der Nähe und wollten sofort das „süße" kleine Ferkel streicheln. Dazu hatten sie bis jetzt nie Gelegenheit gehabt, denn die Ferkel lagen ja beim Mutterschwein in der Box.
 
 
 
Und da sagt doch dieser freundliche Bauer zu meiner Tochter: „Wenn du willst, darfst du das Ferkel behalten!" Sprach´s und gab ihr das kleine Tier auf den Arm.
 
 
Ganz verzückt stand unsere kleine Christine da. Ein eigenes Ferkel, sie konnte ihr Glück nicht fassen!! Zu Hause hatten wir außer Fischen damals noch gar kein Tier, das kam alles erst später.
 
 
Was hat es uns  für Mühe gekostet, das kleine Mädchen zu überzeugen, dass es unmöglich war, ein kleines Ferkel mit nach Hause zu nehmen und dort großzuziehen! Tränen über Tränen flossen, und der Bauer, der das wohl auch nicht ganz so Ernst gemeint hatte, war ganz zerknirscht.
 
Immer wieder mussten wir uns von unserer tränenüberströmten Tochter anhören: Was man verspricht, muss man auch halten!