Tiergeschichten - Überblick

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HPKatzendiabetes


 
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Meine Myrte als Lebensretter
 
Schon als kleines Kind faszinierten mich Myrten. Wir hatten immer etliche davon in der Wohnung stehen, in allen Größen, alte, recht große Pflanzen, die zur Blütezeit über und über mit weißen Blüten bedeckt waren, und viele junge Pflanzen, denn meine Großmutter verstand sich aufs Vermehren durch Stecklinge und verschenkte sie gerne im Freundeskreis.
 
 
Zu Beginn dieser Geschichte habe ich mich im Internet schlau gelesen und fand dabei eine Seite über Myrten, wo man aber auch ALLES findet, was mit dieser Pflanze in Zusammenhang gebracht werden kann. Wer sich also über Myrten weiter informieren möchte, dem sei die Lektüre dieser HP wärmstens empfohlen.
 
 
 
 
Meine Geschichten hier auf der HP haben alle einen Bezug zu Tieren, so auch diese mit der Myrte. Meine Tochter hatte mir eine kleine Myrte geschenkt, die über die Jahre zu einem Prachtexemplar herangewachsen war und kaum noch auf der Fensterbank Platz hatte. Der Platz war ideal, hell, Morgensonne, aber nicht zu heiß. Ab und zu stellten wir die Pflanze im  Sommer in den Garten und brausten sie ab. Das schien ihr gut zu bekommen,sie wuchs und wuchs, die Unterbringung wurde schon fast ein Problem, das sich dann auf eigenartige Weise löste.
 
 
Unsere Nachbarn, die über uns wohnten, hatten einen Kater, er hieß Mücke, er war schon sehr alt und krank an den Nieren. Mücke war in der Blütezeit seines Katerlebens ein Kämpfer gewesen, ständig unterwegs, in Auseinandersetzungen mit anderen Katern verwickelt oder auf der Jagd nach Kaninchen, Mäusen und Vögeln. Doch nun, im Alter, war er den Belastungen des Freigängertums nicht mehr so gewachsen und liebte sein Schläfchen auf der Fensterbank, mit Ausblick auf den Garten.
 
 
 
Es war ein schöner, sonniger Sonntagmorgen, als die merkwürdige Geschichte ihren Anfang nahm. Ich versorgte meine Blumen und stellt dabei entsetzt fest, dass meine Riesenmyrte an den Blattunterseiten über und über mit der Weißen Fliege, einem gefürchteten Schädling, bedeckt war. Durch Saugen an den Blättern wird die Pflanze durch die kleinen Fliegen sehr geschädigt. Ich hatte auf Anhieb nichts zur Vernichtung der Weißen Fliege vorrätig und brachte deshalb die Myrte in den Garten. Dort platzierte ich sie an einer geschützten Stelle auf dem gusseisernen Kellerrost, direkt unter unserem Arbeitszimmer.
 
Nur wenige Minuten später, ich hatte gerade die Wohnung wieder betreten, sah ich etwas am Arbeitszimmer vorbei"fliegen" und dachte, dem Nachbarn sei ein Handtuch oder ein Wäschestück aus dem Fenster gefallen. Dann aber hörte ich einen Schrei im Treppenhaus, jemand raste die Stufen runter: "Mücke ist aus dem Fenster gefallen!!!"
 
Wir rannten alle in den Garten, Böses erwartend, denn das Fenster war hoch, direkt darunter der eiserne Kellerrost, das Tier uralt und nicht mehr wendig.
 
Im Garten kam Mücke uns jedoch schon entgegen, ein bisschen wacklig auf den Beinen, aber offenkundig nicht verletzt.
 
 
Was war passiert? Mücke hatte, wie so oft, schlafend auf der Fensterbank gelegen, das Fenster war weit geöffnet. Noch nie war dabei was passiert, aber einmal ist immer das erste  Mal. Er hatte sich wohl im Schlaf gedreht, das Gleichgewicht verloren und war dabei aus dem Fenster gefallen.
 
Und genau an der Stelle, wo der Aufprall stattgefunden wäre, nämlich auf dem Eisengitter, stand meine Myrte!!! Sie rettete Mückes Leben.
 
Die Pflanze hatte weniger Glück gehabt, durch den fallenden Katzenkörper war der Myrtenbaum zerbrochen in etliche Teile, hatte dabei aber den Sturz abgefedert.
 
 
Mein Problem der zu großen Pflanze war beseitigt, ich hatte nun viele kleine Myrten, die ich alle als Stecklinge einpflanzte und meiner Myrte somit zu vielen, vielen Nachkommen verhalf.
 
Ihrem Ruf als Glücksbringer wurde unsere Myrte somit mehr als  gerecht.
 
So entstehen auch Assoziationen, bei dem Wort  Myrte fällt mir sofort fallende Katze ein:-)