Tiergeschichten - Überblick

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Lara und die Igel
 
Während unser Neufundländer Derry es mit Eichhörnchen hatte und am liebsten die Bäume hochgeklettert wäre, um endlich mal eins zu erwischen, hat Lara es mit Igeln. Sie sind der Grund dafür, dass wir sie an dunklen Abenden bei unserem Wohnwagen ins Vorzelt, ja manchmal sogar in den Wohnwagen holen müssen, weil sie sich sonst die Seele aus dem Hals bellt und alle Campingnachbarn stört.
 
 
Bei uns auf der Insel haben wir in unserem  Garten oft Igel. Als Derry noch lebte, lag er gerne im Hundezwinger. Dort durfte er nämlich nach Herzenlust buddeln. Er blieb bei Igeln ganz ruhig, und so kam es, dass die Igel unseren Hund besuchten. Blieb  etwas Futter in der Schüssel (Derry bekam Feuchtfutter), kam totsicher ein Igel, setzte sich in den großen Hundenapf hinein und fraß ihm das Futter vor der Nase weg. Derry guckte dem Igel interessiert beim Fressen zu und dachte vermutlich: Lass es dir nur schmecken!
 
 
 
Das wäre bei Lara undenkbar. Sie würde total ausrasten. Bereits als junges Tier entdeckte sie auf dem Campingplatz jeden Igel, der es wagte, sich unserem Platz zu nähern. Die ersten Male stürzte sie auf den Igel los und piekste sich tüchtig mit den Stacheln in die Schnauze. Das hinderte sie nicht daran, den nächsten Igel, den sie traf, wieder zu attackieren. Den Igeln war´s egal. Sie kugelten sich ein und warteten geduldig, bis dieser verrückte Hund sich ausgebellt hatte. Lara versuchte auch, die eingerollten Igel mit den Pfoten wegzurollen und piekste sich dabei auch noch in die Pfoten. Wer schon einmal einen eingerollten Igel angefasst hat, weiß, wie sehr die gesträubten Stacheln stechen.
 
 
Einmal hatten wir auf dem Campingplatz ganz spät im Jahr, es war schon November, einen ganz kleinen Igel gefunden. Er wog mit Sicherheit noch nicht 500 g und sah so aus, als ob er den Winter nicht überleben könnte, denn es fehlten ihm jegliche Fettreserven, um im Winterschlaf davon zu zehren. Wir wollten ihn am nächsten Tag zu einer Igelaufzuchtsstation in der Nähe bringen, doch der kleine Igel hielt wohl nichts davon. Er schaffte es tatsächlich, in der Nacht aus dem gut verschlossenen Karton zu entfliehen, und wir haben ihn nicht wiedergefunden.
 
 
Dank Lara entdeckten wir so manchen Igel. Die meisten von ihnen waren mit Zecken und Flöhen übersät. Ich musste mich fernhalten, denn Igelflöhe (nein, eigentlich alle Flöhe) mögen auch mich. Wir besorgten uns extra ein Mittel, um die armen Tiere von den Schmarotzern zu befreien, auch wenn es sicher nur für kurze Zeit war.
 
Info über Igel
 
Der Igel
  • frisst Insekten, Schnecken, Regenwürmer ,Spinnen
  • ist nachts aktiv.
  • hat ca. 6.000 - 8.000 Stacheln.
  • bringt 4 - 7 Jungtiere zur Welt.
  • kann schnell laufen, bis zu 10 km/h.
  • hat im Oberkiefer ca. 20 Zähne, im Unterkiefer ca. 16 Zähne
  • faucht bei Gefahr.
  • hält einen Winterschlaf.
 
 
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