Tiergeschichten - Überblick

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HPKatzendiabetes


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Mir juckt der Kopf: Läuse???
 
Nachdem die vorige Geschichte von Flöhen handelte, die so gerne mein Blut saugen, soll diese Geschichte einem weiteren Parasiten gewidmet sein, der Kopflaus.
 
 
 
Ich wurde nach dem 2. Weltkrieg eingeschult und kann mich gut erinnern, dass unsere Köpfe regelmäßig in der Klasse auf Läuse untersucht wurden. Viele Kinder in meiner Klasse hatten Läuse. Meine Oma hatte ständig Petroleum parat, damit sie mir im „Notfall” damit den Kopf einreiben konnte. Ein besseres Läusemittel stand wohl nicht zur Verfügung. Sie musste es jedoch nie anwenden, Läuse mögen mich, unberufen, wohl nicht.
 
Während meiner langen Dienstzeit habe ich viele Läuseepidemien erlebt. Immer kam ich ungeschoren davon. Einmal, vor ca. 20 Jahren, hatte die Hälfte meiner Kinder in der Klasse Kopfläuse. Die Eltern waren ganz verzweifelt, denn Läuse zu haben wurde  nach wie vor  mit Unsauberkeit und Vernachlässigung in Zusammenhang gebracht.
 
Das aber ist nicht richtig. Jeder von uns kann Läuse kriegen. Es ist keine Schande, welche zu bekommen, es ist aber eine Schande, nichts dagegen zu unternehmen.
 
In dieser „Läuseklasse” habe ich zum ersten Mal Läuse gesehen. Weil wir die Epidemie nicht in den Griff bekamen,  immer mehr Kinder verlausten und meine Eltern ihre Kinder schon nicht mehr zur Schule schicken mochten, kam schließlich ein Herr vom Gesundheitsamt und untersuchte höchstpersönlich an Ort und Stelle die Köpfe aller Kinder. Er wurde auch sofort wieder fündig, und ich lernte meine ersten lebenden Läuse und ganz viele Nissen (Läuseeier) kennen.
 
 
Links Männchen, rechts Weibchen
 
Einige Tage später kroch dann mitten im Unterricht eine dicke, fette Mutterlaus (nehme ich mal an, die Männchen sollen kleiner sein), die langen, blonden Haare eines Mädchens runter und krabbelte über den Tisch. Ich bemerkte es, fing das Tier ein, setzte es auf ein Stück Schreibmaschinenpapier, und dann sahen wir uns in aller Ruhe mal diese Laus an. Das war höchstinteressant. Vor allem erstaunte uns das Tempo, in dem die Laus sich bewegen konnte. Läuse springen nämlich nicht, aber sie können erstaunlich schnell krabbeln.
 
 
Als Ursache unseres nicht enden wollenden  Läuseübels stellte sich ein Junge heraus, der ganz dichtes, wuscheliges Haar hatte. Die Eltern hatten weder auf die sorgfältige Entfernung aller Nissen noch auf die richtige Behandlung des Umfeldes zu Hause geachtet. Darum konnten sich immer von neuem Läuse entwickeln. Durch die dicht beieinander hängenden Kleidungsstücke der Kinder an der Flurgarderobe der Schule war es für die Läuse  ein Leichtes, den Wirt zu wechseln.
 
 
Von der Nisse bis zur Laus
 
Der Junge bekam, wenigstens vorübergehend, einen Kurzhaarschnitt, und die Eltern wurden vom Gesundheitsamt beraten, wie sie zu Hause richtig vorzugehen hätten. Alle Familienangehörigen, Kleidung, Bettwäsche, Stofftiere, Kämme, Bürsten usw. müssen nämlich in die Behandlung mit einbezogen werden. Das dauert jedoch seine Zeit und muss gut kontrolliert und regelmäßig wiederholt werden.
 
Seitdem habe ich übrigens ein Mittel gegen  Kopfläuse in der Hausapotheke stehen. Ich stellte mir nämlich vor, dass ich abends vorm Schlafengehen entdecke, dass ich Läuse habe und kein Mittel zur Behandlung im Haus. Ich habe es glücklicherweise nie anwenden müssen.
 
 
 
Unsere Stofftiere in der Schule haben wir übrigens mehrere Wochen in einen Plastiksack gesteckt, an die Heizung gestellt  und somit ausgehungert. Mit Tiefkühlung geht es noch schneller!
 
Tipps zur Behandlung von Läusen: