Tiergeschichten - Überblick

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HPKatzendiabetes


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Susans Zuckerkater Felix
 
Seine Lebensgeschichte
 
 
 
Der Einzug:
 
Am 29. September 1994 wurde ich auserwählt.
 
Nachdem meine Puschel ins Regenbogenland gegangen war,  wollte ich keine Tiere mehr, davon war ich felsenfest überzeugt. Endlose 4 Wochen folgten, von denen ich 3 im Urlaub war und genau 7 Tage daheim die leeren Plätze, fehlenden Kratzbäume und katzenstreufreie Badfliesen auf mich einwirkten. Nachdem ich zum wiederholten Mal gedankenverloren einen leeren Sessel streichelte, legte ich das tierfreie Zuhause ad acta.
 
Am nächsten Tag ging es ins Tierheim und ich beriet mich eingehend mit den Mitarbeitern darüber, welches der Tiere schwer vermittelbar sei, ein Handicap hätte oder sonstige Problemfälle, die niemand wollte, da ich unbedingt so einem Wesen ein neues Zuhause geben wollte. Schon ziemlich schnell war klar, welches Tier es sein sollte: Ein 2,5 jähriger Kater, der Teppiche und Tapeten zerkratzte, unsauber war und 4 Monate nicht vermittelt werden konnte, da er sich nicht fangen ließe.
 
Es kam, was kommen musste, er entwischte uns immer und immer wieder. Er war einfach gewiefter und schneller als wir. Man sah deutlich, dass er im Davonlaufen sehr trainiert war.  Alle Bemühungen, Verlockungen und Hinterhalte wurden durchschaut  und abgewehrt. Nach 1 Stunde beendeten wir diese fruchtlosen Versuche. Es gab ja noch genug andere Tiere.
 
An diesem Tag war ich sage und schreibe insgesamt 8 Stunden im Tierheim, unterbrochen durch eine kurze Mittagspause -jagen macht hungrig-, wusste über das Schicksal von ca. 350 Katzen Bescheid und war keinen Schritt  weiter, als am Morgen, das Tierheim sollte in 40 Minuten schließen, und  alle Tiere, die ich mitnehmen wollte, waren entweder krank oder nicht kastriert oder noch zu jung oder sonst was. Plötzlich fiel mir der Kater vom Morgen wieder ein und ich bat die Mitarbeiter einen letzten Versuch zu machen, ihn zu fangen, aber nur einen einzigen Versuch, nicht jagen, nichts.
 
Keine 5 Minuten später verließ ich das Tierheim mit dem Kater. Er schlummerte selig  in einem Körbchen und die Mitarbeiter brauchten nur ein Gitter davor zu befestigen. So zog Felix am 29.März 1994 bei mir ein und ich halte es heute noch für Schicksal, dass ausgerechnet ich ihn mitnehmen durfte.
 
Die Anfangszeit:
 
Felix gewöhnte sich nur schwerlich ein. Die ersten Tage wohnte er ausschließlich hinter der Waschmaschine, bei seiner Größe (gute 30 cm Stockmaß und damals 7 Kilo) eine beachtliche Leistung, denn die Maschine steht fast ganz an der Wand. Gott sei Dank fraß er. Und zwar alles, völlig egal, ob Trocken- oder Nassfutter, roh oder gedünstet, hauptsächlich viel musste es sein. Er weinte und jammerte jede Nacht, ließ sich aber nicht blicken oder gar anfassen. Kurz entschlossen tauschte er den Wohnplatz " hinter der Waschmaschine" gegen "hinter dem Ghettoblaster", somit war zwar mit dem Radiohören Schluss, aber ich konnte wieder waschen. Man kann mit so wenig zufrieden sein.
 
Nach 7 Tagen bemerkte ich aus den Augenwinkeln einen mir  unbekannten Teppichläufer, der sich in Richtung Wohnzimmer vorsichtig vorwärts bewegte. Starr saß ich auf dem Sofa und wagte mich nicht zu rühren. Dieser "Teppichläufer"  konnte schnüffeln und jeder Quadratzentimeter wurde genauestens untersucht. Das Eis war gebrochen  und mir die Beine eingeschlafen.
 
 
Es dauerte Monate bis Felix zutraulich wurde und auch anfing zu spielen. Sehr viel Geduld war nötig, bis wir ihn mit mehr als nur einem Finger berühren durften oder zum ersten Mal schmusen konnten. Nachdem er endlich Vertrauen gefasst hatte, begann er sein neues Heim
künstlerisch umzugestalten. Tapeten wurden neu gestylt und aus der Auslegeware wurden schicke Teppiche mit Fransen an den Rändern. Einige Gardinenschals wurden gekürzt und Pflanzen, die eventuell eine Aussicht versperrten, kurzerhand beseitigt. Es wurde ein lebenslustiger, agiler Kater aus ihm, der die Bewohner seines Heimes - bis zu einem gewissen Grad - vollständig akzeptierte.
 
 
Die schönste Zeit
 
Mit den Jahren entwickelte Felix immer mehr Selbstvertrauen, auch zu meinem mir angetrauten Göttergatten (GöGa) oder Fremden gegenüber wurde er immer aufgeschlossener.
 
Man kann sich mit ihm wunderbar unterhalten, und Felix reagiert auf jeden Kosenamen, den man ihm verpasst. Und das sind mittlerweile einige.  Er versteht wahrscheinlich immer "Futter" und ich nur "Mau" oder "Brrrmpf", aber uns gefällt es. Er ist ein richtiger Schmusemann geworden und zwischen uns hat sich ein dichtes, unsichtbares Gedankenband gebildet. Sein ganzes Glück besteht darin, in meiner Nähe zu sein. Das ist nicht immer möglich und so schlossen wir einige Kompromisse: Felix krabbelt nicht auf Schränke oder Tische und geht nicht in die Küche, dafür bleibe ich seinen Kratzbäumen und Liegeplätzen fern.
 
 
Seine panische Angst allerdings davor festgehalten zu werden legt sich nicht und sollte gar jemand mit einem Transportkorb die Wohnung betreten, ist es ganz aus.
 
Felix liebt es zu essen, rohes Rindfleisch und leckeres Hairball Control waren der Hit, alles angebotene Nassfutter war nicht so sein Fall, da ich allerdings auf sein Gewicht achten musste, hatte er nur die Wahl: Essen, was in den Napf kommt oder nicht. Wir einigten uns dann auf die Sorte Kitekat in Soße.
 
Dieses Spiel habe ich 11 Jahre lang gewonnen.
 
 
Die Anfänge
 
Die Zeit verflog  und Felix ging es gut, nie war er ernsthaft krank und seine gesunden Abwehrkräfte trugen dazu bei, kleinere Infekte ohne Medikamente selbst zu heilen. Nach unserem letzten Umzug im Juli 2000, begann Felix sich den Bauch kahl zulecken. Zuerst nur kleinere Stellen, die nach und nach immer größer wurden. Er ließ sich durch nichts und niemanden davon abhalten.  Ich weiß gar nicht mehr, wie viele Internetseiten ich gelesen hatte und was wir nicht alles probierten, um ihn davon zu befreien. Es gab neue  Fenster-Aussichtsplattformen, Kissen, Kuscheldecken, Spielzeuge, Bachblüten…und…. und….und.
 
Nichts half. Die verschiedenen Tierärzte, die wir damit konfrontierten, hatten nur eine Möglichkeit der Behandlung: Cortison. Das erschien mir dann doch etwas zu gewagt und ich suchte weiter nach der Ursache. Ich habe sie übrigens bis heute nicht gefunden.
 
Im Januar 2004 begann er zusätzlich auch die Hinterbeinchen vom Fell zu befreien und ich entschloss mich schweren Herzens zu einer Cortisonbehandlung. Wenigstens ließ ich vorab ein Blutbild erstellen, ob alle Werte in Ordnung sind und anschließend bekam Felix dreimal Depot-Cortison im Abstand von je 4 Wochen gespritzt. Danach bedeckte wunderschönes Fell seinen ganzen Körper. Ich war glücklich, Felix war glücklich. Leider hielt dieser Zustand nicht lange an, und nachdem das Cortison sich aus dem Körper verflüchtigt hatte, begann die Leckerei von vorn.
 
Im Januar 2005 war er wieder kahl und seine babyzarte Haut war  mittlerweile arg in Mitleidenschaft gezogen. Ich wechselte den TIERARZT, eine nagelneue Praxis, mit Notdienst Tag und Nacht und einer fachärztlichen Ausbildung in Chirurgie. Ich war begeistert.
 
Dieser TA tat sich trotz des guten Blutbildes und einem langen Gespräch schwer, meinem Wunsch nach Cortison nachzugeben. "Ob ich denn wisse, dass Cortison Diabetes auslösen könne?" wurde ich gefragt und "ob ich wirklich mit Kanonen auf Spatzen schießen wolle?" Aber nein, ich, die von nichts Ahnung hatte,  wusste es ja besser und so wurde Felix wieder Depot Cortison gespritzt.  Um Felix die unangenehmen Fahrten zum TA zu ersparen, bat ich darum, die nächste Spritze selbst geben zu dürfen - kein Problem - ich bekam alles mit. 
 
Das Schicksal schlägt zu
 
Es sind mittlerweile 1 Jahr und 2 Monate vergangen, aber alles was an diesem Tag und in den darauf folgenden Wochen passierte ist nach wie vor nicht verblasst. Bei dieser Cortison-Kur  war Felix schlapper als sonst und trank auch ungewöhnlich viel Wasser, ich schob es auf das Alter und eventuell beginnende Nierenprobleme, ich Hobbyheilerin.
 
Am 20.07.2005 spritzte ich das letzte Cortison, alles war gut. 2 Tage später komme ich von der Arbeit nach Hause und niemand läuft mir entgegen, um mich zu begrüßen und sein Abendbrot einzufordern. SEHR ungewöhnlich.
 
Ich griff die Trofu Schachtel und raschelte kräftig….KEIN Felix!!!
 
Das war der Moment, wo sich ein Schraubstock um mein Herz und um meinen Magen legte. Ich fand ihn unter dem Wohnzimmertisch, apathisch, regungslos und ich bemerkte einen Geruch nach Nagellackentferner. Keine Reaktion auf  Rufen oder Streicheln, im Gegenteil, er wich allen Liebkosungen aus. Also sofort ab zum TA, es war Freitag früher Abend. Dieser beruhigte mich erstmal und machte ein schnelles BB: Alles ok, bis auf die Blutzucker- Werte, die sprengten den Rahmen. Verdacht auf Diabetes. Da weder  der TA, noch mein GöGa  einen Aceton-Geruch feststellen konnten und Felix keinerlei andere typische Diabetes -Anzeichen hatte, wurden wir nach Hause entlassen. Montagmorgen sollte ich Felix dann vorbeibringen, damit der TA ein Blutzucker-Tagessprofil in der Praxis erstellen konnte.
 
 
In der Nacht wurde es schlimmer, Felix erbrach unverdautes Futter, welches er 2 Tage zuvor morgens gefuttert hatte und nur meiner guten Erziehung hatte es der TA zu verdanken, dass ich ihn nicht um 2:30 Uhr aus dem Bett klingelte. Um  07:00 war meine Geduld erschöpft und der TA erwacht. Er bat uns sofort in die Praxis. Es folgten Infusionen, Insulin, tausend neue Fremdworte, diverse Broschüren, ein völlig fertiger Kater und ein Nervenbündel von Dosi. Ich sollte Felix unbedingt zum Fressen animieren und weiter Insulin spritzen, zwei mal 3 IE Caninsulin alle 12 Stunden.
 
An diesem Wochenende telefonierte ich alle 4 Stunden mit dem TA und da Felix nichts fressen wollte - ich hatte mehrere Büffets aufgebaut- sollten wir Sonntag  wieder in die Praxis kommen. Exakt 15 Minuten vor Abfahrt fing Felix an zu fressen, Trofu zwar, aber egal.
 
So verbrachte ich den Sonntag zusammen mit Felix auf dem Boden robbend, um mit säuselnder Babystimme meinem Liebling sein Futter schmackhaft zu machen. Es gruselt mich heute noch, dass wir nicht weiter Infusionen gegeben haben, keinen BZ oder gar Ketone gemessen haben.
 
Am Montag wurde Felix stationär aufgenommen, um seinen Blutzuckerspiegel unter Insulingabe zu messen und  es wurde Blut abgenommen für ein großes Blutbild. Ich hatte extra 2 stark behaarte Decken und ein kleines Schmusekissen für ihn mitgenommen, damit er sich wenigstens ein bisschen heimisch fühlen konnte. Wie zu erwarten fraß und trank Felix den ganzen Tag beim Tierarzt nichts, ging nicht zur Toilette und die gemessenen Werte waren grottenschlecht. Er versteckte sich den ganzen Tag unter seinen Decken und "sah" den Tierarzt nur mit dem Po an. Somit einigten wir uns darauf, dass ich ihn wieder mit nach Hause nahm. Das Tagesprofil war  sowieso  nicht aussagekräftig, nur Insulin und kein Futter.
 
Kaum zu Hause angekommen, wurde sofort die Toilette aufgesucht, es schien, als ob er  wirklich den ganzen Tag die Beinchen zusammengekniffen hatte. Er fraß ein paar Stücke Trofu, trank eine Schüssel Wasser und verzog sich obligatorisch unter den Wohnzimmertisch. Vielleicht entgeht man so der Spritze. Mitnichten.
 
Hilfe naht
 
Ich wusste sehr wohl, was die Diagnose Diabetes bedeutet, habe ich doch zwei 2 - beinige Diabetiker in der Familie, aber Katzen und Diabetes?? Darüber muss doch etwas im Internet zu finden sein und so besuchte ich zum ersten Mal Helgas Seite.
  
Schwer begeistert über diese umfangreiche Informationssammlung, versuchte ich mir einen  Überblick zu verschaffen und scheiterte kläglich, zu viele neue Dinge stürmten auf mich ein, Fachausdrücke,  fremdes Handling, Futtersorten von denen ich nie gehört hatte, Folgekrankheiten und dann noch Damen - und vereinzelte Herren -, die ihre Katzen täglich mehrfach in die Ohren pieksten, dieses aber vollkommen normal fanden.
 
Trotzdem nahm ich Kontakt auf und ohne viel Aufhebens wurde mir jemand zur Seite gestellt, die mich in die Geheimnisse der Katzendiabetes einwies und das, obwohl sie selbst eine schwerkranke Katze zu Hause zu versorgen hatte. Die uneigennützige Art der Hilfsbereitschaft war mir bis dato noch nie begegnet und es sollte auch nicht die letzte Hilfe sein,  die ich aus diesem Forum erhielt.
 
Einstellungsversuche
 
  • Caninsulin
 
Nachdem ich nun mit dem Hometesting vertraut war und alle nötigen Utensilien beisammen hatte, begannen wir mit der Insulineinstellung. Felix Werte waren horrend hoch, aber das war nicht alles, sein Blutbild ergab schlechte Leberwerte und einen hohen Fruktosaminwert.  Hinzu kam permanente Appetitlosigkeit und wenn gefressen wurde, dann nur durch mein Zureichen. Nassfutter wurde komplett abgelehnt, lediglich Trofu und etwas gekochte Hühnerbrühe wurden teilweise gefressen.
 
Ich schlief nur noch 4 Stunden und kroch mehr auf dem Boden hinter dem Kater her, als am Schreibtisch zu sitzen.  Dadurch wurden natürlich auch die Blutzuckerwerte keinen Deut besser.  Wieder bekam ich schnelle  Hilfe durch Forenmitglieder. Die Leberwerte besserten sich zwar, aber die Appetitlosigkeit wurde nicht besser, mittlerweile war auch das Fell stumpf und schuppig geworden, er war schlaff und lag nur herum. Die typischen Diabetesanzeichen besserten sich nicht.
 
 
Da Felix sich nicht an vernünftiges Futter gewöhnen wollte, er fraß dann einfach nichts,  probierte ich also mit Forenhilfe eine Einstellung mit CAN und Trockenfutter,  es folgten 9 Wochen verschiedenster Dosierungen, mit Somogyi, mit endlos hohen Futterwerten oder auch mit heftigen Abstürzen, diese waren aber eher selten. Es wurden Zähne geröntgt, Zahnstein entfernt, erneut Blut abgenommen, um andere Werte noch zu bestimmen sowie die Leberwerte zu kontrollieren. Das Ergebnis in Bezug auf den Diabetes war niederschmetternd, der Fruktosaminwert hatte sich weiter verschlechtert. Felix war mit Cansulin nie unter 200, es wirkte keine 12 Stunden, fing keine Futterspitze ab  und so entschlossen wir uns im September 2005 auf ein länger wirkendes Insulin umzusteigen
 
  • Hypurin Bovine Lente und weitere Probleme
 
Ich wählte dieses Insulin, da es dem Katzeninsulin ähnlich war und  im Forum damit reichlich Erfahrungen vorhanden waren,  nur: woher bekommen?
In unserer Stadt kannte dieses Insulin niemand und halbherzige Recherchen der umliegenden Apotheken waren ergebnislos. Ich kontaktierte einen bekannten Apotheker in Berlin und siehe da, keine 30 Minuten später war das Insulin bestellt und das Rezept dafür durfte ich  sogar nachträglich senden. Leider war die Lieferzeit recht lang und ich wollte nicht warten, wieder half ein Forenmitglied mit und sandte mir eine halbe Flasche Hypurin. Wir starteten brav mit 1, 0 IE,  aber durch das Trockenfutter und das Hühnchenfleisch, was mittlerweile den Speiseplan bereicherte, waren die Werte sehr schlecht. Ein Nadir von 280 löste Freudentaumel bei mir aus. Zusätzlich dazu begann Felix immer häufiger zu erbrechen, egal wann und egal ob mit oder ohne Futter. Wir waren in einem Teufelskreis, hohe Werte bedeuteten bei Felix: keinen Appetit, (seltsamerweise hat er nie wie ein Scheunendrescher gefressen),  kein oder erbrochenes Futter hieß weniger Insulin, das wiederum hieß hohe Werte.  Ich las so ziemlich alles an Erbrechens- und Durchfalldiagnostik, in deutscher Sprache, was das Internet hergab, speicherte, sortierte und probierte. Außer einer Bereicherung meines Wissens bezüglich medizinischer Fachausdrücke, war alles erfolglos.
Während dieser Zeit wurden erneut Blutbilder angefertigt, mehrfach geröntgt und geschallt, sehr viele verschiedene Medikamente gegeben, Kot- und Urinprofile gemacht, deren  Befunde negativ oder nicht so recht aussagekräftig waren, um eine eindeutige Diagnose zu stellen. Seine eosinophilen Granulozyten waren extrem hoch und zusammen mit dem Erbrechen hieß es: Eosionophile Enteritis.  Die eG's sind häufig erhöht bei Parasitenbefall und/oder allergischen Reaktionen. Mein Felix Parasiten?? Niemals!  Dennoch wurde er komplett entwurmt. Felix erbrach weiter. Helfen könnte nur noch Cortison, aber das ging ja nicht.
 
Ende Dezember 2005 wurde es so schlimm, dass er urplötzlich regelrechte Brechattacken bekam, gepaart mit heftigen Bauchschmerzen und kompletter Futterverweigerung.  Ich stopfte unzählige Medikamente, und Infusionen in ihn.  Erfahrene Forenmitglieder  unterstützten mich tatkräftig, sogar mitten in der Nacht. Trotz dieser umfangreichen Maßnahmen, brachten alle Versuche nur kurz oder gar keine Besserung. Ich schlief kaum noch und litt unsagbar unter der Situation, dass ich Felix einfach nicht helfen konnte.
 
Ich pilgerte von Tierarzt zu Tierarzt, auch eine Tierklinik blieb von meinem Besuch nicht verschont, bemühte das Internet und sogar Internisten aus dem Humanbereich.
Immerhin einigten sich die Tierärzte unabhängig voneinander dahingehend, dass man Felix' Bauch öffnen müsste, um eventuell eine eindeutige Diagnose zu bekommen. Das könne aber nur geschehen, wenn die Blutzuckerwerte etwas stabiler und vor allem endlich niedriger wären. Na klasse!
 
Eine Operation stand für mich unter diesen Umständen nicht zur Debatte. Einen brechenden, schlecht eingestellten Diabetiker, mit mittlerweile auch grenzwertigen Nierenparametern aufschneiden zu lassen, um hinterher "vielleicht" eine gesicherte Diagnose zu haben, war mir dann doch zu wenig.
 
Aufgrund Felix' schlechter und unregelmäßiger Futteraufnahme erzielten wir bei der Einstellung mit Hypurin überhaupt keinen Erfolg. Die Werte waren besser als bei CAN, aber auch hier war Felix meist im 280 - HI Bereich. Einige Tage allerdings meinte er, er müsse auch unbedingt mal den physiologischen Blutzuckerbereich kennen lernen und erschreckte mich höllisch mit 2-stelligen Werten. Immerhin wusste ich jetzt, dass das Glucometer nicht defekt war.  
 
Felix bescherte diese Zeit der schwankenden Werte den Spitznamen "der Segler".
 
Wir hatten Januar 2006, Felix fraß immer noch schlecht,  meistens Trockenfutter und seit ein paar Wochen auch mal rohes Rind, Geflügel alerdings war von seinem Speiseplan verbannt.  Nassfutter wurde nur sporadisch gefressen und wenn überhaupt, dann garantiert  irgendwas mit wenig Nährwert.
 
Ich beriet mich mit Fories, kaufte fast jede vollwertige Futtersorte, die der Markt hergibt, bestellte auch im Internet jedes halbwegs gesunde Futter. Keine Chance, einzig und allein "Felix in Gelee" (die "alten" Schälchen ohne Zucker) durfte in den Napf.
 
Was in dieser Zeit an Futter in den Abfall wanderte, würde Tierheime vor Neid erblassen lassen.
 
Was war er doch für ein zähes Kerlchen und ich war ein bisschen stolz auf ihn, dass er sich trotz aller Widrigkeiten und meiner Unzulänglichkeit nicht unterkriegen ließ. Also packte ich meine Verzweiflung und Selbstzweifel in eine große Schublade und machte mich wieder ans Werk. Für meinen Segler musste und wollte ich stark sein.
 
Ich durchforstete nochmals alle Tabellen, was konnte nur die Ursache sein? Angefangen hatte das Erbrechen, als ich zu Hypurin wechselte. Sollte etwa das Insulin der Urheber sein? Schwer vorstellbar. Da wir aber auch damit keine guten Werte erzielen konnten, wanderte das Hypurin in den Mülleimer und ich nahm das Angebot aus dem Forum an,  versuchsweise Insuman Comb 15 zu probieren.
 
 
  • Insuman Comb 15
 
Mitte Januar 2006 starteten wir voller Euphorie mit diesem Insulin. Der Segler machte seinem Namen weiterhin alle Ehre, die Werte tanzten weiter hoch und runter, genau wie meine Dosierungen. Ich sah nicht ein, warum man immer die gleiche Dosis geben sollte, die PREs waren ja auch unterschiedlich. Nachdem ich reichlich ausgeschimpft wurde, hielt ich mich strikt an die Regeln, eine Dosis 5-7 Tage durchgehend. Es war so unendlich schwer, die Ungeduld zu bezähmen, aber zum allerersten Mal war ich in der Lage die Werte, die mir präsentiert wurden auch zu verstehen und in einen Zusammenhang zu bringen.
 
Natürlich war das einfach, bei niedriger Dosis über Tage waren die Werte immer schlecht, aber mit den Wochen und konsequenter Erhöhung, war ich in der Lage zu erkennen, welches Futter bei Felix wie anschlägt.  Endlich ein Lichtblick im Diabetesdschungel. Als wir in den Bereich kamen, dass die Werte unter 200 zum Nadir gingen,
besserte sich Felix Fressverhalten. Ich konnte es kaum glauben.
 
Alle anderen alten Probleme waren nach wie vor vorhanden. Felix  Hobby hieß: Erbrechen! Hinzu kamen immer mehr Schmerzen, plötzliche Bauchkrämpfe, deren Abstände immer kürzer wurden. Ich sprang bei jedem Geräusch aus dem Bett, um nach ihm zu sehen, nahm Urlaub, wenn's ihm schlecht ging und kontaktierte jedes Mal den Tierarzt.
 
Es gab fleißig Medikamente, sogar Cortison, Spritzen, regelmäßige Röntgenkontrollen, Ultraschall, Abtasten usw., die Ursache blieb ungeklärt.
Ich durchforstete das Angebot an Untersuchungen verschiedener Labore, ließ nochmals Blut abnehmen und bat zusätzlich um ein komplettes  Allergie-Screening.  Dabei wurden IgG und IgE bestimmt und es stellte sich heraus, dass Felix allergisch gegen Lamm, Ei und Kuhmilch ist und  eine hochgradige Futtermittelunverträglichkeit auf Rind hat. Sollte das Erbrechen nach konsequenter Futterumstellung endlich ein Ende haben?
 
Das Insuman 15 war gut, allerdings ließ die Wirkung bereits nach 6 Stunden nach und wir hatten exorbitant hohe PREs. Ich machte einige Testreihen, in dem ich die Dosis etwas reduzierte und dafür beim Nadir erneut etwas Insulin spitzte, aber auch mit diesem 4-maligen Spritzen konnte ich die Werte nicht stabilisieren.
 
Also bestellte ich  Hypurin Bovine PZI in der Apotheke. Lieferzeit 3 Wochen hieß es.
 
Aus 3 Wochen wurden 8 und ich war jede Woche mehrfach in der Apotheke, es kam und kam nicht, so dass ich die Bestellung nach 8,5 Wochen rückgängig gemacht habe. Das war ein echter Akt, da es 24 Stunden später urplötzlich verfügbar war.
Mit dem Insuman konnte es so aber auch nicht weitergehen, die Testreihe war zwar zu Ende, wir mussten wieder arbeiten und Felix segelte jeden Tag zweimal auf und ab in seinen Werten.
 
Diesmal beschloss ich die Sache selbst und allein in die Hand zu nehmen, viele Möglichkeiten ein anderes Insulin zu probieren, gab es nicht mehr. Viele Insuline, mit denen gute Erfahrungen bei Katzen gemacht wurden, sollten demnächst vom Markt genommen werden oder waren schon fort. Ferner  war es schwierig, an aussagekräftige Informationen zu kommen.
 
Ich wusste noch von einem Insulinanaloga  namens Lantus, aber alles, was ich bisher gehört hatte, machte mir wahnsinnige Angst. Was taten die Mädels da nur? Warum spritzten sie bei so niedrigen Werten noch so viel Insulin?
Ich verstand das alles nicht und deshalb wollte ich partout kein Lantus anwenden.
 
Also besorgte ich mir ein Arzneimittelverzeichnis "Rote Liste 2005" und erkundete die entsprechende Rubrik. Dabei fiel mir ein Insulin auf, welches erst seit Ende 2004 auf dem Markt war und mit dem es noch keinerlei Erfahrung bei Katzen gab, zumindest kannte ich niemanden. Es war ein Insulin, dessen Wirkweise sich vollkommen von den vorherigen unterschied.
 
Gänzlich von Urteilen befreit dachte ich: "Super, das nehmen wir".
 
  • Levemir
 
Ich halte es heute noch für Schicksal, dass sowohl diese PZI- Bestellung so daneben ging, als auch ich zufällig in dieser Zeit wieder mal Kontakt zu Fories hatte, von denen ich lange nichts gehört hatte. Mein Kühlschrank quoll langsam über mit verschiedenen Insulinsorten und ich nahm daher das Angebot einer Probeflasche Levemir dankbar an.
 
Am Ostersonntag 2006 spritzte ich zum erstem Mal Levemir und die Post ging ab. Ich wählte eine recht hohe Anfangsdosis, da Felix viel abgenommen hatte und ich nicht wochenlang in 0,25- Schritten erhöhen wollte. Auf einen MorgenPRE von 465 folgte erst ein langsamer Fall, der allerdings später etwas heftiger war. Der +7 trieb mir den Schweiß auf die Stirn und bei +8 gab ich 2 Esslöffel Katzenmilch und 5 Gramm Trockenfutter. Der Fall war gestoppt, und die Werte hielten sich. So niedrig wollte ich die Werte aber nun auch wieder nicht, also reduzierte ich die Startdosis um 0,25 IE  und kassierte prompt wieder zu hohe Werte.
 
Wir hatten sehr gute Erfolge von Anfang an, so dass ich schnell reduzieren musste, dann folgten 3 Wochen schwankender Werte und wiederholten  Dosierungserhöhungen.  Felix erholte sich rasant unter diesem Insulin. Es war kaum zu glauben, nach so unendlich langer Zeit hatten wir sein Insulin gefunden. Mittlerweile fraß er ausschließlich Nassfutter und ich konnte ihm immer öfter die gleiche Futtersorte hinstellen.  Die Werte stabilisierten sich.
 
 
Gleichzeitig erfuhr ich immer mehr über die Einstellung auf physiologische Werte und musste feststellen, dass ich ein Insulin gewählt hatte, welches  eine ähnliche Einstellung wie bei Lantus erfordert, da es ebenfalls ein Basal-Insulin ist.
 
Ich sträubte mich sehr lange und intensiv gegen diese Form der Einstellung, aber diesmal war ich chancenlos. Felix nahm mir die Entscheidung ab. Immer öfter tummelten sich seine Werte unter 100 und alle Versuche meinerseits, die Werte im mittleren Bereich zu halten, scheiterten. Heute halten sich seine Werte stabil zwischen 50-150, mit einigen Ausreißern nach oben und unten.
 
 
Felix fiel extrem langsam mit Levemir, so dass er auch bei BZ- Werten, welche mir das Blut in den Adern gefrieren ließen, niemals Anzeichen einer Unterzuckerung zeigte. Noch heute muss ich seine IE- Dosis geringfügig an die einzeln PREs anpassen.
 
 
 
Der Himmel verdunkelt sich
 
Das einzige, was mir Sorgen bereitete, waren seine immer wiederkehrenden, wirklich urplötzlich auftretenden Bauchschmerzen und Krämpfe. Meist waren diese Attacken durch Magensäureblocker und Schmerzmittel im Zaume zu halten. Aber er verweigerte jegliches Futter und man sah, dass er sich schlecht fühlte. Um ihm zu helfen, gab ich ihm immer mehr an Medikamenten, trotzdem verkürzten sich die Abstände dieser Attacken merklich.
 
Im Juni 2006 kontrollierten wir abermals den Bauchraum.
Dort konnte man  beim Ultraschall erstmalig etwas sehen, endlich!! Leider ließ sich nicht genau lokalisieren, ob es ein Tumor war (eher nicht) oder "nur" ein verdickter Lymphknoten. Ebenfalls  nicht zu erkennen war, ob sich "das Teil"  unter dem Darmnetz bildet oder an Bauchspeicheldrüse, Galle oder Leber hängt.
 
Eine erneute Ultraschall- Kontrolle im Juli und August ergab keine Veränderung. Auf dem Röntgenbild war ebenfalls nichts zu erkennen. Das Blutbild allerdings zeigte eine Anämie, obwohl die dafür auslösenden Parameter  alle im normalen Bereich lagen.
 
Eine Woche später bekam Felix nachts extreme Hechelatmung und sein kleines Herz raste, zwischendrin schrie er immer ohrenbetäubend laut. Nach 1 Stunde besserte sich sein Zustand und nach 2 Stunden war ihm nichts mehr anzumerken.
 
Ich war am Ende meiner Kraft, so viel hatte ich schon getan und versucht, was war bloß los? Und warum konnte ihm niemand helfen? So konnte es doch nicht weitergehen! Ich war vollkommen zermürbt, schlief seit Monaten nur noch 4-5 Stunden, mein Gewissen und meine Hilflosigkeit quälten mich zutiefst.
 
Neue Hilfe naht
 
Wieder waren es liebe Menschen aus dem Forum, die uns weiterhalfen.  Ich bekam Kontakt zu einer Dipl.-Biologin und einem humanmedizinischen Facharzt für Labor- und Transfusionsmedizin in Stuttgart.
 
Mit genauesten Anweisungen ausgestattet, ließ ich Felix erneut beim TA Blut abnehmen, sammelte Kotproben und sandte dieses an das Labor nach Stuttgart. Das Ergebnis war eine mittlere Katastrophe. Die Anämie war innerhalb einer Woche so weit vorangeschritten, dass Felix Leben an einem sehr dünnen Faden hing. Da kein eindeutiger Auslöser der Anämie ersichtlich war, gab es nur zwei Möglichkeiten: infektiöse oder toxische Anämie und nur eine Chance, sein Leben zu retten.  Ich sollte komplett alle Medikamente absetzen, nur noch Insulin und für 14 Tage Antibiotikum spritzen.  Eines war allerdings sonnenklar: Sollte die Anämie nicht zu stoppen sein und weiter so rapide voranschreiten,  würde Felix innerhalb von 2 Wochen das Regenbogenland erreichen. Es folgten zähe, endlos lange 2 Wochen, bis  Felix' Schleimhäute langsam wieder einen Hauch an rosa erkennen ließen. Währenddessen stand ich in ständigem Kontakt zu den beiden Stuttgarter Lebensrettern, die uns seit dieser Zeit mit sehr viel Engagement hilfreich zur Seite stehen.
 
Mittlerweile lag auch das Ergebnis der Kotuntersuchung vor. Eine Überbesiedelung normalerweise nützlicher Pilze, ausgelöst durch zu wenig Magensäure. Kein Wunder, bei den ewigen Gaben von Säureblockern gegen sein Erbrechen. Auch dagegen gab es ein Medikament und an dem Aufbau der Darmflora arbeiten wir - mittlerweile November 2006- noch immer.
 
 
 
Die Krönung
 
Die Anämie gerade überwunden, beobachtete ich einen plötzlichen und enormen Zuwachs von Felix' Bauchumfang, leichte Verstopfungsprobleme hatte er ja durch die angegriffene Darmflora sowieso.  Er konnte auch nicht mehr richtig springen, war aber sonst unauffällig. Ich glaubte an Blähungen, wurde aber von meinem Stuttgarter Helferlein zwecks Abklärung zum Tierarzt geschickt.  Ich fügte mich ungern, aber dem Himmel sei Dank.
 
Die Untersuchungen ergaben eine fast handballgroße, mit Flüssigkeit gefüllte Blase (evtl. Zyste) in seinem Bauchraum.  Es musste sofort punktiert werden, da eine unmittelbare Gefahr einer Ruption (platzen) bestand.
Es wurden 400 ml bräunliche Flüssigkeit in mehreren Punktionen unter Ultraschall-Kontrolle abgesogen und zwecks Bestimmung an die Labore gesandt. Noch immer war nicht zu erkennen, was diese Blase war oder woran sie
gewachsen war.  Wir besprachen lange die Möglichkeit einer Operation, um dieses Teil zu entfernen, da ich aber 10 Tage später in den Urlaub musste, verschoben wir diese Entscheidung auf die Zeit nach meiner Rückkehr.  Lediglich die Fülltendenz wollten wir vorher noch kontrollieren.
 
Exakt 4 Tage später war die Zyste wieder auf ca. 10x15 cm gefüllt. Das war eine so enorme Füllgeschwindigkeit, dass Felix am nächsten Tag operiert werden sollte. Das Risiko der Operation bestand hauptsächlich darin, dass der Tierarzt (Chirurg) nicht erkennen konnte, woran diese Zyste angewachsen war. Die Chancen standen genau 50/50, dass die Zyste überhaupt entfernt werden kann, denn sollte sie z.B. mit dem Magen verwachsen sein,  gäbe es keine Möglichkeit der Rettung, da man nicht ohne Magen leben kann. Ich ging dieses Risiko ein, da ich die Alternative - ständiges Punktieren -Felix nicht zumuten wollte, von den Schmerzen, den Infektions- und anderen Risiken mal ganz zu schweigen.
 
Am nächsten Morgen lag Felix unter dem Messer: Es war eine lange, schwere OP, der ganze Bauch wurde geöffnet und es waren alle Organe sichtbar. Einige riesige Zyste steckte in seinem Bauch, die fest mit der Milz und einem Teil des Darmnetzes verwachsen war. Die Zyste war halb gefüllt und schon wieder so groß wie ein Babykopf.
 
 
Der Tierarzt leistete hervorragende Arbeit: Er entfernte Milz, Zyste und ein Teil des Darmnetzes, machte eine schöne Intracutannaht, deren Faden sich von selbst auflöst und verklebte den Bauch zusätzlich mit einem speziellen Pflaster, damit Felix keinen Helm tragen musste.
Felix war gerettet!
 
 
Er litt zwar stark unter den Narkosenachwirkungen, fraß und trank nicht, präsentierte aber am Operationstag traumhafte Blutzuckerwerte.  Nach 12 Stunden ging es mit seiner Genesung rapide voran. Ich war so erstaunt, wie schnell und gut er alles verkraftete. Er fing an zu fressen und zu trinken, erbrach nichts, ging zur Toilette und bereits am 2. Tag setzte ich das Schmerzmittel ab. Die histologische Untersuchung ergab eine gutartige Geschwulst an der Bauchspeicheldrüse, welche eine Zyste gebildet hatte, die wiederum mit der Milz und dem Darmnetz verwachsen war (papillär-zystisches Adenom des exokrinen Pankreas).
 
Der Pathologe übrigens war schwer begeistert davon, da die Untersuchung eines solchen Operationspräparats für ihn eine Premiere war.
 
Heute ist die Operation 5 Wochen her und Felix geht es gut. Das Pflaster war bereits nach 5 Tagen vom Bauch geleckt, aber die Naht hat Stand gehalten.  Er sieht aus wie Kate Moss, dabei frisst er uns die Haare vom Kopf und hält uns immer noch mit seinen alten Leiden, wie Kötzeln und Bauchkahllecken auf Trab, aber was ist das schon? Kleinigkeiten. Seine Blutwerte bedürfen auch der Kontrolle, da einige arg aus dem Ruder waren und seinen Umfang beachte ich mit Argusaugen.
 
Den Segler interessiert das alles nicht.  Hauptsache, seine Näpfe sind gefüllt.
 
1. November 2006
 
Copyright Susan Speth, HH
 
 
Felix im Bild:
 
     
 
      
 
      
 
      
 
 
Seine OP