Tiergeschichten - Überblick

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HPKatzendiabetes


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Zecken (Holzbock)
 
Als wir unseren ersten Hund Derry hatten, kannten wir Zecken auf der Insel so gut wie gar nicht. Er holte sich immer nur welche auf dem Festland beim Wohnwagen, weil er sich dort unter den Büschen eingrub.
 
Doch jetzt ist hier auf Norderney das Zeckenparadies, vor allem in dem Teil der Insel, wo wir wohnen. Es fängt im frühesten Frühjahr, ja sogar an milden Wintertagen an. Beide Katzen und der Hund haben so viele Zecken, dass man sie nicht mehr zählen kann. Rekord waren bei Lara nach einem einzigen Spaziergang  28 Zecken (die wir gefunden haben). Bei dem langhaarigen Neufundländer findet man ja längst nicht alle.
 
 
Bonnie und Clyde und natürlich auch der Hund werden jeden Abend regelrecht „abgezeckt”. Wir sagen immer: It´s Zeckentime!! Wir tragen überall und nirgends Zeckenpinzetten bei uns, um sie auf der Stelle entfernen zu können. Und abends werden alle drei Tiere quadratzentimeterweise abgesucht. Sie lieben das und halten alle drei gaaaaaanz still, wenn wir eine Zecke entfernen müssen, oft am Lidrand oder an den Lippen. Selbst die zickige Bonnie gibt dann keinen Mucks von sich.
 
 
Manche dieser Zecken sind millimeterklein, andere wiederum so vollgesogen wie eine Bohne. Manchmal fallen sie auch Lara aus dem Fell, und man tritt drauf. Das sieht dann wie ein Marmeladeklecks aus.
 
Nur die braunen Weibchen beißen sich fest und saugen Blut. Die kleinen, fast schwarzen Männchen können sich recht schnell bewegen, haften ganz fest an der Haut fest , beißen sich aber nie fest. Sie suchen nur ein Weibchen. Oft entfernt man eine weibliche Zecke, auf der ein Männchen sitzt.
 
 
 
Jedes Zeckenweibchen soll an die 2000 Eier legen können, eine widerliche Vorstellung.
 
Natürlich gibt es Mittel dagegen, u. a. Frontline zum Sprühen. Aber Katzen lecken sich das ab und werden krank davon. Einen so großen Hund wie Lara kann man gar nicht 100%ig einsprühen. Dazu kommt dann noch, dass das Fell der Tiere vergiftet ist, und hier in der Nachbarschaft sind jede Menge Kinder, die die drei Tiere streicheln.
 
Es gibt auch Zeckenhalsbänder, aber die sind genauso giftig oder unwirksam. Die Katzen haben schon welche umgehabt und verloren. Oder sie wurden ihnen vom Hals geklaut, das kann auch sein. Gute Zeckenhalsbänder sind nämlich teuer, so um die 8 Euro. Bei der großen Lara reicht ein Zeckenhalsband nicht aus, es wirkt nicht bis in die Schwanzgegend.
 
Clyde, der gerne unter Büschen  Vögel belauert, hatte sogar mitten im Winter bei Schnee eine Zecke. Wahrscheinlich hat er sie mit seinem warmen Po  aus der Winterstarre erweckt.
 
Bei uns sitzen die Viecher im hohen Dünengras, aber auch unser Garten ist nicht mehr zeckenfrei. Das ist übrigens ein Tier, wo ich eine Phobie vor kriegen könnte. Ich hatte schon etliche Bisse, aber Gottseidank ist nichts passiert. Mit Borreliose ist nicht zu spaßen. Zwei  Kollegen von uns haben das  gehabt und leiden noch heute an den Beschwerden.
 
 
Lara ist gegen Borreliose geimpft. Bei Hunden geht das schon, bei Katzen und Menschen noch nicht. Alle drei Tiere hatten schon hässlich entzündete Zeckenbisse, die wir nicht rechtzeitig gesehen hatten. Dann gibt es jedesmal eine antibiotische Spritze vom TA. Von Lara ist schon mehrfach das Blut eingeschickt worden, deshalb ist die Impfung auf Dauer billiger.
 
Die  Frühsommer-Meningitis ist hier auf der Insel wohl  noch nicht aufgetreten. Im süddeutschen Raum  stehen manchmal  Zeckenwarnschilder in den Wäldern.
 
 
Soviel zu Zecken, dagegen sind Spinnen allerliebste Tiere!!