Tiergeschichten - Überblick

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HPKatzendiabetes


Eigene Geschichten 11
 
Cliffs Nachfolger Derry
 
Unseren zweiten Hund Derry vom Tannhorst bekamen wir im Alter von 8 Wochen vom gleichen Züchter wie unseren ersten Hund  Cliff. Der hatte seine Hunde so schön sozialisiert. Sie wuchsen vom ersten Tag an in der Familie mit Kindern auf. Die Hündin hatte ein altes Sofa ganz für sich. Damals fanden wir das witzig, heutzutage versucht Lara es genauso. Sie liegt auf dem Sofa und denkt, es gehört nur ihr. Aber sie lässt sich runterscheuchen, das wäre ja noch schöner!
 
Wir hatten Derry kaum eine Woche, als er plötzlich nicht mehr fraß und keine Verdauung mehr hatte. Er wirkte auch hinfällig. Damals gab es bei uns auf der Insel keinen Tierarzt. Deshalb packte mein Mann Alfred den Hund abends in eine Reisetasche, wir hatten gerade Osterferien, und fuhr vorsichtshalber mit ihm aufs Festland zu einem TA, der viel von Hunden verstand.
 
Dieser TA tastete den kleinen Hund nur kurz ab, da wusste er schon die Diagnose: Darmverschluss durch einen Fremdkörper. In Norden und Umgebung konnte das keiner operieren. Mein Schwager fuhr Alfred spät am Abend in die Tierklinik nach Oldenburg, 125 km entfernt. Dort ist eine sehr gute Klinik. Der TA war gerade auf einer Party, brach sie jedoch ab und rettete mitten in der Nacht in einer Notoperation unserem Derry das Leben. Ohne Operation hätte dieser die Nacht nicht überstanden.
 
Dann bekam der Welpe einen Dauertropf unterm Bauch angelegt, und Alfred fuhr alle 2 Tage nach Oldenburg zur weiteren Versorgung. Der Hund erholte sich prächtig, musste aber monatelang draußen einen kleinen Maulkorb tragen, damit er nicht wieder so etwas runterschluckte in seinen angeknacksten Dünndarm.
 
 
 
Derry buddelt in den Dünen, die wir vorher nach Fremdkörpern abgesucht haben
 
Fremde Leute, die ihn und uns gar nicht nicht kannnten, machten böse Bemerkungen, über den Hund und vor allem  über uns. „Mein Gott, so klein und schon so bissig!! Oder: „Sind Sie verrückt geworden, einem so jungen Hund einen Maulkorb anzulegen??” Manchmal wäre es wohl besser, den Mund zu halten.
 
Christine mit Derry, als er ein  Jahr alt ist
 
Mit Rinderbrühe, die er löffelweise bekam , haben wir ihn wieder ans Fressen gewöhnt, und er ist ein wunderschöner Neufundländer geworden, ganz außerordentlich lieb, beinahe schon kein Hund mehr, eher ein schwarzes gutmütiges Schaf. Er ist 12,5 Jahre alt geworden, das war in der damaligen Zeit sehr viel. Heutzutage gibt es das wohl öfter, früher sagte man immer, 10 Jahre wären die Grenze.
 
 
Derry im Alter von 12 Jahren