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Diabetische Neuropathie
 
„Warum läuft meine Katze so komisch?”, fragt sich manch ein Katzenhalter.  „Sie springt auch  nicht mehr so gut wie früher und hat Mühe, ins Katzenklo zu kommen. Es wird das Alter oder Arthrose sein.”
 
Der Tierarzt findet dann oft eine ganz andere Diagnose: Die Katze hat Diabetes! Der schlurfende Gang auf den Hinterbeinen (plantigrader oder bärentatziger Gang) und die verminderte Sprungfähigkeit sind erste Folgen eines nicht eingestellten Diabetes. Die Katze leidet an diabetischer Neuropathie.
 
 
 
 
plantigrader Gang
 
 
 
 
Was ist  zu tun?
 
Zunächst einmal muss der Diabetes behandelt werden. Mit zunehmend guter Regulierung verschwinden oft auch die neuropathischen Erscheinungen.
 
Ich kann an dieser Stelle nur von mir und den Katzen einiger Bekannten berichten.
 
Clyde hatte glücklicherweise   keine schweren   neuropathischen  Erscheinungen. Aber im Anfangsstadium seines Diabetes fiel   im Vergleich zu seiner Schwester Bonnie auf, dass er sich um das Springen drückte. Während sie leicht wie eine Feder auf den Tisch sprang, suchte er den Umweg über den Stuhl. Dank guter Einstellung und regelmäßiger Gabe von Xobaline (siehe unten) hatte er jedoch nie Beschwerden.
 
 
Außer der Behandlung mit Insulin  besorgten wir uns Methylcobalamin. Das ist ein Vitamin-B12-Derivat, nicht zu verwechseln mit Cyanocobalamin. Auch das gehört zur B 12- Reihe, wirkt aber nicht bei Neuropathie.
 
Methylcobalamin wird in den USA häufig diabetischen Katzen verabreicht in einer ziemlich hohen Dosierung.  In Deutschland ist es bisher nicht erhältlich.  Die uns empfohlene Dosierung  beträgt 1 Tablette am Tag (3 mg Methylcobalamin, 200 mcg Folsäure).  Man gibt sie auf nüchternen Magen, weil sie über die Schleimhäute aufgenommen wird. Die kleine, gut schmeckende Tablette kann heil oder über etwas Futter gebröselt oder in Flüssigkeit aufgelöst gegeben werden.
 
 
Die meisten Tierhalter, die mir bekannt sind und Xobaline (so heißen die Tabletten von Lifelink) verabreichen, haben gute Erfolge damit verzeichnet. Es ist jedoch eine Langzeittherapie, ich  gab es  Clyde prophylaktisch schon seit der Diagnose, also seit September 2001. Unerwünschte Nebenwirkungen habe ich  nie beobachtet. Ließ ich es jedoch längere Zeit weg, beobachtete ich eine  Verschlechterung der Sprungkraft.
 
 
 
Original Xobaline/Lifelink
 
Ob das Mittel in allen Fällen wirkt, vermag ich nicht zu sagen. Auf jeden Fall ist es mit einer guten Regulierung des Diabetes gekoppelt. Methylcobalamin allein reicht nicht, einigermaßen zufriedenstellende Blutzuckerwerte gehören dazu. Du solltest die Verabreichung von Methylcobalamin/Folsäure vorher mit deinem Tierarzt besprechen. Viele TÄ kennen es jedoch leider nicht.
 
Es kann mit VISA-Karte  via Internet aus den USA bestellt werden. Eine Dose reicht  für 60 Tage.
 
Hier ist Xobaline problemlos erhältlich:
 
 
 
 
Die Versanddauer beträgt etwa 14 Tage, manchmal auch länger, es wird über England ausgeliefert. Zollprobleme gibt es nicht.
 
In ganz dringenden Fällen empfiehlt sich eine Anfrage über das Forum, unter Dies und Das.
 
 
Auch in Europa gibt es Online-Shops, die  Methylcobalamin verschicken. Es sind meistens 1 mg-Tabletten, man müsste also 3 am Tag davon geben, wenn man die Dosierung von Xobaline/Lifelink erreichen möchte. Folsäure enthalten diese Tabletten nicht, die müsste man sich zusätzlich im Fachhandel besorgen, z.B. Folsan 400. (Auf 3 mg Methylcobalamin kommen 200 mcg Folsäure, dann hat man genau die Xobaline-Dosierung)
 
 
        
 
reines Methylcobalamin, links Tabletten, rechts flüssig
 
 
Bezugsquellen in Europa sind:
 
 
 
 
 
Flüssiges Methylcobalamin kann man binnen kürzester Zeit über einen Händler aus D erhalten. Im Vergleich zu Xobaline ist es  teurer. Es muss auch mit Folsäure ergänzt werden.
 
 
 
Hier ist ein  Bericht von Laurie über ihren Kater Jasper,  dem Xobaline/Lifelink  sehr gut bei der Bewältigung seiner Neuropathie   half. Der Bericht steht  leider nur auf Englisch zur Verfügung.
 
 
 
 
 
 
 
 
Alle Informationen beruhen auf meinen persönlichen Erfahrungen und geben meine persönliche Meinung wieder. Ich bin kein Tierarzt und übernehme keinerlei Haftung. Bitte sprecht die Therapie der Katze mit eurem Tierarzt ab. Jedes Kopieren, Einspeichern in automatisierte Dateien und Weiterverwenden der Texte und Bilder ist nur mit meiner Erlaubnis zulässig. Zuwiderhandlungen werden verfolgt. Helga Schoolmann