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Katzendiabetes- Urinprobe
 
Man kann zwar den Zuckerwert einer Katze im Urin messen, doch das macht wenig Sinn. Die Nierenschwelle , d. h. der Wert, bei dem der Zucker bei Katzen  über die Nieren ausgeschieden wird, liegt ziemlich hoch, bei ca. 290 mg/dl. Wenn man Zucker im Urin der Katze feststellt, hat man nicht den aktuellen Wert, sondern einen Durchschnittswert der vergangenen Stunden. Man  hat keinen Überblick darüber, wie hoch bzw. wie tief die Werte im Laufe des Tages eigentlich waren.
 
Mit Werten, die man durch  Hometesting bekommt, d. h. man misst mit einem Glukometer den Blutzuckerwert, kann man wesentlich mehr anfangen, weil sie den aktuellen Stand wiedergeben.
 
Das Testen auf Ketone erfolgt mit Ketostix oder ähnlichen Streifen über den Urin erfolgen. Urinketone sind ein erstes Warnsignal für Insulinmangel.  Es gibt auch ein Messgerät, das Blutketone misst, das Precision Xceed, aber es liegen noch keine Erfahrungswerte für Katzen vor. Wer mehr darüber wissen möchte, sollte mich privat ansprechen oder im Forum fragen. Für ketongefährdete Katzen finde ich es sehr brauchbar.
 
Als erstes Ergebnis auf Grund meiner Messungen kann ich nur sagen: Wenn ich keine Blutketone damit messe, hat Clyde auch keine Urinketone. Auf der anderen Seite hatte er schon hohe Blutketone, so hoch, dass sie für Menschen lebensgefährlich gewesen wären, aber im Urin zeigten sich bei ihm noch keine Ketone. Es ist daher anzunehmen, dass Katzen eine viel höhere Urin-Ketonschwelle haben als Menschen.
 
Wie komme ich an eine Urinprobe von meiner Katze?
 
Mein erster Versuch dauerte Stunden. Clyde, der sonst dauernd zum Katzenklo pilgerte, war durch mein Lauern in der Nähe des Klos so irritiert, dass er sich das Pipimachen stundenlang verkniff. Dann aber hatte ich Erfolg mit einer alten Kelle, die ich unter den Strahl hielt. Mittlerweile nehme ich eine ganz flache Schale oder halte den Keto-Stix direkt in den Urinstrahl.
 
Zur Not, wenn man das Tier nicht erwischt, kann man den Teststreifen auch in die frisch-feuchte Streu halten. Wenn Ketone vorhanden sind, färbt sich der Testreifen ein. Zur Probe sollte man jedoch die Streu mit Wasser testen. Eine chemische Reaktion der Streu ist nicht ausgeschlossen.
 
Mit der Zeit wird man jedoch sensibler für die Anzeichen, ob das Tier bald das Katzenklo aufsucht. Manche Tiere machen  zu ganz gewohnten Zeiten. Wenn man die Zeit etwa weiß, hält man seine Utensilien bereit. Clyde ist so ein Lieber, dem kann man sogar den Schwanz anheben, um das Schüsselchen darunterzuschieben. Wenn er erstmal angefangen hat, kann er nicht mehr aufhören! Auf den Gedanken, sich zu wehren, kommt er gar nicht! Da er Freigänger ist, verrichtet er seine Geschäfte nun wieder überwiegend draußen, da er nur noch selten uriniert. Auch dort habe ich ihn schon belauern müssen und den Teststreifen in die feuchte Erde gehalten.
 
Tipps von anderen:
 
  • Man kann den Testreifen direkt in den Strahl reinhalten. Das klappt bei uns nicht immer, weil Clyde mir meistens mit dem Gesicht gegenüber sitzt. Auch bei langhaarigen Katzen stelle ich es mir schwer vor.
 
  • Wie oben erwähnt, sollte man die Gewohnheiten des Tieres beobachten. Wenn die Katze zu einem bestimmten Zeitpunkt ihr Geschäft verrichtet, muss man eben gewappnet sein und seine Utensilien parat haben.
 
  • Statt Katzenstreu nimmt man feinkörnigen, gutgewaschenen Aquariumkies, der den Urin nicht aufsaugen kann. Es empfiehlt sich , dafür ein spezielles, kleines Katzenklo zu benutzen. In den angesammelten Urin kann man den Teststreifen eintauchen. Es soll noch nach Stunden funktionieren. Bei uns klappte diese Methode gar nicht, mein Gewohnheitstier ignorierte das neue komische Klo.
 
  • Manche Tierärzte halten für nierenkranke Katzen eine Streu bereit, die den Urin nicht aufsaugt. Die Methode ähnelt der mit dem Kies. Ich habe sie noch nicht ausprobieren können.
 
  • Andere haben es statt Streu mit Plastikschnipseln versucht.
 
Wahrscheinlich sollte jeder seine Methode finden. Es hängt auch ganz von der Katze ab, wie sehr sie ihre Intimsphäre wahren möchte:-)
 
Noch mehr Tipps:
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Alle Informationen beruhen auf meinen persönlichen Erfahrungen und geben meine persönliche Meinung wieder. Ich bin kein Tierarzt und übernehme keinerlei Haftung. Bitte sprecht die Therapie der Katze mit eurem Tierarzt ab. Jedes Kopieren, Einspeichern in automatisierte Dateien und Weiterverwenden der Texte und Bilder ist nur mit meiner Erlaubnis zulässig. Zuwiderhandlungen werden verfolgt. Helga Schoolmann