Herbsturlaub 2002 (2. Teil)
Das
Pestruper Gräberfeld bei Wildeshausen sieht auf den ersten Blick aus wie eine wunderschöne Heidelandschaft, auf der nur der Wacholder fehlt. Wenn man Glück hat, sieht man auch noch eine weidende Heidschnuckenherde, die dafür sorgt, dass die Heide nicht zuwuchert.
In Wirklichkeit ist es aber ein riesiger Friedhof aus der Zeit von 800 bis 400 v. Chr., der Bronzezeit. Die zahlreichen kleinen Hügel sind Gräber, in denen die Urnen der Verstorbenen beigesetzt wurden. Das ganze Gebiet steht unter Naturschutz und ist in seiner Art und Größe einmalig in Nordeuropa.
Lage des Pestruper Gräberfeldes, jeder braune Punkt ist ein Hügelgrab
Gräberfeld und Schafkoben
Nur eben über einen Kilometer vom Pestruper Gräberfeld liegen die
Kleinenknetener Steine, immer wieder aufs Neue faszinierend. Sie liegen versteckt in einem kleinen Waldgebiet und sind leider viel zu wenig bekannt. Dort befinden sich zwei große Großsteingräber aus der Steinzeit, ungefähr 5000 Jahre alt. Die Besonderheit des einen Grabes ist seine Größe (34 m mal 8 m) mit
drei Grabkammern.
Großsteingrab mit 3 Grabkammern
Die Besonderheit des anderen Grabes ist, dass es restauriert worden ist, d. h. man hat versucht, es so aussehen zu lassen wie vor vielen 1000 Jahren.
Mit Erde aufgefülltes Großsteingrab und Grabeingang
Funde aus diesen Gräbern befinden sich im
Oldenburger Landesmuseum für Natur und Mensch, das immer einen Besuch wert ist.
Grabfunde aus Kleinenkneten, zu sehen in Oldenburg
Als wir mit unseren Viertklässlern im Rahmen der Klassenfahrt nach Sandhatten diese Gräber besuchten, erregte das restaurierte Grab mit der Grabkammer höchste Aufmerksamkeit. Was würde man in der Kammer finden? Tote? Knochen? Waffen? Schmuck? Leider nichts davon, nur eine leere Cola-Dose!
***********
Und so machen unsere Fellmonster Urlaub:
Bonnie und Clyde