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Akromegalie
(Hypersomatropismus)
 
 
Bei Katzen mit einem insulinresistenten Diabetes sollte als mögliche Ursache neben Morbus Cushing auch an die Möglichkeit einer Akromegalie gedacht werden.
 
 
Akromegalie verläuft schleichend.Sie ist bedingt durch andauernde Hypersekretion von Wachstumshormon (Somatrotophes Hormon, STH).
 
Bindegewebe, Knochen und Organe zeigen ein überschießendes Wachstum. Die Hypersekretion von STH kann die Ursache für das Entstehen eines Diabetes sein.
 
 
Wie beim Menschen können auch bei der Katze große Mengen STH-Mengen von Hypophysentumoren abgesondert werden. Sie sind für das Entstehen des Krankheitsbildes verantwortlich.
 
Anzeichen:
 
  • Insulinresistenter Diabetes Mellitus
 
  • Zunahme der Körpermasse an Kopf, Abdomen und Gliedmaßen
 
  • evt. Gewichtszunahme
 
  • degenerative Gelenkerkrankungen mit Bewegungsstörungen
 
  • Vorstand des Oberkiefers und Vergrößerung des Zahnabstandes
 
  • evtl. Kardiomyopathie
 
 
Laborbefunde:
 
 
  • starke Hyperglykämie
 
  • viel Zucker im Urin
 
  • erhöhte Leberwerte
 
  • Hyperphosphatämie
 
  • Hypercholesterolämie
 
  • milde Erythrozytose
 
 
Die Diagnose ist nicht einfach. Der Nachweis erhöhter STH-Konzentrationen im Plasma (Bestimmung des IGF 1 Faktors ) ist nur in bestimmten dafür eingerichteten Labors möglich. Die Blutproben des Polypeptids STH sind bei Zimmertemperatur instabil. Sie müssen schnellstmöglich auf 4 ° C gekühlt und zentrifugiert werden. Aufbewahrung und Versand können nur in eingefrorenem Zustand erfolgen.
 
Die Vergrößerung der Hypophyse kann mit Hilfe einer Computertomographie (CT) sichtbar gemacht werden.
 
Mögliche Behandlung:
 
  • Entfernung der Hypophyse.. Dafür kommen europaweit nur wenige Kliniken in Frage. Danach müssen die Funktionen der Hypophyse künstlich ersetzt werden.
 
  • Medikamentöse Therapie (es liegen nur wenige Erfahrungen damit vor, häufige Injektionen, hohe Kosten)
 
  • Radiotherapie, Bestrahlung ( bisher liegen nur wenige Erfahrungen vor)
 
 
Prognose:
 
Ohne Behandlung der STH-Hypersekretion sterben Katzen mit Akromegalie nach einiger Zeit an kongestiver Herzinsuffizienz, Nierenversagen oder an den Folgen des wachsenden Hypophysentumors oder werden euthanasiert.
 
Über einen begrenzten Zeitraum lässt sich der insulinresistente Diabetes über hohe, über den Tag verteilte Insulindosen therapieren
 
 
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INFO: Bei uns im Katzendiabetes-Forum gibt es ein Unterforum Akromegalie.
 
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Erfahrungsbericht Martina/Bärli
 
 
 
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Alle Informationen beruhen auf meinen persönlichen Erfahrungen und geben meine persönliche Meinung wieder. Ich bin kein Tierarzt und übernehme keinerlei Haftung . Bitte sprecht die Therapie der Katze mit eurem Tierarzt ab. Jedes Kopieren, Einspeichern in automatisierte Dateien und Weiterverwenden der Texte und Bilder ist nur mit meiner Erlaubnis zulässig. Zuwiderhandlungen werden verfolgt. Helga Schoolmann