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Hypurin Bovine PZI und andere Insuline
 
Leider gelingt es nicht jedem , seine diabetische Katze  gut mit Caninsulin einstellen, und deshalb wird immer wieder nach Alternativen gesucht.
 
Einige Katzenhalter  versuchten es mit Rinderinsulin Depot CR von der Firma Hoechst (jetzt Aventis). Leider hat Aventis  die Herstellung aller tierischen Insuline beendet, da sie für den Humangebrauch nur noch sehr selten verwendet werden. Da Rinderinsulin dem Katzeninsulin am ähnlichsten ist, konnten mit CR in der Regel sehr gute Erfolge erzielt werden.
 
Rinderinsuline sind momentan nur noch aus England erhältlich. Mehrere von uns aus dem Forum benutzten Hypurin Bovine Lente, jetzt aber eher  Hypurin Bovine PZI von der Firma CP Pharmaceuticals, jetzt Wockhardt. Wir haben bisher  nur gute Erfahrungen damit gemacht. Es braucht seine Zeit, bis dieses Insulin sich eingenistet hat und eine gleichmäßige Wirkung zeigt. Man sollte also wie bei jedem Insulin mit einer niedrigen Dosierung beginnen und sich allmählich hochpirschen. Das kann viele Wochen und Monate dauern. Die Erfolge jedoch sind dann mehr als zufriedenstellend.
 
Im Forum kannst du in die Gesammelten Tabellen sehen.
 
 
Der Haken bei diesem Insulin ist sein Anschaffungspreis. Er liegt zwischen 56 und über 80 Euro, je nach Apotheke. Es lohnt sich deshalb, bei verschiedenen Apotheken nachzufragen. Viele von uns bestellen mühelos über eine Versand-Apotheke. Auch im Forum helfen wir dir gerne weiter. Da es aber ein 100-er-Insulin ist und eine 10-ml-Flasche 1000 IE enthält, eine 2,5 ml-Caninsulinflasche jedoch nur  100 IE, kommt man lange damit aus. Offiziell hält es 4 Wochen, in der Praxis benutze ich es jedoch mehrere Monate ohne Wirkungsverlust.
 
 
 
 
 
Andere Katzenhalter im Forum berichten über Humaninsuline, mit Verzögerungsfaktor, z. B. Insuman Basal 40, Insuman Comb 15 und 25,  Protaphan HM 40 und andere. Mit diesen Insulinen liegen uns jedoch auch keine längeren Erfahrungen vor. Bei Fragen zu diesen Insulinen bitte auch  im Forum melden!
 
 
 
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Erfahrungsberichte:
 
 
 
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1.  Helga und Clyde - Hypurin Bovine PZI
 
Jahrelang bekam Clyde Hypurin Bovine Lente, das jedoch zunehmend nicht mehr über 12 Stunden reichte.  Das lag aber mit Sicherheit an seinen erkrankten Zähnen, von denen wir damals nichts ahnten.
 
Nach seiner Zahnsanierung im Herbst 2005  wechselte ich  zu dem länger wirkenden Hypurin Bovine PZI und habe damit sehr erfreuliche Ergebnisse. Die vorher hohe Dosis konnte nach der Zahn-OP deutlich reduziert werden, das Insulin reicht mühelos über 12 Stunden. Tiefer oder heftiger Fall kommt bei Clyde nicht vor. Es geht ihm unter diesem Insulin sehr, sehr gut.
 
Helga
 
Juni 2006
 
Hier seine Werte mit PZI (mittlerweile bekommt er Levemir):
 
 
 
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2. Ingrid mit Schnurrli - Hypurin Bovine PZI
 
Schnurrli hat seit über 4 Jahren Diabetes. Begonnen hatten wir mit Caninsulin, damit kamen wir am Anfang eigentlich ganz gut zurecht, 12 Stunden hat es nie gewirkt, aber so auf 10 Stunden kam er schon, außerdem gab es damals in Österreich nicht wirklich viele Alternativen und die Tierärzte waren zu diesem Zeitpunkt, was Katzendiabetes betraf, noch ziemlich "ratlos". Gott sei dank, hat sich das in letzter Zeit etwas gewandelt. :-)
Mit der Zeit war es aber so, daß die Wirkungsdauer von Caninsulin immer kürzer wurde. Er fiel bis +3 und dann stieg er wieder an und war bei +6 wieder am PRE-Wert angelangt, wo er eigentlich erst nach 12 Stunden sein sollte. Ich wechselte auf Lantus. Am Anfang hat es gar nicht so schlecht ausgesehen, aber es gab keine Regelmäßigkeiten, er hat oft gegenreguliert, obwohl es oft keinen ersichtlichen Grund gab, zwischen durch hab ich Insuman Basal und Levemir probiert. Schnell stellte sich bei den beiden heraus, daß sie ähnlich wie Caninsulin wirkten. Schnell und stark, dann war's vorbei und er war wieder hoch, auch nichts...
 
Seit 14.7.05 verwenden wir Hypurin PZI.
 
 
Die Werte sind gut bis sehr gut. Wenn ich  im Forum oft andere Werte lese, bin ich wieder heilfroh, daß wir solche haben und möchte auch nicht meckern... 300er sehe ich sehr selten, bzw. wenn sie vorkommen, kann man den Grund meistens sofort ersehen, warum... dann is wieder irgendwas los...
 
Die pre's sind zwischen 200-250, teilweise pres sogar niedriger, Nadire um die 100 und dort bleibt er oft auch ganzen Tag drauf. Es gibt wenige Tage, wo das Insulin sogar 24 Stunden hält und unser Rekord war bei 27 Stunden. Ich habe aber nie feststellen können (konkret) woran das lag.
 
Was mir sooooooo gefällt bei dem Insulin ist, ich kann Schnurrli eine gute Morgen- und Abendmahlzeit geben (die er auch "braucht", sonst rennt er nervös herum), und noch weitere zwei kleine Zwischenmahlzeiten. Ich habe beobachtet je mehr ich zwischenfüttere umso schöner bleiben die Werte. Allerdings benötigt er ZUR Spritze doch die größere Futtermenge, da das Insulin nach ca. 3-4 Stunden eine starke Wirkung entwickelt. Fütterung is zur Spritze, Zwischenfütterung jeweils ca. 4 und ca. 8 Stunden später. Das sind die "Normal-Zeiten", wenn Schnurrli z.b. aber früher schon oben ist, kriegt er alles früher und wenn er zur normalen Zeit noch niedrig is, gibt's Insulin später. Stört in dem Sinn nicht, direkt an 12 Stunden halten wir uns selten. Es wirkt wunderschön gleichmäßig und er ist über viiiiiele Stunden!
in schönen Bereichen.
 
Wie immer :-)))))))))))))) betone ich auch HIER, daß dies hier unsere Erfahrungen sind und eine andere Katze schon ganz anders reagieren kann. Ich kenne diesen Kater in und auswendig und weiß wie er auf Insulin reagiert, deswegen kann ich auch nachspritzen (wie ihr aus der Liste ersehen könnt) wie ich es für richtig halte, muss dazusagen, würde aber nicht mal ich, als alter Hase, machen, wenn ich nicht zu Hause wäre! Hat auch bei anderen Insulinen NIE funktioniert nur hier bei Hypurin
 
Im Link könnt ihr unsere Werte nachsehen!
 
 
Für uns is das Hypurin PZI ein wunderbares Insulin, alle Insuline vorher wirkten weit nicht so gut wie dieses. Aber wie wir alle wissen: "Every cat is different" :-)))))
 
 
LG
Ingrid, Schnurrli & Murrli
November 2005
 
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3. Nicole und Lo-Si mit Hypurin Bovine PZI
 
Seit dem 21.10.2005 benutzen wir Hypurin Bovine PZI. Nach Caninsulin und Lantus  ist es unser drittes Insulin.
 
Von Anfang an hatten wir unter PZI recht gute Werte, mit wenigen Ausreißern nach oben oder unten. Die Werte waren insgesamt wesentlich berechenbarer als zuvor, Achterbahnfahrten gab es zu keiner Zeit.
 
PZI wirkt bei uns sehr gleichmäßig und über viele Stunden, steile Abfälle gibt es nicht und die Werte haben sich nun in einem Bereich stabilisiert, von dem wir ein ganzes Jahr träumten.
 
Unter diesem Insulin geht es Lo-Si so gut wie nie zuvor, der kleine Bursche ist viel agiler geworden, spielt wieder und ist wesentlich munterer.
 
Hier geht es zu unseren aktuellen Werten:
 
 
Nicole und Lo-Si
März  2006
 
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4. Nicole und Twix  mit Hypurin Bovine PZI
 
Kurz zur Vorgeschichte von Twix, die am 31.03.06 zu uns gekommen ist.
 
03.01.06
Blutentnahme beim TA, BZ 494 mg/ dl, Fructosaminwert 821.
Alle anderen Laborwerte, auch T4, in der Norm.
 
12.01.06
Ab hier 1 x tgl. 3 IE Caninsulin.
 
19.01.06
BZ-Kontrolle beim TA: +2 547. Die Dosis wurde auf  1 x tgl 4 IE erhöht.
 
02.02.06
BZ-Kontrolle beim TA: +2 394. Die klinischen Symptome besserten sich. Die Dosis wurde auf  1 x tgl 5 IE erhöht
 
10.02.06
BZ-Kontrolle beim TA: 400
 
Ende Februar
Für 3 Tage beim TA, dort wurden 3 TPs gemacht
 
Tag 1
PRE 549 5 IE Caninsulin
+2 510
+4 477
+6 446 2 IE
+8 414
 
Tag 2
PRE 546 7 IE Caninsulin
+2 485
+7 289
+9 297
 
Tag 3
PRE 450 7 IE Caninsulin
+1 394
+3 293
+7 272
 
Nun das deprimierende Zitat aus dem Originalbericht des TAs:
Die Einstellung der Katze stellte sich als sehr schwierig heraus. Sie scheint nur sehr langsam auf das Caninsulin zu reagieren, sie erreichte, trotz steigender Insulindosis bis auf 7 IE und zweimal täglicher Verabreichung, nie einen niedrigeren Wert als 272 mg/ dl. Und dies auch erst 7 Stunden nach der Insulininjektion. Anschließend stieg der Wert wieder an. Wegen dieser Tatsache wurde eine Insulinresistenz oder ein insulinunabhängiger Diabetes mellitus in Erwägung gezogen.
 
Die Besitzerin von Twix fand den Weg ins Forum, die Insulindosis wurde auf 2 x 1,5 IE gesenkt und es wurde mit Hometesting begonnen. Die BZ-Werte bewegten sich zwischen PRE 450-350 und Nadir um 200 - 280. Mitte März wurden Twix die letzten beiden Zähne gezogen, da sie stark entzündet waren.
 
Am 31.03.06 kam Twix zu uns, ihre Dosi musste sich aus persönlichen Gründen schweren Herzens von ihr trennen.
 
Twix neigt zu Nüchternerbrechen und soll daher besser mehrere kleine Portionen futtern. Deshalb, weil Lo-Si schon PZI bekam und es einfach besser in unseren Tagesablauf passte, habe ich bei Twix noch am Tag der Ankunft das Insulin gewechselt und sie bekam ebenfalls PZI.
 
Startdosis war 1 IE, die BZ-Werte lagen konstant bei 400 - 350. Am 3. Tag bekam Twix Ketone Stufe 1.
Daher spritze ich geringe Mengen Alt-Insulin gleichzeitig mit einer deutlich erhöhten PZI-Dosis, wenn ich die Werte ständig kontrollieren konnte. War ich nicht daheim, spritze ich kein Alt, sondern nur PZI.
Die Ketone waren nach 1 - 2 Tagen wieder negativ.
 
Die PREs lagen weiterhin zwischen 400-350, die Werte sanken zum Nadir durch Alt + PZI deutlich, aber langsam, zu einem schnellen, tiefen Fall kam es nicht.
 
Nach 1 Woche konnte ich auf die gelegentlichen Alt-Gaben verzichten, die Ketone waren während der ganzen Zeit negativ geblieben. Die PREs lagen jetzt alleine mit PZI bei ca. 200. Nach einer weiteren Woche musste ich die PZI-Dosis deutlich senken.
 
4 Wochen nach dem Start lag die Dosis bei 2 x tgl. 0,25 - 0,5 IE.
 
8 Wochen nach dem Start wird Twix nur bei Bedarf gespritzt.
 
Hier geht es zu unseren aktuellen Werten:
 
 
Nicole und Twix
Juni 2006
 
 
 
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5. Mona mit Nunu (Hypurin Bovine PZI)
 
                                                             
 
Die Geschichte vom Honeymooner Nunu unter PZI
 
Darf ich mich vorstellen, mein Name ist Nunu, ich bin ein temperamentvoller Spanier und lebe seit 17 ½  Jahren mit meiner Dosi Mona und meinen beiden Haremsdamen Chica und Chelina zusammen.
 
Anfang Dezember 2005 fühlte ich mich schlapp, trank Unmengen und pieselte entsprechend viel. Meine Dosi sah mich ganz besorgt an und rief den TA an, der ins Haus kommt, weil sie immer sagte, sie wolle mich auf meine alten Tage nicht rumzerren, tztztzt......alten Tage, ich bin topfit!  Der ältere nette Herr piekste mich dann in den Arm und nahm mir Blut ab, fand ich ziemlich ekelhaft! Nach drei Tagen bekamen wir dann das Ergebnis - Diabetis - Meine Dosi hatte ja schon den Verdacht auf Diabetis, denn sie steckte mir immer die Nase in den Mund und sagte "Nunu Du riechst nach Azeton wie meine Diabetiker-Freundin", ich hatte wohl sehr hohe Ketone. Der TA kam nochmal, drückte meiner Dosi zwei Fläschchen Insuman Basal 40 in die Hand und sagte ihr, sie solle mir täglich morgens 3 IE spritzen! Ja SPRITZEN, ich dachte ich hör nicht recht! Meine Dosi hat das dann täglich gemacht und ich merkte, dass es mir langsam besser ging, also hab ich's über mich ergehen lassen.
 
Meine Dosi fand nach ein paar Tagen die tolle Internetseite von Helga, der lieben Katzendiabetisprofidosi und dann gings erst richtig los! Sie piekste mich ständig ins Ohr, leuchtete mir sogar mit der Taschenlampe rein, drückte mir so eine komische Socke aufs Ohr, knetete ständig an meinen besagten Löffeln  herum und hörte einfach nicht auf mich zu betüteln und zu pieksen, betüteln, pieksen, betüteln, pieksen ............................! Ich habs dann irgendwann still hingenommen, weil ich danach immer so leckere Bonbons bekommen hab.
 
Die Dosis von 3 IE hat meine Dosimama dann auf 2 x täglich NACH BZ-Messen und  Futter verteilt, weil sie ja nicht wusste, ob ich auch wirklich fressen mag. Meine arme Dosi seufzte immer ganz laut und manchmal liefen auch Tröpfchen aus ihren Augen. Sie war sehr traurig, weil dieses piepsende Ding immer 500 oder HI anzeigte.
 
Das ging dann bis Ende Januar so, bis eine ganz liebe Forumsdosi uns ein kleines Fläschchen mit der Aufschrift Hypurin Bovine PZI per Post ins Haus schickte. Wir wechselten also das Insulin. Meine Dosi seufzte und heulte weiter denn ich kam fast nicht mehr in mein Katzenklo, weil meine Hinterbeine nicht mehr so richtig wollten. Noch eine liebe Forumsdosi, hey ich sags ja, da gibt's ganz viele nette ladies :! schickte uns dann eine Dose Xobaline. Wenn ich gewusst hätte wie ekelig die nach Kirsche schmecken.........na ja ich hab sie dann irgendwie doch hinuntergewürgt.......und siehe da, nach ein paar Wochen konnte ich wieder super über das Katzenklotreppchen steigen.
 
Meine Dosi hörte plötzlich auf zu seufzen und es liefen auch keine Tropfen mehr aus ihren Augen. Das piepsende Ding zeigte dann nur noch BZ-Werte zwischen 100 und 300 an, meine Dosi war glücklich und mir gings gut. Doch einige Tage später bekam ich wieder unsäglichen Durst, erbrach alles was ich fraß und mir gings so richtig Sch...... Der TA kam wieder ins Haus, übrigens ein anderer, der gaaaaanz viel über Zuckerschnuten und CNIchen weiß...... und wieder wurde mir Blut abgenommen. Meine Nierenwerte waren katastrophal und meine Dosi fing auch noch an mich zwei mal am Tag zu infundieren (das sind Flüssigkeitsinfusionen direkt unter die Haut). Sie stopfte mir Futter ins Mäulchen, dabei wollte ich doch nicht mehr fressen! Das hat sie dann eine Woche durchgehalten und plötzlich hab ich wieder Appetit bekommen.
 
Meine BZ-Werte gingen runter bis auf 50 und ich brauchte kein Insulin mehr. Ich bekomme seither Nierendiätfutter, das mir, Miezegott sei Dank sagt meine Dosi, richtig schmeckt und auch die BZ-Werte nicht ansteigen lässt! Das PZI bleibt seitdem unberührt im Kühlschrank! YEAH! Ich brauch es jetzt seit genau drei Wochen nicht mehr, ich kann wieder laufen, springen und sogar schlägern macht mir wieder Spaß! Ich hab wieder einen gesunden Appetit, manchmal zu gesund sagt meine Dosimama und gibt mir immer nur ca. 50g vier mal am Tag, damit diese Bauchspeicheldrüsenpumpe auch weiter so schön mitstottert! Sie sagt immer "Nunu-Bär ist im Honeymoon", was immer das bedeuten mag - mir geht's so richtig gut!
 
Oh happy day! Das schafft ihr doch auch oder ?
 
Ach ja, und ich liebe meine Dosi mehr denn je und sie mich erst....., ich sags Euch, ich knutsche sie jede Nacht unter der Bettdecke:
 
Und die liebe Dosidame aus dem Katzendiabetisforum möchte ich doch jetzt mal ganz persönlich mit einem lieben Stubser grüssen und von Herzen DANKE sagen, weil meine Dosimama immer sagt "ohne Helga und den netten Leuten aus dem Forum hätten wir das nie hingekriegt!
 
Liebe Grüsse an die Zuckerschnuten von Nunu-Macho - ach ja und so ein bisschen könntet Ihr mir die Pfoten drücken, dass alles so super bleibt wie es ist!
 
München, 29.3.2006
 
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6. Doris/Kleines zu PZI plus Altinsulin
 
Mein Erfahrungsbericht mit PZI
 
Kleines und ich haben bereits mehrere Insuline ausprobieren müssen, weil Kleines immer wieder eine Insulinresistenz entwickelte.
 
Außerdem konnten wir, trotz aller nur vertretbaren Diagnostiken, nicht herausfinden, warum Kleines immer wieder Ketone entwickelte und mehrmals eine schwere Ketoazidose durchmachen musste, die ich zwar jedes Mal wieder in den Griff bekam, Kleines jedoch stark belastete.
 
Das letzte Insulin (Monotard) vor PZI bescherte uns zwar sanfte Blutzucker-Abfälle, hielt aber leider nicht lange genug an und die Ketone tauchten auch wieder auf.
 
Die Wirkung des PZI hingegen scheint nun endlich einmal lang genug anzuhalten. Für Kleines Sonderfall fing ich mit einer relativ hohen Startdosis an und musste ca. 2 Wochen auf einen Einbruch in den BZ -Werten warten.
Als sich die Werte langsam in den unteren 300er Bereichen aufhielten, erhöhte ich nach angemessener Zeit schrittweise.
 
Auffällig war, dass die Werte nach einer Insulinerhöhung zunächst um einige Punkte anstiegen, der Gedanke an eine Gegenregulation also immer gegenwärtig war. Zum Glück ist bei der langsamen Wirkweise von PZI kein Somoghyi eingetreten, denn das habe ich natürlich immer wieder ausgetestet.
Da Kleines unter PZI auch zwischendurch fressen kann, sich also nicht an feste Fresszeiten halten muss, kann ich das Haus mit einem relativ guten Gefühl verlassen und auch längere Zeit weg bleiben. Ich lasse dann immer einen Napf mit Fressbarem stehen.
 
Die Keton-Problematik konnte ich unter PZI auch lösen!
 
Nach langwierigem Austesten und irrsinnig viel BZ- und Blutketon- Messungen (teuer!!) habe ich es gewagt Kleines auf PZI mit Alt Injektionen in Kombination "einzustellen". Der Erfolg ist, dass Kleines seit der Gabe dieser Kombination überhaupt keine Ketone mehr hat, sich ausgesprochen gut fühlt und kein Fremder glauben mag, dass dieser Kater überhaupt eine chronische Krankheit hat.
 
Ich hoffe nun von ganzem Herzen, dass sich nicht wieder eine Insulinresistenz entwickelt bzw. dass ich einer möglichen Resistenz mit entsprechend hohen Dosen entgegenwirken kann.
 
Die BZ liegen beim Pre-Wert meistens im mittleren bis oberen 200er -Bereich und beim Nadir im mittleren bis unteren 100er-Bereich. Selten unter 100.
Die Blutketone sind fast immer bei 0,0 bis max. 0,2.
 
Wir können also einen Erfolg auf der ganzen Linie verbuchen.
 
Für Antworten auf evtl. Fragen stehe ich gerne zur Verfügung. (duis-t@web.de)
 
Liebe Grüße von Doris mit Kleines
 
 
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Andere Insuline
 
1.  Conny /Lieschen zu Insuman Comb 25 und Insuman Basal
 
 
 
Nachdem sich bei Lieschen nach einer schweren Infektion mit Caninsulin nichts mehr tat, probierten wir zunächst Hypurin Lente aus. Damit waren aber Lieschens derzeit noch sehr hohen Werte nicht in den Griff zu bekommen, das Lente schien einfach zu langsam zu sein. Da mir nach Lieschens monatelangen hohen Werten und zusätzlichen Zahn-Ops und lebensbedrohlichen Infekten die Geduld langsam ausging, entschloss ich mich zu einem Wechsel auf ein schneller wirkendes Insulin. Jemand konnte mir Insuman Comb 25 zur Verfügung stellen, es enthält einen Anteil an schnell wirkendem Insulin.
 
Die ersten gemessenen Nadire waren ein Traum. Ich hatte garnicht gewusst, dass Lieschen überhaupt 100er Werte produzieren kann. Ich war euphorisch. Allerdings nicht lange, denn die Pres änderten sich nicht. Sie blieben bei 400er Werten stecken, ich konnte machen, was ich wollte. Eine Erhöhung des Insulins brachte ziemliche Abstürze auf Werte unter 100 in rasantem Tempo. So hatte ich mir das nicht vorgestellt. Mehrere Tests gaben dann Gewissheit: das Insuman Comb 25 bewirkte einen rasanten Abfall der Werte in gute Bereiche, hielt aber nicht 12 Stunden vor. Der Nadir befand sich irgendwo bei +4 bis +6 und ab da stiegen die Werte wieder zügig an. Allerdings gab es auch Tage, in denen Lieschen mir von einem 400er Pre auf einen Wert unter 100 in nur 2 bis 3 Stunden abfiel. Lieschen ist keine große Gegenregulationsmeisterin, deshalb war unter diesen Umständen dann wieder gut, dass die Wirkung des Insuman, zusätzlich noch mit Futter abgefangen, auch bald wieder verpuffte.
 
Von einem Wechsel zu Insuman Basal erhoffte ich mir zweierlei, einen etwas gebremsten Fall der Werte und eine längere Wirkdauer. Beides war vorhanden, aber nur minimal spürbar. Die Werte stürzten nun nicht mehr berechenbar ab, sondern nur manchmal, das trug nicht gerade zu meiner Beruhigung bei. Insuman Basal wirkte zwar scheinbar etwas länger als das Insuman Comb, aber die Pres befanden sich nach 12 Stunden wieder auf einem hohen Niveau. Eine Senkung der Dosis ergab weniger Abstürze, dafür aber Werte auf höherem Niveau. Eine Steigerung der Dosis, vorsichtig am Wochenende vorgenommen, ergab steilere Abstürze aber keine längere Wirkdauer.
 
Die hohen Pre-Werte waren zu der Zeit wohl unter anderem auch Lieschens noch teilweise vorhandenen, aber dank FORL langsam sich auflösenden Rest-Zähnen zu verdanken. Zudem kämpften wir auch mit einem chronischen, immer wieder aufflackernden Bronchialinfekt. Allerdings machte mich die Tatsache stutzig, dass unter diesen Umständen Lieschen schon heftig genug auf das Insuman reagierte. Eigentlich hätte sie unter den Voraussetzungen nicht so sehr vom Pre zum Nadir runtersausen dürfen. Die hohen Pres waren demnach offenbar auch eine Folge der regelmäßigen Tiefflüge.
 
Fazit: Insuman Basal oder Insuman Comb 25 sind eigentlich tolle Insuline, die bestimmt bei der einen oder anderen Zuckerschnute gute Werte zaubern können. Man muss allerdings genau acht geben und am Anfang viel messen, um herauszufinden, ob es Abstürze gibt und ob das Insulin über 12 Stunden reicht. Gibt es diese Abstürze und reicht das Insulin nicht über 12 Stunden, sollte man besser wieder wechseln.
 
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3. Marisa und Tiger zu Ultratard
 
Hier mein Bericht über Ultratard:
 
Das ist ein 40er-Humaninsulin (Verzögerungsinsulin). Es soll bei Menschen 24 – 36 Stunden wirken.
 
Doch da ja Katzen bekanntlich einen schnelleren Stoffwechsel haben, waren Tigers Nadirs bei +4/+5,  und ich musste es auch 2x spritzen.
 
Tiger hatte mit diesem Insulin z.T. recht steile Kurven – z.B. „Abstürze“ von ca. 300-350 mg/dl in 4 Stunden mit anschließendem Somogyi, d.h. PRE-Werten von über 400.
 
Es ist also mit viel Vorsicht zu verwenden, da auch schon sehr kleine Erhöhungen der Insulinmenge (0,1-0,2 IE) deutliche Veränderungen hervorriefen.
 
Vor dem Hometesting jedenfalls hatte er damit schon mehrere Hypos, einige waren so schwer, dass er bleibende Schäden davongetragen hat (Muskelzucken im Bereich der Schnauze).
 
Das einzige was mich stört an diesem Insulin ist, dass er meist zu hohe „Spitzen“ (PRE-Werte über 350) hatte und ich die nur mit geringen Gaben Alt-Insulin wegspritzen konnte, was ich aber aus Zeitgründen nicht täglich kann und was mir auch nicht so gefällt… Deshalb meine Suche nach einem anderen besseren Insulin :-))
 
Marisa
 
 
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4. Maggie und Charly zu Insuvet Protamine Zinc (PZI)
 
Erfahrungsbericht :
 
Insuvet Protamine Zinc ist ein Langzeitinsulin und hat laut Beschreibung eine Wirkzeit von 12 bis 24 Stunden. Bei Charly ist der Nadir bei 10 bis 12 Stunden. Momentan ! Er hatte auch schon Nadirs mit 14 Stunden gehabt. Als wir letztes Jahr im Juli von Caninsulin auf Insuvet Protamine zinc gewechselt haben, haben wir es uns lange überlegt, da das Insulin in England besorgt werden muss. Charly kam aber mit dem Caninsulin absolut nicht klar und seine Bauchspeicheldrüse erst recht nicht, immerhin hatten wir es mit Caninsulin 6 Monate versucht. Da unser Tierarzt nur das Caninsulin kannte und offen für eine Kollegenmeinung war, konnten wir das gemeinsam klären.
 
Eine befreundete Tierärztin aus England hat uns zu Insuvet Protamine zinc geraten, nachdem sie sich ausführlich über die Situation und das Essverhalten von Charly erkundigt hatte. Wir können außer bei der Internationalen Apotheke das Insulin auch bei ihr bestellen. Das war gut und wir entschlossen uns mit dem Insulin zu starten.
 
Meine Erfahrung dazu ist, dass es Charly sehr besser ging und er schnell keine Achterbahnfahrten in den BZ Werten mehr hatte. Er verträgt das Insulin(" Rindinsulin") besser und sein Essverhalten passt zu der Langzeitwirkung.
Zuerst spritzen wir zweimal täglich und spritzten dann nur noch einmal am Tag.
 
Es ging Charly sehr gut damit bis er wieder seine Harnwegsinfekte bekam, da klappte es nicht mehr mit dem einmal täglich spritzen. Seit einigen Wochen spritzen wir wieder zweimal täglich, da hat er auf einmal wieder angefangen, Achterbahn mit seinen Werten zu fahren. Seit wir wieder täglich zweimal spritzen, sind die Achterbahnfahrten vorbei, und die veränderten Werte zeigen sich nur, wenn ein Infekt besteht oder er wieder zuviel Magensäure hat, bedingt durch seinen erhöhten Harnstoff. Ohne Hometesting hätten wir die unterschiedlichen Einstellungen allerdings nicht herausbekommen. Für seine Magensäure nehmen wir jetzt die amerikanische Ulmenrinde, sie ist echt ein Wundermittel.
 
Maggie & Charly
 
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5. Jürgen/ Susi  mit Dicker und Insuvet  Lente (Rinderinsulin)
 
 
Der "Dicke" berichtet:
 
Ich denke mal es wird besser sein diesen Bericht in die eigene Pfote zu nehmen, schließlich geht es ja um mich. Mein Name ist Dicker, obwohl dies inzwischen nicht mehr stimmt, da ich ja schön abgenommen habe. Aber nun gleich los mit meinem Horror. Der begann im Juni dieses Jahres. Meine Dosis waren gerade im Urlaub, als ich mich von Tag zu Tag schlechter fühlte. Ich musste oft ins Klo und wunderte mich was da für Mengen herauskamen. Am liebsten hätte ich nur noch geschlafen und wäre den ganzen Tag auf dem Fliesenboden in der Küche liegen geblieben.
 
Zum Glück waren die Dosis nur für eine Woche weg und bemerkten die Riesenklumpen im Katzenklo und wunderten sich, dass ich auf dem Balkon immer aus der Gießkanne trinken wollte. Komischerweise trank ich nur dort , so dass die Dosis zuerst glaubten, dies sei eine neue Marotte von mir. Ich habe nämlich so einige Angewohnheiten. So esse ich z.B. mit der Pfote. Ausgerechnet war dies auch noch die Zeit, in der es ziemlich warm wurde in Berlin und die Dosis zuerst dachten, ich wäre deshalb so kaputt.
 
Glücklicherweise ist die Dosi Krankenschwester und bemerkte meinen komischen Geruch am Mäulchen(nach Aceton) und ab ging´s zur Tierärztin. Das war dann auch höchste Zeit, noch etwas länger und ich wäre über den Regenbogen gegangen. Alles war bei mir durcheinander geraten. Die Leberwerte waren grauenvoll und die Nieren auch nicht viel besser und natürlich war der Blutzucker auch wesentlich erhöht. Das schlimmste war aber eine Ketoazidose, welche aber durch die Ärztin sofort behandelt wurde und ich noch mal mit sechs meiner sieben Katzenleben davon kam. In der Folgezeit musste ich oft zu Infusionen und meine Nieren und Leberwerte normalisierten sich langsam. Jetzt wurde mit der Behandlung meines Diabetes begonnen. Wir sollten 2x am Tag 3 IE Can spritzen und die nächste Kontrolle des BZ so in 3-4 Wochen machen lassen.
 
Dies kam der Dosi irgendwie komisch vor, wie gesagt, sie ist Krankenschwester und misst den Patienten auch regelmäßig den BZ, warum also bei Katzen nicht? Zum Glück fand sie dieses tolle Forum im Internet und begann zu lesen. Sofort wurde ein Gerät zum BZ-Messen angeschafft und ich musste mich in meine Löffel pieksen lassen. Nachdem ich schon eine Weile die gleiche Dosis Can-Insulin bekam und trotzdem keine große Veränderung der BZ-Werte erreicht wurde, ging es richtig an meine Löffel und ich wurde mehrmals täglich zur Blutspende gezwungen. Das war natürlich nicht so schön, aber da ich danach meist etwas Huhn bekam, bin ich nach einiger Zeit sogar freiwillig zu dieser Aktion erschienen. Außerdem bin ich auch ein gaaanz lieber Kater, der sich so einiges gefallen lässt.
 
Na gut, wer dies hier liest hofft natürlich irgendwelche nützliche Infos zu finden und nicht mein ganzes Leben zu erfahren. Über 3 Monate wurde nun Can in mein Fell gepiekst und zwar mit sehr unterschiedlichen Erfolg. Zum Beginn reagierte mein Körper ganz gut darauf, so dass meine Dosis schon fast von einer gewissen Einstellung redeten. Aber dann passierte wieder kaum etwas nach dem Fellpieks und ich musste wieder zur Ärztin, welche nach wie vor Hometesting für Quatsch hielt. Sie stellte nun eine Mandelentzündung und einen Abszess an meiner Analdrüse fest. Ab sofort erhielt ich ein Langzeit-AB. Bei der Nachkontrolle sagte die TÄn es sei schon fast wieder alles OK mit mir und gab mir noch einmal das AB. Mein Dosi versuchte wieder einmal mit der Ärztin über die richtige Insulinmenge zu sprechenn erhielt aber keinerlei nützliche Info sondern nur Antworten wie: Das ständige Messen sei unnötig und verstöre mich nur. Den Spruch fand ich ja nicht schlecht aber ich wollte ja auch das mir geholfen wird. Jetzt hatte der Dosi die Nase voll und meldete sich bei Helga. Er erhielt sofort eine Antwort und konnte sie sogar zu Hause anrufen. Der Dosi erhielt viele nützliche Tips und versuchte weiterhin diese "Einstellung"
mit Can zu erreichen. Die Werte spielten weiterhin vollkommen verrückt und trieben meine Dosis weiterhin zu Tränen.
 
Der beste Tip aber kam von Helga und Monika auf meine Anfrage nach einem ahnungsvollen Tierarzt in Berlin. Einen besseren TA für die Berliner Zuckerschnuten kann man sich wirklich nicht wünschen! Der stellte mich bei meinem ersten Termin wirklich auf den Kopf und unterhielt sich ganz lange mit den Dosis. Als erstes stellte er fest, dass die Mandelentzündung noch voll im Gang war und ich auch noch Fieber hatte. Nun bekam ich ein anderes AB, was viel besser wirkte. Bis er ein vollständiges Bild von mir hatte, mit allem was dazu gehört, bekam ich nur noch eine geringe Menge Can, da er sowieso einen Neustart mit Rinderinsulin geplant hatte.
 
Ach so, etwas sehr Wichtiges hätte ich fast vergessen. Meine Dosis gaben mir gleich nach dem Lesen im Forum nur noch die empfohlenen Futtersorten, setzten mich ein wenig auf Diät und fütterten mich ins Insulin hinein. Die Hälfte des Futters vor dem Spritzen, den Rest ca. 1,5 Std. danach und am Wochenende sogar 3 mal aufgeteilt. Außerdem bekomme ich jeden Tag Taurin und Xobaline.
 
Neustart mit Insuvet Lente (Rinderinsulin)
 
Um es vorweg zu sagen, ich schreibe hier gerne über meine Erfahrungen mit diesem Insulin, aber selbstverständlich lassen die sich nicht auf andere Katzen übertragen! Jede Katze ist anders und so muss wirklich jeder Dosi mit der Zeit zum kleinen Experten seiner Katze werden. Leider muss man ja davon ausgehen das man seinem Liebling das ganze Leben lang das Insulin geben muss das er benötigt. Der Neustart begann bei uns mit 1,6 IE welche aber wie vom Dok schon vermutet zu wenig waren. Die Dosis musste also wesentlich erhöht werden. Selbstverständlich war auch uns anfangs nicht wohl dabei und der Gedanke an Unterzuckerung war immer gegenwärtig. Bei Can hatte unser Dicker ja schon mehrmals gegenreguliert. Da der Dicke aber schon inzwischen viel zu lange hohe BZ-Werte hatte und inzwischen auch eine schlimme Neuropathie entwickelte, wollten auch wir ihn möglichst schnell mit niedrigen Werten sehen. Mit der nächsten Erhöhung der IE war er dann wenigstens schon einige Stunden unter der Nierenschwelle, reagierte aber immer noch etwas zu wenig auf diese Dosierung. Es musste also doch noch etwas Anderes in seinem kleinen Körper mitwirken. Nachdem wir dem Dok erzählten, dass der Dicke zu selten käckert und pieselt, wurde er geröntgt und festgestellt, dass sowohl Darm wie auch Blase voll waren. Er hatte nun auch noch eine Blasenentzündung und musste etwas zum Darmentleeren einnehmen. Das AB wurde auch gewechselt.
 
 
Die Blasenentzündung wurde überwunden, aber die BZ-Werte waren immer noch nicht zufriedenstellend. Da zu diesem Zeitpunkt unser Urlaub begann, stimmte ich mit mulmigen Gefühl zu noch mehr Insulin zu spritzen. Ich hatte ja im Urlaub die Möglichkeit die BZ-Werte ständig zu kontrollieren. Wir erhöhten also noch einmal. Mit dieser Dosierung über ca 2 Wochen hatten wir immer öfter niedrige Pres und Nadire. Natürlich sollte gerade jetzt mein Urlaub enden, ich nahm mir weitere 2 Wochen.
Anders als bei Can mussten wir auch bei niedrigen Pres fast die vollen Einheiten spritzen, um nicht wieder in hohe Werte zurückzufallen. Auf Grund dieser Erfahrung, dass dies bei unserem Dicken so war, wurde ich mutiger, natürlich unter ständiger Kontrolle des BZ und der Ketone. Ich steigerte ein weiteres mal. Nun zeigten sich an 2 Tagen wieder hohe Pres, was nun? Unter Can hätte ich jetzt reduziert. Da der Dicke aber bisher bei diesem Insulin nicht einmal gegenreguliert hatte und das trotz zeitweiligen Fällen von über 200 in den ersten Stunden, blieb ich bei der selben Dosierung und tat wie ich heute weiß genau das richtige. Zum erstenmal sahen wir Nadire unter 90 mg/dl. Zur Zeit der Entzündungen und der Gabe von AB lag der Nadir übrigens bei ca +6 und verschob sich immer weiter nach hinten bis auf +9. Die Wirkung hielt bei uns immer länger als 12 Stunden. Die Pres gingen (natürlich mit Ausreißern) von Tag zu Tag weiter runter und ich war nur noch am Reduzieren und zwar innerhalb von 8 Tagen fast um die Hälfte. Unser Dicker, der ja leider gerne frisst, freute sich, da er sich endlich mal wieder richtig sattfuttern konnte. Er bekam jetzt fast jeden Tag zur Sicherheit bei niedrigen Werten in den ersten Stunden zusätzliches Futter. Wir hatten einige Schweißausbrüche, die sich aber im Nachhinein mehr als gelohnt haben. Nach der letzten hohen Dosierung folgte am 15.11.06 ein M-Pre von 36 und 16 Std. Insulinfreiheit. Danach 1.Tag 0,3 IE, 2.Tag 0,5 IE, 3.Tag 0,1 IE und 4./5.Tag Touch. Seit 21.11. 2006  welch Riesenfreude:  Honeymoon. Seit 17 Tagen hat er einen BZ von unter 50 mg/dl kann inzwischen wieder schnell laufen und hat sogar schon seine ersten Sprünge gemacht. Glücklicher als wir im Moment kann man kaum sein.
 
 
Bei unserem Dicken war diese Vorgehensweise die richtige Entscheidung, welche mit viel Glück sogar zum Honeymoon geführt hat. Bei ihm musste anscheinend eine gewisse Grenze durchbrochen werden, um seine Bauchspeicheldrüse zu überreden wieder allein die Arbeit aufzunehmen. Dies ist alles nicht auf andere Pelzis zu übertragen und war auch nur möglich, da wir einen Diabetesspezialisten als TA haben, den man zu jeder Zeit anrufen kann, und wir, da wir uns Urlaub genommen haben, sehr engmaschig BZ-Kontrollen durchführen konnten. Die Gefahr der Unterzuckerung wäre sonst zu groß gewesen! Zum Insulin kann ich nur sagen das es in unserem Fall genau das richtige war.
 
Wir wünschen allen Zuckerschnuten gute Besserung und den Dosis alles Glück der Welt, dass es bald mit der richtigen Einstellung oder sogar mit noch  mehr klappt!!!!
 
Susi, Jürgen, Simba und unser Honeymoonlein
 
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Weitere aktuelle Erfahrungsberichte erhältst du im Forum auf Anfrage.  Dort stehen auch aktuelle Tabellen zur Einsicht für alle.
 
 
 
 
Letzte Meldung (Oktober 2009):
 
Es wird zunehmend schwieriger wenn nicht unmöglich, in Deutschland an Rinderinsulin zu kommen. Viele unserer Hypurin -User steigen deshalb auf Lantus oder Levemir um. Auch Clyde bekommt seit 2008 Levemir, allerdings aus einem anderen Grund.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Alle Informationen beruhen auf meinen persönlichen Erfahrungen und geben meine persönliche Meinung wieder. Ich bin kein Tierarzt und übernehme keinerlei Haftung. Bitte sprecht die Therapie der Katze mit eurem Tierarzt ab. Jedes Kopieren, Einspeichern in automatisierte Dateien und Weiterverwenden der Texte und Bilder ist nur mit meiner Erlaubnis zulässig. Zuwiderhandlungen werden verfolgt. Helga Schoolmann