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Morbus Cushing und Diabetes
 
(Hyperadrenokortizismus,  Hypercortisolismus)
 
Beim Versuch, eine diabetische Katze auf Insulin einzustellen, gibt es manchmal Schwierigkeiten. Die Insulindosis wird laufend erhöht, aber das Tier reagiert nicht oder wenig auf das Insulin. Sehr häufig wird diese Insulinresistenz durch Gegenspieler des Insulins verursacht, Glucagon, Adrenalin und Cortisol.  Der Körper will sich damit gegen eine Unterzuckerung schützen und veranlasst die Leber zur Ausschüttung von hohen gespeicherten Glukosemengen (Glykogen). Dadurch erhöht sich der Blutzucker spiegel zum Teil sehr stark. Diese Gegenregulation des Körpers ist auch unter dem Namen Somogyi-Effekt bekannt. Darüber findest du zwei Seiten auf der HP.
 
In sehr seltenen Fällen hat die Insulinresistenz bei der Katze jedoch ihre Ursache in einer  Erkrankung der Nebennierenrinde bzw. der Hypophyse (Hirnanhangdrüse).  Angeregt durch ein Hormon der Hirnanhangdrüse (ACTH) produziert die Nebennierenrinde zuviel Cortisol. Diese Erkrankung nennt man Hyperadrenokortizismus oder Morbus Cushing.
 
Die Überschwemmung des Körpers mit Cortisol kann mehrere Ursachen haben. Es kann ein Tumor an der Nebennierenrinde oder an der Hirnanhangdrüse sein.
 
Eine häufige Ursache ist jedoch die Langzeitbehandlung mit cortisolhaltigen Medikamenten. 
 
Cortisol an sich ist ein Hormon, das jeder Mensch und auch jedes Tier zum Leben braucht.
 
Seine Aufgaben sind folgende:
 
  • Bei Stresszuständen aller Art (Krankheit, Operationen, körperliche Belastungen usw. werden Energiereserven mobilisiert.
  • Blutdruck und Herz-Kreislauffunktionen werden kontrolliert und aufrechterhalten.
  • Entzündungsreaktionen bei Infektionen und chronischen Entzündungen werden beeinflusst.
  • Eiweiß-, Fett-  und Zuckerstoffwechsel werden reguliert
 
Ein Cortisolmangel kann tödlich sein, ein Zuviel an Cortisol verursacht die oben erwähnte Erkrankung.
 
Bei diabetischen Katzen beeinträchtigt  das Zuviel an Cortisol die Wirkung des Insulins.
 
 
Die Symptome des Morbus Cushing bei der Katze sehen folgendermaßen aus:
 
 
  • das Tier trinkt viel
  • es uriniert häufig
  • es hat dauernd Hunger
  • die Zuckerwerte steigen an
  • es reagiert selbst auf hohe Insulingaben kaum
  • es wird apathisch
  • Veränderungen im Blutbild bei der ALT,  bei Triglyceriden und Cholesterin
  • Herzprobleme
  • Bluthochdruck
  • Ödeme
  • Papierhaut und kahle Stellen
  • Infektanfälligkeit
  • Kugelbauch
 
 
 
Diagnose und weitere Behandlung:
 
An dieser Stelle möchte ich auf geeignete Seiten im Internet verweisen:
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Lässt sich eine Katze  gar nicht auf Insulin einstellen , sollte eine Untersuchung auf Morbus Cushing erfolgen.
 
 
 
 
**************
 
Bei weiteren Fragen zu Morbus Cushing empfehle ich dir eine Anmeldung in der yahoo-group
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Alle Informationen beruhen auf meinen persönlichen Erfahrungen und geben meine persönliche Meinung wieder. Ich bin kein Tierarzt und übernehme keinerlei Haftung . Bitte sprecht die Therapie der Katze mit eurem Tierarzt ab. Jedes Kopieren, Einspeichern in automatisierte Dateien und Weiterverwenden der Texte und Bilder ist nur mit meiner Erlaubnis zulässig. Zuwiderhandlungen werden verfolgt. Helga Schoolmann