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Futterinfos
 
Nach der Diagnose Diabetes hat dein Tierarzt dir vermutlich empfohlen, dein Tier mit einer Diät zu füttern und die Fütterungszeiten streng einzuhalten, denn Insulin und Nahrungsaufnahme  hängen eng zusammen, dazu kannst du auch auf der Seite Allgemeines manches nachlesen.
 
Nur wenige Katzen lassen sich ausschließlich über das Futter regulieren. Aber es muss an dieser Stelle betont werden, wie sehr richtiges Futter und gut eingestellter Diabetes zusammenhängen.
 
 
Richtiges Futter zur richtigen Zeit in der richtigen Menge ist  die halbe Diabetes-Einstellung.
 
Katzen auf einem „Honeymoon” ( Remissionsphase, vorübergehender Diabetes, kein Insulin) können über das richtige Futter womöglich über einen längeren Zeitraum insulinunabhängig bleiben, wenn ihre Bauchspeicheldrüse nicht durch ein Überangebot von Kohlenhydraten belastet wird.  In diesem Fall empfehlen sich mehrere kleine Mahlzeiten am Tag und nicht nur 2 große.
 
 
Diätfutter werden  über den Tierarzt verkauft. Dort findet auch die Beratung statt. In einigen Online-Shops sind sie jedoch auch erhältlich.
 
Ich möchte auf dieser Seite weder bestimmte Futter empfehlen noch verteufeln, dazu habe ich eine viel zu kleine Erfahrungsgrundlage. Ich schildere auf dieser Seite nur meine eigenen Erfahrungen und die meiner vielen  Bekannten aus dem Forum .
 
 
Unser TA empfahl uns zunächst (2001) das rohfaserreiche Hill´s w/d Trockenfutter.  Es ist  für diabetische Katzen entwickelt, dient aber auch der Gewichtsreduzierung. Es ist auch als Feuchtfutter erhältlich.
 
Clyde als Gewohnheitstier tat sich mit der Umstellung sehr schwer. Trockenfutter ja, immer, aber bitte nicht dieses. Ich nahm die Umstellung sehr langsam vor. Nach etwa einem Monat hatte ich ihn so weit, dass er nur noch dieses Futter fraß, musste dann aber leider feststellen, dass ich mit diesem Futter seine Blutzuckerwerte nicht annähernd in den Griff bekam. Sein niedrigster Wert lag trotz viel Insulins bei 350 mg/dl, also viel zu hoch. Die angestrebten Werte unter Caninsulin sollten zwischen 300 und 100 mg/dl liegen.
 
Als ich dann im FDMB las, dass auch andere Tierhalter mit diesem TroFu hohe Zuckerwerte hatten, stellte ich Clyde auf normales Nassfutter um, das wesentlich weniger Kohlenhydrate als das Trockenfutter enthielt. Ich fütterte ganz normales hochwertiges Katzenfutter  und reicherte es teilweise mit zusätzlichen hochwertigen Proteinen an, zum Beispiel Puten- und Hähnchenfleisch, Fisch und Rindfleisch. Damit erhielt ich auf Anhieb Werte bis in den 100-er Raum.
 
Ein wichtiger Hinweis an dieser Stelle:
 
Wenn du deine Katze von Trockenfutter aus das unten empfohlene  Nassfutter umstellst, musst du wahrscheinlich die Insulindosis deutlich reduzieren. TroFu aller Art erfordert wesentlich mehr Insulin.
 
 
Mit Fisch bin ich vorsichtig geworden, seitdem Clydes Nierenwerte einmal grenzwertig waren. Er hatte über einen längeren Zeitraum viel Futter mit Fisch bekommen und dieser enthält besonders viel Phosphat. Nach Umstellung auf geeignetere Futter verbesserten sich die Nierenwerte deutlich und sind nun schon jahrelang in einem erfreulichen mittleren Bereich. Selbst nach 7 Jahren Diabetes sind sie noch in der Norm.
 
Nicht alle Katzen, aber viele, reagieren so empfindlich auf Trockenfutter. Meine Katzen bekommen  TroFu  jedoch nur noch ganz selten und dann in Kleinstmengen.
 
Auch Katzenfutter mit Soße enthalten oft viel Zucker bzw. Karamell.
 
Es empfiehlt sich ein Blick auf das Etikett des Katzenfutters, ob das Futter  Zucker oder Karamell  enthält. Besonders zu empfehlen sind auch Futter ohne jegliches Getreide .
 
 
Vorsicht ist geboten bei vielen Katzenleckerlis, sogenannten Ergänzungsfuttermitteln. Diese kleinen Leckereien enthalten oft viel Zucker.
 
Bei uns gibt es als Belohnung ein bisschen Thunfisch, Pute, Käserollis oder Hefe-Biotin-Tabletten, falls gerade vorhanden, ansonsten jede Menge liebe Worte und Streicheleinheiten, die erhöhen die Blutzuckerwerte nicht!
 
 
Im FDMB las ich bald von der low-in -carb- Diät. Das bedeutet, dass dem Tier durch das Futter möglichst wenig Kohlenhydrate zugeführt werden. In den USA stand den Tierärzten damals (2001) schon ein spezielles Futter  zur Verfügung, Purina DM , als Trockenfutter oder Feuchtfutter. Es hat einen hohen Protein- und Fettgehalt. Tiere, die dies Futter bekommen, brauchen oft wesentlich weniger Insulin. Dieses Futter ist in Deutschland  nicht erhältlich.
 
 
Neuerdings sind ähnliche Futter auch hier in Europa erhältlich, siehe unten.
 
Dieses Futter basiert auf der Theorie, dass Katzen von Natur aus reine Fleischfresser sind. Mäuse enthalten wenig oder keine Kohlenhydrate, sondern bestehen überwiegend aus Proteinen (Eiweißstoffen) und Fett.
 
 
Wer berufstätig ist und seine diabetische Katze alleine lassen muss, macht sich oft Sorgen, dass die Katze während der Zeit der Abwesenheit in eine Unterzuckerung fallen könnte. Manche Katzenhalter halten deshalb den ganzen Tag Trockenfutter bereit, damit das Tier sich daran bedienen kann, wann immer es Hunger verspürt.
 
So etwas dürfte ich mit Clyde gar nicht erst probieren. Er mag Trockenfutter so gerne, dass er alle Vorräte auffressen würde. Das wäre mit Sicherheit seinen Zuckerwerten und auch seiner schlanken Linie nicht dienlich.
 
Seit kurzem gibt es auch in Deutschland  neue Futter  für diabetische Katzen, z.B. von Royal Canin. Es heißt RC Diabetic Programme DS 46 und ist nur beim TA erhältlich. Es hat einen hohen Proteingehalt von 46 % und ist einen Versuch wert. Ein ähnliches Futter ist Hills m/d, auch ein Diätfutter für diabetische Katzen. Es ist als Feucht- und als Nassfutter erhältlich.
 
Unser Clyde kommt mit RC Diabetic  zu annehmbaren Werten. Aber viel  besser  sind seine Werte mit bestimmten Feuchtfuttern. Darum bin ich mit dem TroFu sehr vorsichtig und benutze es nur zum Anlocken ans Nassfutter. Es gibt allerdings auch Tage, an denen Clyde mäkelig frisst. Dann bekommt er auch Diät-TroFu, da er es sehr gerne frisst.
 
Hills m/d Trofu habe ich noch nicht gefüttert (es gibt dazu aber Forums-Erfahrungen), Hills m/d Nassfutter dagegen wohl. Die Zuckerwerte damit waren gut, jedoch nicht besser als mit den erwähnten anderen Nassfuttern.
 
Bei ausschließlicher Fütterung von Diät-Trockenfutter muss ich die Insulindosis jedoch  deutlich  erhöhen. Ein Wechsel zwischen TroFu und Nassfutter wäre  nicht möglich, er würde bei ausschließlicher Nassfütterung sofort unterzuckern. Wenn ich Diät-TroFu füttere, dann in der Regel nur gemischt mit normalem Nassfutter.
 
Dank Hometesting weiß ich   über Clydes  Zuckerwerte im Allgemeinen gut Bescheid.
Bei uns läuft es folgendermaßen ab:
 
1. Blutzucker messen
2. Futterabgabe (mengenmäßig begrenzt)
3. Insulinspritze
 
Manche Tierärzte wählen eine andere Reihenfolge: erst  Insulin, dann Futter
 
Ich bin durch meinen TA anders beraten worden und finde die Reihenfolge auch gefährlich. Man stelle sich vor, das Tier bekommt seine gewohnte Menge Insulin und frisst dann nicht oder sehr wenig. Solche Tage kommen immer mal vor, wenn eine Katze sich nicht wohl fühlt oder aus irgendeinem Grund das angebotene Futter nicht mag.
 
Insulin ohne Futter bzw. mit zu wenig Futter kann eine schwere Unterzuckerung bewirken oder einen heftigen Somogyi-Effekt.
 
 
Weil Clyde bei der Gabe von Caninsulin nicht 12 Stunden ohne Futter aushielt, ja nicht mal 8 Stunden, ohne uns den letzten Nerv zu rauben, ab  es anfangs bei uns kleine Zwischenmahlzeiten (in Mausegröße:-)), die seine Zuckerwerte kaum beeinflussten.
 
  • Putenbrust
  • Hähnchenfleisch
  • Fisch
  • Rindfleisch
  • Lamm
  • grüne Bohnen aus der Dose, vermengt mit etwas Thunfisch im eigenen Saft.
 
 
Möglich als Zwischenmahlzeit wären auch
 
  • ungesüßter Quark
  • ungesüßter Joghurt
  • Ei
  • Hüttenkäse
 
Rohes Schweinefleisch ist absolut tabu wegen der Aujeszkyschen Krankheit.
 
Grüne Bohnen mit etwas Thunfisch sind bei all unseren Tieren der Hit, Bonnie würde das am liebsten ausschließlich fressen und schubst Clyde vom Futternapf, und selbst der Hund steht  mit gierigen Augen dabei.
 
Bohnen enthalten viele Faserstoffe, Thunfisch überwiegend  Proteine, darum ist es für ein diabetisches Tier ein geeignetes Futter (wohlgemerkt nur als kleine Zwischenmahlzeit!!). Vorsicht aber bei nierenkranken Katzen wegen des Salzgehaltes!
 
 
 
Wenn eine diabetische Katze, die schon Insulin bekommt,  sehr viel um Futter bettelt, kann die Ursache auch in zu niedrigen Blutzuckerwerten bzw. zu hohen Insulindosierungen liegen. Durch das Hungergefühl will der Körper sich vor einer Unterzuckerung schützen.
 
Die eigene Erfahrung und auch der Erfahrungsaustausch mit meinen Bekannten hat mich gelehrt, dass man beim Futter  seinen eigenen Weg suchen muss. Jede Katze ist verschieden. Bei dem einen ist machbar, was der andere nicht schafft. In einem Haushalt mit vielen Katzen, die frei gefüttert werden, ist es sicherlich schwieriger, die Futteraufnahme zu überwachen, als wenn man nur eine oder zwei Katzen hat.
 
Unsere nicht-diabetische  Bonnie wurde auf Clydes Futterzeiten umgestellt. Nach anfänglichem „Meckern” und Betteln  hat sich das eingespielt. Sie frisst übrigens das gleiche Futter wie er.
 
Als Clyde 2001 zum Diabetiker wurde, durfte ich nur zwei große Mahlzeiten am Tag vor den Insulinspritzen füttern. Mittlerweile ist man zu anderen Erkenntnissen gekommen. Bei Katzen soll die postprandiale Hyperglykämie (Ansteigen der Zuckerwerte nach Mahlzeiten) nicht sehr ausgeprägt sein. Darum ist es möglich, ihnen ständig Futter zur Verfügung stehen zu lassen.
 
Wie oben erwähnt, kann ich das bei meinem Clyde nicht machen. Er kennt sein Maß nicht. Ich würde auf die Weise bei keinem Insulin gute Werte erzielen, ich muss kontrolliertes Freifüttern machen, d.h. er bekommt regelmäßig  Futter, aber unter Kontrolle.
 
Bei meinem jetzigen Insulin kann er den ganzen Tag über kleine Mahlzeiten fressen. Das gilt auch für die Langzeitinsuline Lantus und PZI .
 
 
 
 
Vorsicht, wenn eine diabetische Katze ihr Futter erbricht!
 
Das kann in einer Unterzuckerung (Hypo) enden oder in einem gewaltigen Somogyi-Effekt. Insulin und Futter gehören zusammen. Das Fremdinsulin im diabetischen Tier wirkt gnadenlos weiter. Ein Tier, das nach der Insulingabe das Futter wieder erbrochen hat, muss gut beobachtet werden. Hometesting ist auch hier sehr hilfreich.
 
 
 
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Solltest du Probleme bei der Regulierung deiner Zuckerkatze haben, lohnt es sich, darüber nachzudenken, ob die Ursache im Futter liegen kann ( Art des Futters, Zeitpunkt des Fütterns, Futtermenge).
 
Zum Abschluss noch einige Futtersorten, mit denen wir gute Erfahrungen gemacht haben. Diese Liste ist jedoch mit Sicherheit nicht vollständig, und die Reihenfolge stellt keine Wertung dar. Durch Hometesting bekommt man bald heraus, wie welches Futter bei dem Tier wirkt. Erfahrungswerte lassen sich leider nicht generell übertragen.
 
 
 
 
Die Liste wird ergänzt und bezieht sich auf Erfahrungen der Forumsteilnehmer. Ich füttere Clyde nur Nassfutter mit einem Kohlenhydratanteil von weniger als 10 % in der Trockenmasse. Siehe oben erwähnte Futterliste!
 
Es empfiehlt sich, im Forum nach Erfahrungen mit den diversen Futtersorten zu fragen.
 
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An dieser Stelle möchte ich nun Tanja zu Worte kommen lassen. Bei einigen Insulinen bemerkt man innerhalb der ersten Stunden nach der Fütterung einen zu steilen Abfall der Blutzuckerwerte. Dadurch wird dem Katzenkörper Unterzuckerung signalisisiert, und der Somogyi-Effekt wird in Gang gesetzt.
 
 
Tanja hatte es geschafft, ihren Kater Glovis (GA) über das Futter zu regulieren.
 
So sah Tanjas "finetuning" aus:
 
Fast jeder sollte mittlerweile wissen, daß bestimmte Futtersorten für diabetische Katzen von nun an tabu sind.
 
Empfehlenswert sind alle Sorten ohne Getreide oder Soja und natürlich ohne Zucker.
 
Gute Ergebnisse haben wir mit ANIMONDA, SHEBA OCEAN, MIAMOR und SCHMUSY erzielt.
 
Ursprüngliche Quelle für die Feineinstellung mittels richtiger Fütterung ist das Dokument "diabetes for beginners" von www.felinediabetes.com.
 
Dort wird beschrieben, wie man mit dem Futter - v.a. mit dem richtigen Zeitpunkt der Fütterung - Einfluß auf die Kurve nehmen kann.
 
Grundidee ist der Gedanke, daß durch das meiste Futter der Blutzuckerwert ansteigt.
 
Wenn man also vor der Spritze die Hälfte der Tagesration verfüttert, wird der Blutzucker der Katze stark ansteigen, um dann durch das im Anschluß injizierte Insulin wieder zu fallen.
 
Die Gefahr besteht darin, daß nicht nur durch objektiv gefährlich niedrige Blutzuckerwerte sondern auch durch einen zu steilen Fall des Zuckers ein Somogyi-Effekt ausgelöst werden kann. (der bei einer Unterzuckerung ja jedem nur zu wünschen ist) Bei der Insulineinstellung hat er verheerende Folgen. Für mehrere Tage wird in der Folge der Blutzuckerwert enorm hoch sein. Steuert man dann mit mehr Insulin gegen, weil man den Somogyi nicht mitbekommen hat, beginnt der Teufelskreis von neuem. Die Folge KANN z.B. eine Insulinresistenz sein. Da sämtliches tierisches Insulin in Deutschland vom Markt genommen wurde, kann eine Resistenz gegen Caninsulin bedeuten, daß man teures Insulin importieren muß.
 
Auch aus einem anderen Grund ist die Feineinstellung empfehlenswert: der Körper wird nicht durch das ständige extreme Auf und Ab der Werte belastet. Das bedeutet weniger Streß für die Katze; sie fühlt sich wesentlich besser.
 
Wer bereits eine Kurve gemacht hat, kennt den charakteristischen Einbruch des Blutzuckerwertes durch das Insulin, der beim Caninsulin bei ca. +4 (4 Stunden nach der Injektion) seinen tiefsten Punkt erreicht.
 
Danach sollte grundsätzlich nur noch zuckerfreies Futter gefüttert werden, da der Körper beim Diabetiker nicht selbst mit Insulin gegensteuern kann; der Blutzuckerwert kann ab diesem Punkt nur noch steigen; dadurch wird der Pre (Wert vorm Füttern und vor der Spritze) automatisch viel höher sein als ohne Fütterung nach +4.
 
DIE FOLGENDEN AUSFÜHRUNGEN GELTEN NUR FÜR KATZEN, DIE EINEN GUTEN APPETIT HABEN, SO DASS KEINE GEFAHR BESTEHT, DASS SIE SPÄTER ANGEBOTENES FUTTER VERSCHMÄHEN. WENN DU BEDENKEN HAST, FRAGE UNS BITTE. DAS KOSTET NICHTS  UND ES IST EIGENTLICH IMMER JEMAND  IM FORUM ZU ERREICHEN...
 
Grundlegend für die Idee sind folgende Punkte:
 
1. teile das Futter in so viele Portionen auf wie möglich
 
2. bitte füttere auch gekochtes Hühnchen oder gekochte Pute (reines Protein; meist keine Auswirkung auf den Blutzuckerwert)
 
3. mache eine Kurve, um die individuelle Wirkung des Insulins bei deiner Katze nachvollziehen zu können
 
die folgenden Auswirkungen solltest Du an dieser Kurve nachvollziehen... (es braucht i.Ü. keine ausführliche Kurve zu sein; ausreichend ist, den tiefsten Punkt  "einzuklammern"; miß' also bitte bei +3,+4 und +5, wenn der tiefste Punkt deines Insulins wie beim Caninsulin bei +4 liegt.
 
4. verteile das Futter so, daß nach dem tiefsten Punkt (höchster Wirkungsgrad des Insulins, sog. Nadir) kein Futter oder nur noch etwas Pute bzw. Hühnchen gefüttert wird)
 
5. wenn deine Katze gut frißt, kannst Du vor der Spritze nur 1/4 bis 1/2 der normalen Ration geben, danach spritzt Du wie gewohnt
 
6. 1 bis 2 Stunden danach gibst Du entweder den Rest der Ration oder (wenn Du zu hause bist oder am Wochenende) wieder nur eine weitere kleine Portion, den Rest dann wiederum 1/2 bis 1 Stunde später
 
Man nennt das "ins Insulin hineinfüttern", weil Du mit dieser Technik den Blutzuckerwert nicht schon vor der Spritze extrem nach oben treibst, sondern der Körper nach und nach Futter zugeführt bekommt. Dadurch wird die Kurve sanfter, was aus genannten Gründen erstrebenswerter ist als eine Kurve mit extremen Höchst- und Tiefstpunkten.
 
Wenn das alles gut geklappt hat, kannst Du den Wert vor der Spritze dadurch konstant halten, daß Du bereits vor der Spritze etwas Hühnchen oder Pute fütterst und das eigentliche Futter dann später.
 
Bitte beachte, daß die meisten Futtersorten 1/2 bis 1 Stunde brauchen, um eine Wirkung auf den Blutzucker zu entfalten. Die Futtergabe bei +3,5 könnte also unter Umständen bereits zu spät sein. Das ist aber bereits die ganz, ganz feine Feineinstellung
 
Viel Glück beim Ausprobieren und gute Werte wünschen =^..^= Glovis und Tanja
 
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Justins Futtercocktail für den kleinen Hunger zwischendurch
Kaum eine Zuckerkatze gibt sich mit einer oder zwei Mahlzeiten am Tag zufrieden. Die Zwischenmahlzeiten sind kalorienmäßig knapp bemessen und enthalten überwiegend Proteine und Faserstoffe.
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Justin (Caninsulin-Nutzer) schreibt:
Die Vorteile des Snacks sehe ich in drei Punkten.
 
1. Appetitanreger für die Hauptmahlzeit
 
2. Leichte Kost, die sich in etwas größerer Menge über eine bestimmte Zeit zu Gewichtsreduktion nutzen läßt.
 
3. Als Snack für zwischendurch, der den Zucker kaum steigen läßt.
 
Es ist gegebenermaßen etwas unpraktisch, das Futter jeden Tag neu zu machen. Aufgrund dessen mache ich immer eine große Portion fertig, die dann eingefroren 2-4 Wochen hält. Bei Thommy habe ich zur Zeit ca. 60g der Tagesdosis an Futter durch den Mix ausgetauscht.
 
Das heißt, ich habe immer 60g - Portionen in Gefrierbeutel eingefroren. Davon bekommt er 30g morgens und 30g abends. Legt man dann abends einen neuen Beutel heraus, ist er bis zum nächsten Morgen aufgetaut. Soll es mal schneller gehen, legt man den Beutel einfach in heißes Wasser.
 
Nun zur Zubereitung:
Ich nehme immer
-1-2 kg Pute
-1 große Dose Schnittbohnen
-Dosenfutter (in unseren Fall Animonda Rind+Herz)
-Gimpet Vitaminflocken (im Tierfachhandel erhältlich)
 
Die Pute gare ich immer in der Pfanne. Ist sie abgekühlt, ist der nächste Schritt alles dosiert je nach Anwendungsgebiet in einen Mixer zu packen (Es geht auch von Hand. Dann aber nur portionsweise, was ewig dauert :-)
 
Mit Anwendungsgebiet meine ich, das was ich bei der Katze erreichen möchte.
 
Beispiele:
1) Die Katze soll abnehmen:
 
In dem Fall habe ich damals bei Thommy den Anteil des Mixes an der Gesamtmahlzeit generell erhöht (Also 100 g anstatt jetzt 60 g). Doch auch die Mischung selber war anders. Ich habe den Anteil der Pute und der Bohnen gegenüber dem normalen Katzenfutter erhöht.
 
(Bohnen sind Faserstoffe und sollen vor allem satt machen. Vorteil sind die wenigen Kalorien. Der Anteil der Faserstoffe ist auch bei fertigen Diätfutter gegenüber normalen Katzenfutter erhöht.)
 
Das hieße also bei 100g z.B. 20g Bohnen, 40g Pute, 40g normales Dosenfutter + Vitamine.
 
 
2) Appetitanreger
 
Soll nur der Appetit angeregt werden sieht das Verhältnis anders aus. Ich mixe z.B. dann bei 100g Portionen 60g Katzenfutter, 30g Pute 10g Bohnen + Vitamine zusammen.
 
Das ganze streue ich über die Hauptmahlzeit und mische es etwas unter. Zu 90% bekomme ich Thommy damit ans Fressen, und es bleibt bis +3 sehr viel weniger übrig, als wenn ich den Mix nicht drüber gestreut hätte.
 
Habe ich alles zusammengemixt, wiege ich die einzelnen Tagesportionen ab, packe sie in einen Beutel, Knoten rein, in das Gefrierfach und fertig.
 
Die Verwendung dieses Futtermixes hat in unserem Fall erheblich dazu beigetragen, die Werte besser in den Griff zu bekommen. Ich bin kein Futterexperte, und das alles beruht auf eigenen Erfahrungswerten. Ich weiß auch nicht, ob das alles die optimale Ernährung für eine Katze darstellt, und wer es ausprobiert muß es letztendlich selber wissen (Es gibt ja auch Bio Pute:- ))) ).
 
Viel Spaß beim Nachkochen und schöne Grüße
Justin
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Abschließend möchte ich (Helga) anmerken, dass es sehr wohl möglich ist, ein Diätfutter für die Katze selbst zu kochen. Die unbedingt nötigen Inhaltsstoffe dafür kann man kaufen. Man sollte sich vorher aber gründlich informieren, damit es nicht zu Mangelerscheinungen kommt.
 
Ich selbst habe es noch nie richtig ausprobiert, erstens aus Zeitgründen und zweitens, weil ich zwei recht mäkelige Katzen habe, die das mit Liebe selbstgekochte Essen vermutlich gar nicht fressen würden.
 
Noch ein Wort zum BARFen, BARF = Biologisch Artgerechte Rohe Fütterung:
 
Da Katzen von Natur aus Fleischfresser (Carnivoren) sind und sich von kleinen Beutetieren ernähren, die aus viel Protein und Fett und nur ganz wenig Kohlenhydraten bestehen, kann man, wenn man möchte, seine diabetische Katze und natürlich auch die gesunden Tiere mit rohem Fleisch und Zusatzstoffen ernähren. Eine Umstellung sollte jedoch nicht von heute auf morgen erfolgen.
 
Zu dem Thema gibt es  vorzügliche Seiten im Internet:
 
 
 
 
Hier kann man fürs BARFen einkaufen:
 
 
 
 
 
 
 
Ich empfehle zum Thema Ernährung und  Selbstkochen folgende Links:
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Kritisches zum Trockenfutter
 
 
Diabetes durch falsche Ernährung der Katze
 
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Alle Informationen beruhen auf meinen persönlichen Erfahrungen und geben meine persönliche Meinung wieder. Ich bin kein Tierarzt und übernehme keinerlei Haftung. Bitte sprecht die Therapie der Katze mit eurem Tierarzt ab. Jedes Kopieren, Einspeichern in automatisierte Dateien und Weiterverwenden der Texte und Bilder ist nur mit meiner Erlaubnis zulässig. Zuwiderhandlungen werden verfolgt. Helga Schoolmann