Caninsulin
Das gebräuchlichste Insulin für Hunde und Katzen ist Caninsulin von der Firma Intervet. Es muss vom TA als Erstinsulin für Katzen und Hunde verschrieben werden. Wenn es versagt, darf der TA auf ein Insulin aus der Humanmedizin "umwidmen". vorzugsweise auf Lantus oder Levemir. Damit liegen sehr gute Erfahrungen vor.
Seit Herbst 2005 ist Caninsulin auch für Katzen zugelassen.
Für Katzen gibt es 2,5 ml-Fläschchen, mit 100 Einheiten Inhalt. Die großen Fläschchen zu 10 ml sind für Katzen nicht geeignet, sie enthalten 400 Einheiten und da das Insulin nach 28 Tagen an Wirkung deutlich verlieren kann, wäre der Verlust zu groß.
Ich bekam, als Clyde noch Caninsulin erhielt, die 2,5 ml-Fläschchen einzeln bei meinem TA, musste NIE eine Zehnerpackung abnehmen.
Ich rate jedem, der Caninsulin einsetzt, die hervorragende Website www.caninsulin.de zu lesen. Dort findet man alles Wissenswerte.
Hier einige wichtige Auszüge:
- Diabetes mellitus bei Katzen kann verursacht werden durch eine Erkrankung des endogenen oder exokrinen Pankreas (Bauchspeicheldrüse)
- Es gibt einen nicht durch Pankreaserkrankungen hervorgerufenen Diabetes
Adipositas, Überproduktion von entgegenwirkenden Hormonen und Insulinresistenz (Gabe von Gestagenen, Überproduktion von Wachstumshormonen, Cushing-Syndrom, Gabe von Glukokortikoiden, Hyperthyreose)
- Klassische Symptome des unkomplizierten Diabetes Mellitus:
Polyurie /Polydipsie (viel trinken und urinieren)
Polyphagie (unmäßiger Hunger)
Kachexie (Gewichtsabnahme)
erhöhte Infektionsneigung (z.B. Harnwegsinfektionen)
- Bei manchen Katzen wird der Diabetes erst entdeckt, wenn ein kritisches Stadium eingetreten ist, die Diabetische Ketoazidose. Sie ist ein Notfall und muss umgehend behandelt werden.
- Zur gesicherten Diagnose sollte die Bestimmung des Fructosaminwertes (Langzeitwert) herangezogen werden.
- Sehr wichtig ist die richtige, nicht zu hohe Startdosierung bei Caninsulin (gilt auch für andere Insuline!)
Unangemessen hohe Anfangsdosen sollten vermieden werden, vor allem bei übergewichtigen Katzen, wo das ideale Körpergewicht eingesetzt werden sollte. In den ersten 2-3 Behandlungswochen sollte die Maximaldosis zweimal täglich 2 IE pro Katze nicht überschreiten.
· Die Bestimmung des aktuellen Blutzuckers mit Hilfe eines Glukometers aus der Humanmedizin ist möglich und empfehlenswert (Hometesting, Heimmonitoring)
- Es besteht die Möglichkeit, dass der Diabetes sich zurückzieht, Remissionsphase (Honeymoon). In diesen Fällen erholen sich die Insulin produzierenden Betazellen nach kurzer Insulinbehandlung.
- Jeder Besitzer einer diabetischen Katze sollte die Anzeichen einer Unterzuckerung (Hypoglykämie) und deren Behandlung kennen. Eine schwere Unterzuckerung kann tödlich ausgehen.
· Bei schlechtem Ansprechen auf die Insulintherapie sollte man eine Blutglukosekurve erstellen und versuchen, andere Begleit- und Grunderkrankungen auszuschließen.
- Hier sollte vor allem der Somogyi-Effekt genannt werden. Er tritt häufig durch die Gabe von zuviel Insulin auf. Der Körper reguliert gegen, die Zuckerwerte steigen hoch an und fallen erst wieder nach Reduzierung des Insulins.
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Weitere Links zu Caninsulin:
Produktinformation
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Unser Forum gab es nun über 9 Jahre (Stand 1/2012), wir konnten sehr viele Erfahrungen zu diesem Insulin sammeln. Wenn du an Erfahrungsberichten interessiert bist, lies bitte im Forum nach, es gibt dort ein Caninsulin-Unterforum.
Die Erfahrungen sind sehr unterschiedlich, darum stehen an dieser Stelle auch keine Berichte mehr, es würde den Rahmen der Homepage sprengen.
Alle Informationen beruhen auf meinen persönlichen Erfahrungen und geben meine persönliche Meinung wieder. Ich bin kein Tierarzt und übernehme keinerlei Haftung. Bitte sprecht die Therapie der Katze mit eurem Tierarzt ab. Jedes Kopieren, Einspeichern in automatisierte Dateien und Weiterverwenden der Texte und Bilder ist nur mit meiner Erlaubnis zulässig. Zuwiderhandlungen werden verfolgt. Helga Schoolmann