Caninsulin (1)
Das gebräuchlichste Insulin für Hunde und Katzen ist Caninsulin von der Firma Intervet. Weil wir in unserem Forum eigentlich tagtäglich mit Caninsulin-Nutzern zu tun haben, weil wir leider immer noch oft falsche, viel zu hohe Startdosierungen der TÄ feststellen (sie dosieren für Hunde und nicht für Katzen), und weil unsererseits eine Menge Erfahrungen mit diesem Insulin vorliegen, veröffentliche ich an dieser Stelle ALLES, was mir an Erfahrungen und Informationen zu Caninsulin vorliegt. Diese Seite wird ständig ergänzt werden müssen, es lohnt sich also, mal wieder vorbeizuschauen.
Seit Herbst 2005 ist Caninsulin auch für Katzen zugelassen.
Ich rate jedem, der Caninsulin einsetzt, die hervorragende Website www.caninsulin.de zu lesen. Dort findet man alles Wissenswerte.
Hier einige wichtige Auszüge:
- Diabetes mellitus bei Katzen kann verursacht werden durch eine Erkrankung des endogenen oder exokrinen Pankreas (Bauchspeicheldrüse)
- Es gibt einen nicht durch Pankreaserkrankungen hervorgerufenen Diabetes
Adipositas, Überproduktion von entgegenwirkenden Hormonen und Insulinresistenz (Gabe von Gestagenen, Überproduktion von Wachstumshormonen, Cushing-Syndrom, Gabe von Glukokortikoiden, Hyperthyreose)
- Klassische Symptome des unkomplizierten Diabetes Mellitus:
Polyurie /Polydipsie (viel trinken und urinieren)
Polyphagie (unmäßiger Hunger)
Kachexie (Gewichtsabnahme)
erhöhte Infektionsneigung (z.B. Harnwegsinfektionen)
- Bei manchen Katzen wird der Diabetes erst entdeckt, wenn ein kritisches Stadium eingetreten ist, die Diabetische Ketoazidose. Sie ist ein Notfall und muss umgehend behandelt werden.
- Zur gesicherten Diagnose sollte die Bestimmung des Fructosaminwertes (Langzeitwert) herangezogen werden.
- Sehr wichtig ist die richtige, nicht zu hohe Startdosierung bei Caninsulin (gilt auch für andere Insuline!)
Unangemessen hohe Anfangsdosen sollten vermieden werden, vor allem bei übergewichtigen Katzen, wo das ideale Körpergewicht eingesetzt werden sollte. In den ersten 2-3 Behandlungswochen sollte die Maximaldosis zweimal täglich 2 IE pro Katze nicht überschreiten.
- Die Bestimmung des aktuellen Blutzuckers mit Hilfe eines Glukometers aus der Humanmedizin ist möglich und empfehlenswert (Hometesting, Heimmonitoring)
- Es besteht die Möglichkeit, dass der Diabetes sich zurückzieht, Remissionsphase. In diesen Fällen erholen sich die Insulin produzierenden Betazellen nach kurzer Insulinbehandlung.
- Jeder Besitzer einer diabetischen Katze sollte die Anzeichen einer Unterzuckerung (Hypoglykämie) und deren Behandlung kennen. Eine schwere Unterzuckerung kann tödlich ausgehen.
· Bei schlechtem Ansprechen auf die Insulintherapie sollte man eine Blutglukosekurve erstellen und versuchen, andere Begleit- und Grunderkrankungen auszuschließen.
- Hier sollte vor allem der Somogyi-Effekt genannt werden. Er tritt häufig durch die Gabe von zuviel Insulin auf. Der Körper reguliert gegen, die Zuckerwerte steigen hoch an und fallen erst wieder nach Reduzierung des Insulins.
· Abschließend sehr interessante, lesenswerte Beiträge zum Thema Katzendiabetes von namhaften deutschen Tierärzten
- Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Caninsulin werden hier beantwortet:
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Weitere Links zu Caninsulin:
Produktinformation
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Einige Erfahrungsberichte der vergangenen Jahre
1. Justins Erfahrungen mit Caninsulin
Hallo zusammen:-))
Ich dachte, ich versuche mal alle aufzumuntern, die ihr Glück mit Caninsulin versuchen und teile ihnen meine Erfahrungen mit.
Unser Kater Thommy hat jetzt seit ca. 1 Jahr Diabetes. Die ersten 4 Monate waren eine Katastrophe mit unfähigen TÄ (18 Einheiten) und einer immer schlechter aussehenden Katze. Nach der Bekanntschaft von Helga (und einem besseren TA) habe ich die Behandlung von Thommy was Diabetes betrifft selbst in die Hand genommen (Später auch mit der tollen Hilfe des Forums). Ab da ging es Schritt für Schritt aufwärts.
Am Anfang hatte Thommy immer PRES (Werte vor der Spritze) von 500 und HI, und ich kam mit dem Katzenklosaubermachen nicht mehr nach.
Der erste entscheidende Schritt zur Senkung der Werte war eine Futterumstellung von Hills/WD (Trockenfutter) zu Animonda Rind+Herz (und nur diese Sorte) sowie zur Gewichtsregulierung ein Katzenfutter/Pute/Bohnen/Vitamine- Mix (Dieser treibt die Werte kaum hoch). Mit dieser Maßnahme haben wir den PRE sofort und dauerhaft um ca. 100-150 Punkte gesenkt. Futter bekommt er max. bis +3,5 (Stunden nach der Spritze), danach höchstens noch den Mix.
Der zweite entscheidende Schritt war ein Neustart mit Caninsulin und ein nur sehr langsames Erhöhen. Dadurch habe ich sehr viele Werte sammeln können und wusste irgendwann, wie Thommy auf welche Insulindosis bei welchem Wert und bei welchem Fressen ungefähr reagiert. Zusätzlich haben wir seine Zahnfleischentzündung behandeln lassen, wovon er sehr profitiert hat. Lohn dieser Mühen war ein Fruktosaminwert vor 2 Monaten von 460 (voher 680) und PREs im Bereich 330-370mg/dl.
Seit dieser Zeit geht es Schritt für Schritt vorwärts. In den letzten 4 Wochen hat sich der PRE auf ca. 300-330 eingependelt, und die Phasen unter 300 werden immer länger.
In den letzten Tagen hatten wir sogar PREs unter 300 und jetzt schon 2x einen von 200 (Gut, dass es Hometesting gibt, sonst hätte ich wohl seine Insulindosis nicht weglassen können bzw. anpassen können). Das schöne an seinem Wert von 230 heute morgen war, dass er mit einer minimalen Dosis von 0,5 Einheiten (sonst 2,4-2,8) heute Abend einen pre von 310 hatte.
Ihr seht, es geht Stück für Stück voran, und das Puzzle wird immer deutlicher. Natürlich gibt es immer wieder Rückschläge. Aber mit der wachsenden Erfahrung kann man auch mit diesen immer besser umgehen. Also nicht verzagen...,fleißig messen und nicht glauben, dass der Erfolg nach 8 Wochen schon da ist (obwohl ich es euch wünsche).
Gruß
Justin
2. Olivers Erfahrungen mit Caninsulin
Hallo allerseits:-)
Auch wir mussten feststellen, dass viele Tierärzte zu hohe Insulindosen verschreiben und die Katze dann einen "Dauer-Somogyi" hat, was natürlich sehr gefährlich ist.
Unserem Kevin wurde bereits eine zu hohe Startdosis (2 x 3 IE) verschrieben und im Wochentakt auf 2 x 6 IE erhöht. Insgesamt haben wir 3 Tierärzte aufgesucht, und keiner hat den Somogyi erkannt resp. gekannt.
Nachdem wir die Sache mit den wertvollen Tips von Helga selber in die Hand genommen haben, konnten wir unseren Kevin bei einer Dosis von 2 x 1 IE regulieren.
Kevin geht es blendend! Momentan genießt er einen Honeymoon (Glukosewert um die 80 mg/dl).
Mit dieser Nachricht möchten wir darauf hinweisen, dass hohe Startdosen tunlichst zu vermeiden sind!
Die ganze Diabetes-Geschichte von Kevin findet Ihr unter
www.dosnet.ch
Ebenfalls zu finden sind dort die wichtigsten Informationen für Diabetes-Neulinge.
Liebe Grüsse aus der Schweiz
Dalila und Oliver Staehli
Anmerkung: Kevin ist unterdessen leider an einer anderen Krankheit verstorben.
3. Ingrid zu Caninsulin (1)
Caninsulin ist ein hochwirksames Insulin, das man vorsichtig dosieren muss. Es hört sich wenig an, wenn jemand um eine halbe Einheit erhöht, aber wie sensibel Katzen auf Mininalmengen reagieren, zeigt Ingrids Beitrag.
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Hallöchen!
Schnurrli-Bär ist grad wieder bei 59mg/dl, wird wieder etwas dauern, bis wir schlafen gehen können.... Hat grad RC (Royal Canin Diabetic) gefressen und ein paar Leckerlies. 3,6 EH sind zuwenig und jetzt schwanken wir zwischen 3,7 und 3,8. Bei zuwenig fällt er nur auf 197 oder so und bei zuviel gleich auf 60... Also, ihr seht was 0,1 EH ausmachen können!!!!
Am Wochenende werde ich mich der Sache genau annehmen! Unter Tags kriegt er jetzt halt einfach weniger...
Wenn ich denke, daß er 4 Monate lang 2 x 4 EH bekommen hat (das waren noch nicht-hometesting-Zeiten), wird mir schlecht...... ;-(
Liebe Grüße an alle die noch wach sind!
Ingrid, Schnurrli & Murrli
4. Ingrid zu Caninsulin (2)
Ingrid hat die Einstellung mit Caninsulin besonders sorgfältig gemacht, immer nur ganz wenig erhöht und ist damit zu guten Ergebnissen gekommen. Sie schreibt:
Hallöchen an alle!
Zuerstmal ein HALLO an alle die hierher gefunden haben! Ich möchte auch meine Erfahrungen weitergeben und alle vor zu hohen Startdosen warnen. Mein Schnurrli wurde auch in der Klinik eingestellt, und ich bekam ihn innerhalb von drei Tagen zurück mit zweimal 4 EH täglich. ES WAR ZU SCHNELL! ( Mein Schnurrli ist zwar ein sehr stattlicher, großer Kater, aber für ihn waren diese 4 EH zuviel!!!) Dank Helga bin ich zum hometesting gekommen und gleich bei unserer ERSTEN Tageskurve hatte er eine Hypo und ging von 360 mg/dl innerhalb von 4 Stunden runter auf 26 mg/dl. Mit Traubenzucker und Futter ging er wieder wie ein Pfitschipfeil hoch. Ich reduzierte noch am selben Tag lt. FDMB (engl. Forum - dieses gabs damals noch nicht) auf 1,5 EH zweimal täglich . Erhöhte dann Woche für Woche um 0,2 EH - am besten auf einer U-100 Spritze zu messen - es gibt eigene Umrechnungstabellen dafür!!!!! Jedesmal fiel er mit einer 0,2 EH in niedrige Werte – die ersten 1-2 Tage, dann pendelte es sich wieder ein. Die Dosis brauchte bei uns ca. 1 Woche, manchmal auch 2 Wochen. In der Zeit, wo man noch nicht in der Nähe der idealen Werte ist, geht es schneller (ca. jede Woche). Wenn man sich der Idealdosis nähert, hat es bei uns auch schon mal 3-4 Wochen gedauert.
Nach ca. 4 Monaten (!!!!! )waren wir bei 3,6 EH angelangt, und er hatte gute Werte damit. Nach wieder 2-3 Wochen brauchte er dann wieder mehr. Wir waren dann wochenlang auf 3,8 EH, und das schien seine Dosis zu sein. Dann gab ich ihm noch zusätzlich homöopathische Mittel, nach ca. 3 Wochen setzte die Wirkung dieser Mittel ein, und Schnurrli fiel auf sehr niedrige Werte mit eben der Dosis von 3,8 EH, also reduzieren! Jetzt bin ich im durchtesten und erhöhe bzw. gehe runter um 0,1 EH!!!! und habe große Unterschiede. Das neueste mit 3,5 EH fällt er auf 85 und heute mit 3,4 EH auf 143. In diesem Bereich ist das ein sehr großer Unterschied. Also, so kleine Messeinheiten KÖNNEN einen so großen Unterschied machen.
Der Witz an der ganzen Sache ist außerdem der, daß man diese kleinen Schritte "nur" auf einer U-100 Spritze messen kann - schwer, aber es geht. Auf einer U-40 Spritze, die die Ärzte mitgeben (auch mir), ist dies UNMÖGLICH und da wären diese Schritte schon wieder viel zu viel. Durch den Umrechnungsfaktor ist dieser kleine Schritt, den WIR hier machen, auf der anderen x 2,5.
Je näher man an die guten Werte kommt, umso vorsichtiger muß man sein und umso kleiner müssen die Erhöhungen sein. Manchmal ist es bei uns nur ein Spiel mit dem „Taucher“ der Spritze, unterm Strich oder über dem Strich. Ich hätte das nie geglaubt, wenn ich es jetzt nicht erleben würde. Futter ist immer relativ gleich......
Heute sieht ihm keiner an, daß er krank ist. ....
Bilder könnt ihr ja von ihm bewundern, ich kann sagen, er ist ein lebensfroher, süßer Kater!
Also, lest unsere ERFAHRUNGSBEITRÄGE und laßt Euer Herz sprechen, außerdem: schon viele Ärzte freuen sich über unsere Erfahrungsberichte!
So, jetzt bin ich fertig mit meinem Roman, aber es ist mir ein Herzensanliegen, euch das mitzuteilen!
Liebe Grüße
Ingrid, Schnurrli & Murrli
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5. Mit Caninsulin auf den Honeymoon
(von Ramona & Franziska)
Als bei Franziska im Dezember 2003 Diabetes festgestellt wurde, bekam ich vom TA Caninsulin zur Behandlung mit. Franzl hatte Werte um 460 mg/dl bzw. ihr Spitzenwert lag bei 564 mg/dl. Der Tierarzt sagte zu mir, dass es in dem Alter wenig Sinn hat, noch eine Behandlung durchzuführen, da man so ein altes Tier mit 16 Jahren nicht mehr einstellen kann. Ich habe ihm das Gegenteil bewiesen :-))), lest selbst :
Ich startete aus Unwissenheit leider auch viel zu hoch mit 4 Einheiten. Nachdem ich dann aber Helgas HP gefunden habe , habe ich das Insulin wieder reduziert auf 2x 1 Einheit. Der erste Monat war ein Auf und ein Ab mit den Werten, aber ich merkte , dass Franzl sich trotzdem besser fühlte. Ich habe die Insulingaben von 1 Einheit konsequent eingehalten, bis ich das Futter von Royal Canin Hair and Skin auf Nassfutter umstellte. Nach dem Futterwechsel wurden die Werte deutlich besser und ich musste reduzieren auf erstmal 0,8 Einheiten und später auf 0,6 Einheiten. Mitte Januar wurden dann einige von Franzls Zähnen gezogen, weil sie nicht mehr zu retten waren.
Ende Januar, also knapp 6 Wochen nach Start der Behandlung wurden ihre Werte deutlich besser. Ihre Pres lagen zwischen 250 und 300. Ich habe das Insulin weiter reduziert , bis ich bei Pres um 200 war und die Nadirs so um 90-100 lagen. Franzl schien sehr gut auf Caninsulin anzusprechen. Ende Februar wurden die Werte dann so gut, Pres um 150-200 mg/dl, dass ich sie zwischendurch immer wieder ein paar Tage nicht spritzen musste . Wenn die Pres dann um 200 lagen, gab ich ihr Roswithas Minitröpfchen (siehe gepinntes Forum) , ansonsten nichts. Ich musste meist 5 Tage nichts spritzen und dann wieder 5 Tage spritzen. Das ging dann so bis Anfang Mai, also 5 Monate nach Feststellung des Diabetes. Am 15. Mai bekam sie vorerst ihr letztes Minitröpfchen und hatte von da an nur noch Pres von 70-140, wo ich natürlich kein Insulin gab! Wir hatten es endlich geschafft, Franzls Bauchspeicheldrüse arbeitete wieder selbständig und tut es bis heute. Franzl ist auf dem begehrten Honeymoon!
Franziska ging es im Dezember noch sehr schlecht. Ihr Leben bestand aus schlafen, trinken und aufs Katzenklo gehen. Nach den ersten Insulingaben besserte sich ihr Zustand zusehends. Sie hatte leichte Neuropathien , die mit Xobaline behandelt wurden und dadurch zurück gingen. Heute kann sie wieder mit Bonny durch die Wohnung toben. Bei uns hat die Behandlung mit Caninsulin super funktioniert, und ich würde es jederzeit wieder machen. Franzl beim Toben zu beobachten bestätigt mir, dass es auf jeden Fall einen Sinn hat, auch in einem so hohen Alter.
Ramona
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6. Dagmar und Billy
Letztes Jahr im September (2003) wurde bei Billy (damals 8 Jahre/ 11,3 kg) Diabetes diagnostiziert. Sein Fructosaminwert war damals 839 (!). Der TA verordnete 2x tgl. 4 IE Caninsulin.
Er war einen Tag in der Tierklinik zum "Einstellen". Etwa 10 Tage später wurde dann nochmals 3x an einem Tag Blut abgenommen. Es hatte sich nichts verbessert, und daraufhin sollte er 2x 6 IE bekommen("das Tier hat eigentlich keine Chance!"). Wir sind aber lieber bei 2x4 geblieben. Da entdeckte ich auch die Diabetes-Homepage. Leider musste ich gerade zu dem Zeitpunkt für 5 Wochen nach Japan fahren. Während ich in Japan war, habe ich mich von dort aus in die Materie eingearbeitet, schon mal die Utensilien für das Hometesting besorgt und meinen Mann beauftragt, Billy sehr sorgfältig zu beobachten und ihn nie ohne Trockenfutter zu lassen. Glücklicherweise ging alles gut, bis ich zurück war.
Genau 2 Monate nach Beginn der Therapie ging es Billy plötzlich schlecht: Erbrechen, Durchfall, ganz elend. Der TA tippte auf Magen-Darm-Infekt, ich auf Somogyi (wovon der TA nie gehört hatte). Auf Helgas Rat hin haben wir dann die Dosis auf 2x 1 IE reduziert und ganz langsam wieder gesteigert auf 1,6 IE. Inzwischen hatten wir es dann auch mit dem Hometesting geschafft (sehr mühsam anfangs, aber mit Unterstützung durch das Forum und liebe Helfer klappte es dann).
Es zeigte sich, das Billy PRE-Werte zwischen 420 und 300 hatte, den Nadir hatte er etwa bei +6. Es gab immer wieder Zeiten, wo wir die Dosis ändern mussten: mal Achterbahnkurven, mal kaum ein Nadir. Nach 3 Monaten war der Fructosaminwert auf 650, nach 6 Monaten auf 530. Und dann plötzlich, nach 9 Monaten Therapie und nach einer Harnwegsinfektion (mit AB behandelt) fielen die PRES von Woche zu Woche immer weiter ab, und dann - wir können es bis heute kaum glauben- hatte er täglich PRES unter 100. Seit 2 Monaten ist er nun im H*n**m**n!
Unsere Erfahrung mit CANINSULIN ist also gut. Ohne Hometesting und häufige Dosis-Anpassung wäre es aber anders gelaufen.
Dagmar + Billy
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7. Phili und Benji
Am 25. 06. 2004 wurde bei Benji Diabetes festgestellt.. nachdem er schon von 6.8 kg auf 4 kg abgemagert war, was man nicht direkt sah, bedingt durchs dichte, üppige Fell.
Er trank Unmengen.... und pieselte viel, zuletzt neben dem Katzenklo....
Da hatte ich schon den Verdacht, es könnte Diabetes sein.
Der erste BZ Test blieb hängen bei 27.4 mmol/l (493 mg/dl).. eindeutig.
Benji blieb 3 Tage beim TA zur Beobachtung und zur Einstellung. Ich holte ihn dann am 4. Tag ab, mit Spritzen, Caninsulin und die Aufforderung 2 X täglich 6 IE zu spritzen.
Benjis Werte purzelten nur langsam, zuerst auf 21.1 (379 mg/dl) dann zuletzt blieb es stehen bei 14.4 (259 mg/dl)
Der TA sprach bereits von einer eventuellen Insulinresistenz.
Wie auch immer...... Benji scheint sehr robust zu sein, denn diese Hammereinheiten schienen nicht zu schaden. Ich gab und gebe Hills m/d und als Nassfutter almondo...auch das Hills Futter trieb seine Werte nicht hoch, ganz im Gegenteil.
Vor 4 Wochen dann Werte zwischen 3.5 (63 mg/dl) und 4.6 (83 mg/dl)... normal. Als Vorsichtsmassnahme bekam er noch ganz wenig Caninsulin... .
Er erbricht nicht.. macht nur noch 2 Pipis .. höchstens 3 in 24 Stunden.. das Trinken hat sich vollkommen normalisiert und er wiegt wieder 6.5 kg.. die Neuropathie ist vollkommen verschwunden.. dank Xobaline oder zumindest als Unterstützung, und das alles innerhalb 10 Wochen und mit Caninsulin.....
daher kann es doch wohl nicht so schlecht sein, wie man immer wieder behauptet.
Einzig alleine letzte Woche war sein BZ Wert 7.00 (126 mg/dl), auch noch normal, aber nach einer Stresssituation... er wollte nicht ins Körbchen... hatte entsetzliche Angst.. versteckte sich ganz oben auf dem Kratzbaum und nur mit einer Leiter konnte ich ihn runterholen.. obwohl er sich mit den Krallen fest saugte...
Das Resultat war: er pieselte voll über meinen Rock, Beine und Schuhe.... und sein BZ stieg... aber das ist wie bei uns Menschen... wenn wir beim Arzt auf dem Stuhl sitzen, geht der Blutdruck auch hoch.
Jetzt haben wir August, und ich habe wieder meinen alten Kater.... ob es so bleibt .. ich hoffe es..
Phili
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8. Andrea und Kater Anton (Honeymoon)
Unser Kater Anton leidet seit ca. gut 2 Jahren an Diabetes. Gemerkt habe ich
es, weil er die gleichen Symptome zeigte wie mein Vater, der ebenfalls
Diabetiker ist. Nach dreimaliger!! Aufforderung konnte ich unsere damalige
Tierärztin dazu bewegen, daß sie Anton Blut entnimmt und ins Labor
einschickt. Zwischen diesen Aufforderungen verging natürlich wertvolle Zeit.
Antons Zustand war nicht gerade gut.
Zwei Tage nach der Blutentnahme rief mich die TÄ an und war ganz erstaunt,
daß ich Recht hatte, der Fructosaminwert war erhöht.
Sie wollte Anton in eine Tierklinik bringen lassen, in der er dann
eingestellt werden sollte. Da ich zu diesem Zeitpunkt schon sehr, sehr
skeptisch war, lehnte ich dies ab und machte mich statt dessen schlau, was
man außer Insulin spritzen sonst noch machen kann.
Ich stellte Antons Ernährung um. Vorher fütterte ich KiteKat mit Soße (und
Zucker), dann stieg ich auf Spezialnahrung Kattovit High Fibre für
Diabetiker um.
Antons Zustand verbesserte sich von der ersten Dose an erheblich.
Mittlerweile weiß ich, daß ich gleich Insulin hätte spritzen müssen!!!!
So, den TA wechselte ich auch. Vor einem Jahr (September 2003) sollten und
mußten Antons Zähne gemacht werden.
Der TA bestand (Gott sei Dank) auf ein vorheriges BB und der Fructosaminwert
lag bei 436, nicht sehr hoch, aber der TA bestand darauf, vor der OP der
Zähne den Diabetes in den Griff zu kriegen.
Genau zu diesem Zeitpunkt fand ich Helgas HP und wußte daher so
einigermaßen, worauf ich zu achten hatte.
Unser TA war mit der Startdosis vernünftig und er spritzte Anton 1IE
Caninsulin. Nach 4 Stunden lag der BZ-Wert bei 76. Nachdem ich da schon
Hometesting machte und der nächste Prewert bei 376 lag, wollte mein TA, daß
ich auf 1,25 IE Caninsulin erhöhe.
Das tat ich aber nicht, im Gegenteil, auf Anraten von Forumsmitgliedern hier
reduzierte ich auf 0,75IE Caninsulin und die BZ-Werte waren hervorragend. So
ging dies ein paar Wochen. Antons Prewerte lagen immer so um die 400!
Plötzlich, nach ein paar Monaten waren die Nadir-Werte mit 0,75IE auch zu
niedrig, ich reduzierte und reduzierte und reduzierte, bis auf 0,2IE
Caninsulin. Das Reduzieren zog sich über Monate hinweg und urplötzlich Mitte
Juli 2004 waren Antons Prewerte nun bei 200. Ich spritzte zum Teil nur
Tröpfchen, bis diese auch zuviel waren. Nun ist Anton seit Ende Juli vorerst
endgültig insulinfrei. Der Fructosaminwert lag jetzt im September 2004 ohne
ein Tröpfchen Insulin bei 241.
Fazit: Anton verträgt Caninsulin sehr gut. Wir mußten seit eh und jeh auch
immer nur kleine Mengen spritzen und wir haben es sogar geschafft, daß seine
Bauchspeicheldrüse nach ziemlich genau einem Jahr wieder arbeitet! Wir
hoffen, daß es so bleibt! Sollte Anton einmal wieder Insulin benötigen,
würden wir uns erstmal wieder für Caninsulin entscheiden!
Andrea
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9. Bea mit Beia
Für alle die Beia's Story nicht kennen - sie bekommt seit Dezember 04 Caninsulin - sie hatte damals einen Fructosaminwert von 470. Ich sollte laut TA mit 2.5 IE starten.
Im April hatte sie eine Zahn-OP und seither sind die Werte mit Caninsulin langsam regelmässiger geworden - abgesehen von 1-2 Ausreissern die Woche über 300 - dann bekommt sie 0.6 IE und das reicht vollkommen um auf einen Nadir zwischen 100 und 150 zu kommen. War nicht immer so!
Ansonsten braucht sie meistens zwischen 0.1 IE und 0.4 IE - hat also konstante Werte zwischen 180 und 240 - Nadirs liegen um die 100. Manchmal - soeben hatten wir eine 5 Tage Phase - da hat sie grad mal an einem Abend 0.1 IE gebraucht, weil sie auf 200 stieg. Sonst war sie die ganzen 5 Tage irgendwo zwischen 90 und 150.
Es geht ihr ausgezeichnet und sie ist eine zufriedene, "gesunde" Katze...
Ich glaube, Can ist schon zu gebrauchen - Geduld ist aber auch wichtig!
Liebe Grüsse an alle 2- und 4beinigen von Bea mit Beia
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9. Erica mit Minouschli
Hallo, hier ist Erica und Büsi Minouschli.
Also, vor fast einem halben Jahr habe ich bemerkt, dass etwas mit Minouschli nicht stimmte. Aber eine Zeitlang habe ich ihr verändertes Verhalten ihrem Alter zugeschrieben. Sie wurde im Frühling 15 Jahre alt. Aber nach einiger Zeit ist mir ihr immer grösser werdender Durst aufgefallen und irgendwie lief sie auch ganz eigenartig. Mein Tierarzt hat gleich Diabetes vermutet, was sich nach dem Bluttest auch als richtig erwiesen hat.
Ein Freund ist dann auf die Seiten von Helga gestossen. In meiner Verzweiflung habe ich nächtelang alles wieder und wieder durchgelesen. Ich habe dann auch mit Helga Kontakt aufgenommen, weil ich nicht mehr weiter wusste da Minouschli,s Blutwerte sehr hoch waren. Zeitweise sogar HI.
Mit Hilfe von Helga und Phili haben sich ihre Blutwerte innerhalb von 2 Monaten normalisiert. Das heisst zwischen 50 und 90. Seit August erreiche ich diese Blutwerte beständig mit nur noch einem Minitröpfchen Caninsulin auf der Demi 100.
Ohne dieses Minitröpfchen geht es allerdings nicht. Sobald ich versuche ganz ohne Insulin auszukommen steigen ihre Werte, so nach 4 Tagen wieder auf ca.200.
Aber für mich ist das mit dem 2 Mal Täglichen Spritzen ok. Mein Tierarzt hat mit gesagt, dass in dem Alter sich die Bauchspeicheldrüse nicht mehr ganz erholen kann und sie zur Unterstützung den Minitouch einfach braucht.
Minouschli ist seit August wieder eine fröhliche Katze die auch wieder gerne "Gassi" geht. 2 Kilo hat sie sogar schon wieder zugenommen.
Liebe Helga und liebe Phili ganz, ganz herzlichen Dank für alles. Ohne eure Hilfe hätte ich es nie und nimmer geschafft.
Ein fröhliches "Miii" von Minouschli mit einem tollen Fructosaminwert von: 241 Referenzwert 0-390
Erica
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10. Cora mit Maus
(Mit Caninsulin in eine Remission)
Name des Tieres: Maus (oder wahlweise Mäusetier, Lumpemeitli -das ist schweizerdeutsch -, Nervmonster etc.)
Alter: fast 16
Gewicht: aktuell 4.5 kg, früher als Moppelmaus fast 6 kg
zu dick/zu dünn? jetzt wohl angemessen, obwohl ich sie moppeliger mag
seit wann Diabetes? Diagnose am 18.10.05
Höhe des Fructosaminwerts: kann ich mich nicht mehr erinnern, aber er war deutlich zu hoch
Hometesting ja oder nein? ja
Welches Glukometer? Akku-chek Aviva
Welches Insulin? Caninsulin
U 40 oder U 100? U 40
Wieviel IE? 1 IE
Einmal oder zweimal? 2x
Aktuelle Blutzuckerwerte? jetzt kommts, sie ist bereits im Honeymoon. Wert gestern 71
Cortison bekommen? ja, Depotcortison
Schilddrüse untersucht? ja
Schilddrüsenwert in Ordnung? ja
Neuropathische Erscheinungen? nein
Welches Futter? Felix in Gelee
Nassfutter oder TroFu? Nassfutter
Wieviel ungefähr? 2 x 100 g
Futter vor Spritze/nach Spritze? vor
Sonstige Krankheiten? keine
Medikamente? keine
Laborwerte bekannt? ja, kann mich aber nicht mehr an alle erinnern....
Bitte schildere dein Problem:
Ich habe im Moment keinerlei Probleme mit meiner Maus! Ich schreibe, um allen Neuen (und wohl auch "Alten") hier Mut zu machen.
Diesen Sommer war meine Maus zu ersten Mal ernsthaft krank. Sie hatte eine schwere Infektion mit hämolysierenden E. coli. Das führte dazu, dass sie mir über Wochen die ganze Wohnung vollgesch..... hat und nach und nach auch noch angefangen hat, überallhin zu pinkeln etc. Ich war mit meinen Nerven am Ende... Da machte meine TÄ den Vorschlag, es neben den täglichen 2 AB-Spritzen noch mit einer Gabe Cortison zu versuchen. Von diesem Tag an war meine Katze wie ausgewechselt. Sie spuckte kein einziges Mal mehr, der Durchfall war weg und sie war wie neu. Leider konnte ich mich daran nicht wirklich lange freuen, denn dann fing das sattsam bekannte saufen und pinkeln an. Anfangs dachte ich noch, dass das Nachwirkungen des Cortisons sein könnten, aber mit der Zeit dämmerte mir, dass es wohl doch was anderes sein muss. Meine TÄ hatte auch sofort den Diabetesverdacht. Also habe ich am 1. November das Caninsulin und die Spritzen abgeholt und zum ersten Mal (ohne Hometesting) gespritzt. Maus hat es von Anfang an problemlos zugelassen. Ich musste immer aufpassen, dass sie nicht ihr Köpfchen an der Spritze reibt und sich noch selber sticht..... Beim Blutzuckermessen bei TA am Freitag hatte die Maus schon einen super Wert. Also spritzte ich brav weiter und brachte sie am nächsten Freitag zur TÄ für das Tagesprofil. Ich war ziemlich aufgeregt, als ich sie am Abend abholte. Die TÄ strahlte mich an und zeigte mir das Tagesprofil: Den ganzen Tag Topwerte ohne Insulin. Maus ist also nach nicht mal 2 Wochen im Honeymoon.
Da ich der Sache nicht ganz traue, habe ich mich jetzt für Hometesting entschieden. Es hat bereits beim ersten Mal geklappt und die Werte waren ideal. Ich bin mir bewusst, dass so ein Honeymoon eine fragile Sache ist, weshalb ich jetzt sehr auf ihre Ernährung achte und auch regelmässig den BZ messe.
In der Zeit als stille Mitleserin im Forum sind mir die anderen Katzenviecher derart ans Herz gewachsen, dass ich sicherlich hin und wieder einen Blick hineinwerfen werde, um zu sehen wie es denn allen so geht.
Liebe Grüsse von
Cora und Maus
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11. Carola mit Stöppchen
Honeymoon nach 3 ½ Jahren
Im Spätherbst 2001 wurde bei meiner Katze Stöppchen, damals fast 12 Jahre alt und 6 kg schwer, Diabetes diagnostiziert. Zu dieser Zeit gab es noch herzlich wenig deutschsprachige Informationen zum Thema "Katzendiabetes", und Helgas wunderbare, hilfreiche Homepage war noch nicht "auf Sendung".
So versuchten mein TA und ich, den Diabetes zunächst mit Diät (Hills m/d Nass- und Trockenfutter) und Gewichtsreduktion, was Stöppchen erfolgreich boykottierte, in den Griff zu bekommen, aber der Fructosaminwert am 11. März 2002 in Höhe von 687 µmol/l (Referenz bis 390 µmol/l) ließ uns keine Wahl. Meine Kleine brauchte Insulin.
Wir begannen - in Ermangelung anderer Informationen - versuchsweise mit 7 IE Caninsulin einmal täglich, wie es der Beipackzettel für Hunde vorsieht (die abweichende Dosierungsanleitung für Katzen steht erst seit der offiziellen Zulassung von Caninsulin auch für Katzen in D seit September 2005 auf dem Zettel).). Nach zwei schlimmen Unterzuckerungen im Laufe der ersten 4 Wochen besannen wir uns aber eines Besseren und teilten wenigstens die Dosis katzengerechter auf 2 x 3,5 IE täglich auf.
Mein TA machte mich bereits damals mit Hometesting vertraut. Allerdings war für dies Verfahren damals nur der Pieks in die Pfotenballen bekannt, was meine Kleine absolut nicht duldete. So spritzte ich zu unser aller Leidwesen "blind", d.h. ohne die aktuellen Blutzuckerwerte zu kennen, mit wöchentlichen Kontrollen des BZ in der TA-Praxis - immer zur gleichen Tageszeit, um überhaupt irgendwelche Vergleichswerte zu erhalten.
Der Fructosaminwert sank auf erfreuliche 373, allerdings zu dem Preis, wie wir im Nachhinein ausmachten, dass Stöppchen des öfteren weiterhin am Rande von Hypos balanciert haben muss, ohne dass ihr Verhalten irgendwie darauf hingedeutet hätte. Die Dosis wurde daraufhin im Februar 2003 auf 2 x 2 IE täglich reduziert, was uns im Juli 2003 jedoch einen Fructosaminwert von 410 einbrachte. Also erhöhten wir wieder auf 2,5 IE mit dem Ergebnis, dass der Fructosaminwert auf 441 anstieg. Jetzt war guter Rat teuer.
In dieser Zeit hatte ich endlich einen Internet-Zugang bekommen. Ich entdeckte zum Glück recht bald Helgas Homepage und wühlte mich regelrecht durch die Informationsseiten. Und immer wieder blieb ich dabei an dem Begriff "Somogyi" hängen, der Gegenregulation des Körpers durch ein zuviel an Insulin. Sollte Stöppchen etwa gegenregulieren??
Auf diesen Verdacht hin senkten wir die Dosis ab auf 2 x 1,8 IE mit dem Ergebnis: Fructosaminwert im Februar 2004 = 334.
Ein weiterer Begriff drängte sich beim Studium von Helgas Seiten auf: Hometesting am Ohr! Das war das auslösende Signal für einen Neubeginn der Behandlung meiner Kleinen, und sie hat es von Anbeginn an brav mitgemacht. Mein TA war begeistert. Endlich hatten wir aussagekräftige Werte.
Mit diesen Hometesting-Werten als Grundlage konnte die Caninsulin-Dosis von nun an beständig weiter reduziert werden auf 1,6 IE im März 2004, dann auf 1,0 IE im Juli, auf 0,8 IE im Oktober bis hin zu 0,2 IE im April 2005. Und Stöppchens Bauchspeicheldrüse machte mit, erst wie ein alter stotternder Automotor im Winter, dann immer regelmäßiger. Mit einem H*n**m**n hatte ich allerdings nach so langer Zeit der Insulinbehandlung nicht mehr gerechnet. Ich war zufrieden, dass Stöppchen wieder putzmunter und ansonsten gesund war und es ihr rundum gut ging.
Doch dann hat sie mich am 15. September 2005 überrascht: morgens gab es noch einen gewohnten BZ-Wert von 242 mg/dl, abends dann 125 mg/dl mit täglich sinkender Tendenz. Heute hat Stöppchen BZ-Werte zwischen 45 mg/dl und 60 mg/dl, zwischenzeitlich etwas abgespeckt, ist lebensfroh, spielt und tobt durch die Wohnung wie eine junge Katze und das mit mittlerweile 16 Jahren. Es ist eine wahre Freude.
Carola, im Januar 2006
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12. Birgit mit Maxi
Maxis Diabetes Leidensweg und dann ein HONEYMOON
Anfang November 2005 Diagnose Diabetes
Anfang September Zahn OP
Art der Narkose unbekannt
FORL wurde nicht gemacht
4 oder 5 Stockzähne und der Zahnstein wurden entfernt (fast zahnlos)
AB zuerst in Spritzenform bei Narkose, ab dem 3. Tag nach OP, AB Tabletten
Um ca. 14.00 Uhr Zahn OP, volles Erwachen aus Narkose erst am Vormittag des nächsten Tages. 10 Tage AB Tabletten, ungefähr zu dieser Zeit bekam Maxi Durchfall und trank sehr viel (jede Flüssigkeit die er fand). Fiel am Anfang nicht so auf, da er Freigänger ist. Ende Oktober 2005 bewusstes Auffallen, da er vier bis fünfmal pro Tag Durchfall hatte (sehr flüssiger Stuhl). TA stellte dann fest, dass er unter Diabetes leidet.
1./2. Woche 5 IE gesamt vormittags (November 2005)
3./4. Woche 6 IE gesamt vormittags (November 2005)
5./6./7./8. Woche zweimal 2 IE vormittags und abends (Dezember 2005)
9./10./11./12. Woche zweimal 3 IE vormittags und abends (Jänner 2006)
Bis 11.02.2006 wurde zweimal 3 IE pro Tag gegeben und seit 12.02.2006 reduziert (machte meine Mutter alleine mit Hilfe aus dem Forum ohne Absprache mit TA, da Maxi sonst nicht mehr leben würde, da der TA unwissentlich ihn mit dem Insulin zu Tode gespritzt hätte, da TA meinte die Dosis müsse immer stärker erhöht werden) auf zweimal 3 IE pro Tag, ab 22.02.2006 nach Bedarf zwischen 3 IE und 2 IE zweimal täglich. Seit 12.03.2006 kein Insulin, da Maxi im Honeymoon ist.
Fütterung: Futter nur von Firma Whiskas (kein Zucker enthalten), kein Trockenfutter, keine Milch.
Seine jetzigen Zuckerwerte sind zwischen 40 und 60.
Seit Jänner 2006 sind wir im Katzenforum, wo uns Helga und die anderen Mitglieder halfen, Maxis Diabetes in den Griff zu bekommen und sein Leben zu retten und können mit Stolz berichten, dass Maxi im Honeymoon ist. DANKE an alle!!!
Birgit
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13. Conny/Isa
Caninsulin und Trockenfutter
Nachdem ich Isa im April 2006 übernommen hatte, war das erste Ziel, die richtige Insulindosis zu finden und sie auf Nassfutter umzustellen. Isa hatte ca. 3 IE Caninsulin bekommen und bislang nur Tunfisch und Trockenfutter gefressen. Nun denn! Mit einem anderen Insulin wollte ich gegebenenfalls erst starten, wenn sich Caninsulin als völlig unbrauchbar herausstellen würde und ich Isa und ihre Reaktionen auf Insulin besser einschätzen konnte.
Die Umstellung auf Nassfutter erwies sich als reine Katastrophe. Isa verweigert meist jegliches Nassfutter, nur zu einigen Sorten kann man sie manchmal überreden. Ausgerechnet zu den Sorten aber, die nicht als ausgewogenes Futter, sondern eher als Ergänzungsfutter gelten und auf jeden Fall gekochtes Huhn naturell oder Tunfisch enthalten müsssen. Und selbst die lässt sie manchmal völlig grundlos einfach stehen. Selbst Nassfutter, das heute noch prima geschmeckt hat, bleibt möglicherweise am nächsten Tag komplett im Napf. Gemahlenes TroFu unters Nassfutter - nicht mit Isa! TroFu-Bröckchen aufs NaFu gestreut? Kann sie unter keinen Umständen essen. Und so weiter und so fort. Nachdem ich mein ganzes Repertoire an Tricks und Kniffen durch hatte, gab ich auf. Bei zwei Diabetikern und drei anderen Pelzen, die es morgens und abends zu versorgen gilt, hatte ich als Berufstätige auch meist nicht die Zeit, Isas Futteraufnahme zu betreuen. Ich war darauf angewiesen, dass sie ihr Futter zuverlässig mümmelt. Dann also RC Diabetic, nun gut.
Die Reduzierung des Caninsulin war zunächst von Erfolg gekrönt, die Pres blieben bei ca. 250 - allerdings bewegte sich zum Nadir hin rein garnichts. Mit zunehmender Eingewöhnung futterte Isa allerdings auch mehr - mehr TroFu. Die Werte stiegen wieder an. Also - doch mehr Insulin. Die Werte wurden besser.
Mittlerweile zeigt sich ein schönes Zusammenspiel zwischen TroFu und Caninsulin und Isa. Die relativ hohe Dosis an Insulin wird vom TroFu ausgebremst, so dass Isa von ihren Pres, die meist zwischen 250 und 320 liegen, sanft bis zu 100er Werten bei +4 oder +5 abfällt. Wunderbarerweise macht es nicht viel aus, dass sie zwischendurch am TroFu nibbelt, die Werte bleiben stabil und steigen nur langsam wieder an. Worauf es letztendlich bei Isa wohl ankam, war der Rhythmus und die Beständigkeit des Futters. So lange ich zwischen NaFu und TroFu hin und her wechselte, waren die Werte instabil und ich musste mit der Insulindosis hin und her hüpfen, die Werte hüpften mit.
Es geht also - eine akzeptable Einstellung mit Caninsulin und Trockenfutter. Entscheidend ist, dass Isa auf beides nicht übertrieben reagiert. Durch das TroFu sausen die Werte nicht in höchste Bereiche, auf Caninsulin reagiert sie nicht derart sensibel, dass Abstürze an der Tagesordnung wären. Die weniger guten Faktoren - ein normalerweise heftig wirkendes Insulin plus nicht ideales Futter - werden so ausgeglichen.
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Mehr Erfahrungen zu Caninsulin gibt es auf Anfrage bei uns im Forum, es ist dort das gängige Insulin.
Katzendiabetes-Forum
Tanjas Futtertipps
Wie vermeide ich eine steile Blutzuckerkurve?
Bei vielen Insulinen fällt der Blutzuckerspiegel zu schnell, dem Körper der Katze wird eine Hypo signalisiert, und er reagiert mit hohen Somogyi-Werten. Caninsulin ist so ein Insulin, das relativ schnell wirkt und bei dem ein steiler Abfall der Werte beobachtet wird.
TANJA hat es nach anfänglichen Insulingaben geschafft, ihren Kater GLOVIS über das Futter zu regulieren. Sie beschreibt hier, wie sie es schafft,dass die Blutzuckerkurve nicht U-förmig ist, sondern flacher (kanuförmig)
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Fast jeder sollte mittlerweile wissen, daß bestimmte Futtersorten für diabetische Katzen von nun an tabu sind.
Empfehlenswert sind alle Sorten ohne Getreide oder Soja und natürlich ohne Zucker.
Gute Ergebnisse haben wir mit ANIMONDA, SHEBA OCEAN, MIAMOR und SCHMUSY erzielt. Lies dazu bitte auch unsere Futterseite.
Ursprüngliche Quelle für die Feineinstellung mittels richtiger Fütterung ist das Dokument "
diabetes for beginners" von
www.felinediabetes.com.
Dort wird beschrieben, wie man mit dem Futter - v.a. mit dem richtigen Zeitpunkt der Fütterung - Einfluß auf die Kurve nehmen kann.
Grundidee ist der Gedanke, daß durch das meiste Futter der Blutzuckerwert ansteigt.
Wenn man also vor der Spritze die Hälfte der Tagesration verfüttert, wird der Blutzucker der Katze stark ansteigen, um dann durch das im Anschluß injizierte Insulin wieder zu fallen.
Die Gefahr besteht darin, daß nicht nur durch objektiv gefährlich niedrige Blutzuckerwerte sondern auch durch einen zu steilen Fall des Zuckers ein Somogyi-Effekt ausgelöst werden kann. (der bei einer Unterzuckerung ja jedem nur zu wünschen ist) Bei der Insulineinstellung hat er verheerende Folgen. Für mehrere Tage wird in der Folge der Blutzuckerwert enorm hoch sein. Steuert man dann mit mehr Insulin gegen, weil man den Somogyi nicht mitbekommen hat, beginnt der Teufelskreis von neuem. Die Folge KANN z.B. eine Insulinresistenz sein. Da sämtliche tierische Insuline in Deutschland vom Markt genommen wurde, kann eine Resistenz gegen Caninsulin bedeuten, daß man teures Insulin importieren muß.
Auch aus einem anderen Grund ist die Feineinstellung empfehlenswert: der Körper wird nicht durch das ständige extreme Auf und Ab der Werte belastet. Das bedeutet weniger Streß für die Katze; sie fühlt sich wesentlich besser.
Wer bereits eine Kurve gemacht hat, kennt den charakteristischen Einbruch des Blutzuckerwertes durch das Insulin, der beim Caninsulin bei ca. +4 (4 Stunden nach der Injektion) seinen tiefsten Punkt erreicht.
Danach sollte grundsätzlich nur noch zuckerfreies Futter gefüttert werden, da der Körper beim Diabetiker nicht selbst mit Insulin gegensteuern kann; der Blutzuckerwert kann ab diesem Punkt nur noch steigen; dadurch wird der Pre (Wert vorm Füttern und vor der Spritze) automatisch viel höher sein als ohne Fütterung nach +4.
DIE FOLGENDEN AUSFÜHRUNGEN GELTEN NUR FÜR KATZEN, DIE EINEN GUTEN APPETIT HABEN, SO DASS KEINE GEFAHR BESTEHT, DASS SIE SPÄTER ANGEBOTENES FUTTER VERSCHMÄHEN. WENN DU BEDENKEN HAST, FRAGE UNS BITTE. DAS KOSTET NICHTS (AUSSER DIE TELEFONGEBÜHREN FÜRS INTERNET) UND ES IST EIGENTLICH IMMER JEMAND HIER IM BOARD ZU ERREICHEN...
Grundlegend für die Idee sind folgende Punkte:
1. teile das Futter in so viele Portionen auf wie möglich
2. bitte füttere auch gekochtes Hühnchen oder gekochte Pute (reines Protein; meist keine Auswirkung auf den Blutzuckerwert)
3. mache eine Kurve, um die individuelle Wirkung des Insulins bei deiner Katze nachvollziehen zu können,
die folgenden Auswirkungen solltest Du an dieser Kurve nachvollziehen... (es braucht i.Ü. keine ausführliche Kurve zu sein; ausreichend ist, den tiefsten Punkt "einzuklammern"; miß' also bitte bei +3, +4 und +5, wenn der tiefste Punkt deines Insulins wie beim Caninsulin bei +4 liegt.
4. verteile das Futter so, daß nach dem tiefsten Punkt (höchster Wirkungsgrad des Insulins, sog. Peak) kein Futter oder nur noch Pute bzw. Hühnchen gefüttert wird
5. wenn deine Katze gut frißt, kannst Du vor der Spritze nur 1/4 bis 1/2 der normalen Ration geben, danach spritzt Du wie gewohnt
6. 1 bis 2 Stunden danach gibst Du entweder den Rest der Ration oder (wenn Du zu hause bist oder am Wochenende) wieder nur eine weitere kleine Portion, den Rest dann wiederum 1/2 bis 1 Stunde später
Man nennt das "ins Insulin hineinfüttern", weil Du mit dieser Technik den Blutzuckerwert nicht schon vor der Spritze extrem nach oben treibst, sondern der Körper nach und nach Futter zugeführt bekommt. Dadurch wird die Kurve sanfter, was aus genannten Gründen erstrebenswerter ist als eine Kurve mit extremen Höchst- und Tiefstpunkten.
Wenn das alles gut geklappt hat, kannst Du den Wert vor der Spritze dadurch konstant halten, daß Du bereits vor der Spritze Hühnchen oder Pute fütterst und das eigentliche Futter dann später.
Bitte beachte, daß die meisten Futtersorten 1/2 bis 1 Stunde brauchen, um eine Wirkung auf den Blutzucker zu entfalten. Die Futtergabe bei +3,5 könnte also unter Umständen bereits zu spät sein. Das ist aber bereits die ganz, ganz feine Feineinstellung
Viel Glück beim Ausprobieren und gute Werte wünschen =^..^= Glovis (GA) und Tanja
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