Startseite

Impressum

Disclaimer

Katzendiabetes- Allgemeines

Hometesting

Unterzuckerung

Somogyi-Effekt

Was sind Ketone?

Ketone und Ketoazidose

Urinprobe

Neuropathie

Futter-Infos

Füttern mit Spritze

Ergänzungs-Futtermittel

Insulinresistenz

Lebensqualität

Zu Insulin und Spritzen

Caninsulin - Infos und Erfahrungen

Lantus und Levemir

Hypurin Bovine Lente

Hypurin Bovine PZI

Tight Regulation

Alles in Kürze

FAQ Allgemeines

FAQ Futter

FAQ Behandlung

FAQ Hometesting

FAQ Ketone

FAQ Somogyi

FAQ Hypo

FAQ Sonstiges

FAQ Tierarzt

Folgekrankheiten 1

Folgekrankheiten 2

Durchfall und Erbrechen

Hyperthyreose

Cortison-Diabetes

Zahnfleisch- und Zahnprobleme

Morbus Cushing

Akromegalie

Glossar

Buchtipps

Awards

Katzen - Links

Krankheiten - Links

Andere Links

WIR HELFEN

Gästebuch

Zum Forum

Kontakt


FAQ 1.Teil
 
Katzendiabetes
 
I Allgemeines
 
1. Meine Katze wurde gerade mit Diabetes diagnostiziert. Was muss ich als erstes tun?
 
Zuerst atme einmal tief durch und erhole dich von dem Schreck. Diabetes ist eine behandelbare Krankheit, und du wirst es schaffen, wenn du gut informiert bist und einen kompetenten Tierarzt hast. Lies diese FAQs gut durch, sie geben dir einen ersten Überblick. Wesentlich ausführlichere Informationen findest du auf der Homepage. Wenn du Fragen hast, die hier nicht beantwortet werden, stelle sie bei uns im Forum. Es ist gut besucht, du bekommst schnell Antwort. Du kannst mir auch eine Mail schicken oder mich anrufen, die Nummer steht oben auf der Forums-Seite und im Impressum der HP.
 
2. Muss meine Katze an Diabetes sterben?
 
Diabetes lässt sich gut behandeln, es ist also ganz unwahrscheinlich, dass deine Katze daran stirbt. Je schneller sie reguliert wird, desto besser ist das aber für sie, denn damit kannst du Folgeerkrankungen vermeiden (Nierenerkrankungen, Neuropathie,  Ketoazidose usw.)
 
3. Mein TA erwähnte einen Fructosaminwert. Was ist das?
 
Ein Fructosaminwert gibt Auskunft über die Blutzuckerwerte der  letzten Wochen. Es ist ein Langzeitwert, der nicht stressabhängig ist. Nur anhand dieses Wertes kann der Tierarzt ein Tier als diabetisch einstufen. Der Erfolg der Einstellung kann am Fructosaminwert abgelesen werden, er sollte nach Beginn der Behandlung kontinuierlich niedriger werden. Ziel ist ein Wert unter 400.
 
 
4. Woran erkennt man, dass eine Katze Diabetes hat?
 
Die auffälligsten sichtbaren Symptome sind vermehrtes Trinken, vermehrter Urinabsatz, auffälliger Hunger und Gewichtsabnahme. Im Labor ist der Glukosewert auffällig und der oben erwähnte Fructosaminwert. Auch ein Urintest zeigt positive Zuckerwerte an. Die Urinmessung ist allerdings ungenau, sie gibt nur einen Durchschnittswert der vergangenen Stunden wieder.
 
5. Kann man Diabetes heilen? Geht er von alleine wieder weg?
 
Diabetes ist eine Stoffwechselerkrankung, die zwar behandelbar, aber nicht heilbar ist. Von alleine geht kein Diabetes wieder weg. Du kannst zunächst versuchen, deine Katze über das Futter zu regulieren, das ist möglich, wenn die Blutzuckerwerte  noch nicht allzu hoch sind. Dafür solltest du dann jedoch Hometesting durchführen, damit du über den aktuellen Level der Werte informiert bist.
 
Wenn die Werte durch Futterumstellung nicht bald auf einen guten Level sinken, MUSS dein Tier behandelt werden, in der Regel mit Insulin. Tust du es nicht, wird deine Katze jämmerlich verhungern oder in eine Ketoazidose fallen, die oft tödlich verläuft.
 
Mit viel Glück hat deine Katze die Form eines vorübergehenden Diabetes. Die Bauchspeicheldrüse erholt sich wieder, die Insulinausschüttung normalisiert sich,  und die Blutzuckerwerte sinken auf normale Werte.
 
Diese Form des vorübergehenden Diabetes (Remissionsphase)  kommt gar nicht mal so selten  vor, man muss es nur bemerken. Auf Englisch nennt man sie übrigens Honeymoon. Der Honeymoon kann Wochen und Monate, aber auch Jahre dauern. Nur solltest du im Hinterkopf behalten: mein Tier ist Diabetiker. Eine regelmäßige Kontrolle der Blutzuckerwerte beim Tierarzt oder besser durch  Hometesting (siehe FAQ, weiter unten) ist weiterhin  unerlässlich.
 
Für sehr wichtig halte ich Ursachenforschung. Wird sie richtig und möglichst bald nach der Diagnose betrieben und gelingt es dem TA, die Ursachen zu beheben, zieht sich ein Diabetes oft wieder ganz zurück (Remission, Honeymoon?
 
6. Ich habe mehrere Katzen. Ist Diabetes ansteckend?
 
Nein, mit absoluter Sicherheit nicht!
 
 
7. Hat eine diabetische Katze noch Lebensqualität oder soll ich sie lieber einschläfern lassen?
 
Wenn die Behandlung (in der Regel mit Insulin) erst einmal begonnen hat, geht es den meisten Tieren bald erstaunlich schnell wieder besser. Das übermäßige Trinken und Urinieren bessert sich, der ungezügelte Hunger wird gebremst. Auch das Fell sieht meistens schnell wieder gut aus, und die Katze beginnt, wieder mehr Interesse am Leben zu zeigen.
 
Gib ihr diese Chance, lass sie nicht sofort einschläfern, versuche zumindestens eine Behandlung. Mir sind etliche  Fälle bekannt, wo Katzen selbst eine lebensbedrohliche Ketoazidose (siehe FAQ weiter unten) in einer Tierklinik überlebt haben. Sie führen heute ein zufriedenes Katzenleben.
 
Auch unser Kater Clyde stromert wieder durch die Gegend. Du siehst ihm seine Krankheit kein bisschen an. Er ist seit über 7 Jahren Diabetiker.
 
8. Ich soll dauernd zur Nachuntersuchung zum TA, aber meine Katze ist so ängstlich. Was soll ich tun?
 
Kaum eine Katze  schätzt den Tierarztbesuch. Sie hat Angst und regt sich entsetzlich auf. Dadurch entstehen leider beim Tierarzt auch oft viel zu hohe Zuckerwerte. Das ist eine sogenannte Stresshyperglykämie. Das gleiche Tier zeigt zu Hause im Zustand der Ruhe und Ausgeglichenheit ganz andere Werte.
 
Eine Einstellung in einer Tierklinik oder beim Tierarzt in der Praxis ist mit dem Risiko verbunden, dass das Tier mit einer viel zu hohen Startdosis Insulin eingestellt wird. Manchmal will sie dort auch nicht fressen, dann kann man kein Insulin spritzen.
 
Wir empfehlen und praktizieren daher die Methode des Hometestings, d. h. wir messen die Blutzuckerwerte zu Hause mit einem Glukometer (siehe FAQ weiter unten). Die so gewonnenen Werte sind für deinen Tierarzt eine wertvolle Hilfe bei der Einstellung.
 
Im Abstand von einigen Monaten ist jedoch   ein Tierarztbesuch notwendig, um ein Blutbild und ein Organprofil zu erstellen. Der Fructosaminwert, der Auskunft über den Erfolg der Behandlung gibt, kann nur beim Tierarzt untersucht werden. Dafür wird das Blut eingeschickt.
 
9. Im Forum habe ich oft von Problemen gelesen. Ist das bei allen Katzen so?
 
Nein, aber in einem Forum pflegen sich oft nur Leute zu melden, die Probleme haben. Die anderen lesen oft nur still mit und melden sich nicht.
 
10. Ich verstehe die vielen neuen Ausdrücke nicht. Wo finde ich die Bedeutung?
 
Lies bitte auf der Seite Glossar, dort werden alle diese Ausdrücke erklärt. Wenn du einen Ausdruck nicht findest, frag bitte im Forum.
 
11. Ist eine Diabetesbehandlung teuer?
 
Eigentlich nicht. Die Erstuntersuchungen beim Tierarzt fallen an und  die regelmäßigen Nachuntersuchungen (anfangs vierteljährlich, später halbjährlich).
 
Wenn du anfängst, zu Hause Hometesting zu machen, wird es unterm Strich auch billiger, weil du nicht mehr so oft zum Tierarzt musst.
 
Die Kosten für das Insulin sind unterschiedlich, aber erschwinglich.
 
Wenn du Hometesting machst, brauchst du dafür eine Ausrüstung (Glukometer, Stechhilfe, Lanzetten und Teststreifen). Das kannst du in jeder Apotheke kaufen, aber wesentlich billiger bei eBay. Es gibt auch sehr preiswerte Online-Shops, z.B. www.sanicare.de
 
 
12. Ich bin berufstätig. Kann ich meine Katze überhaupt richtig behandeln?
 
Sicher geht das, es ist nur eine Frage der Organisation. Der Abstand zwischen den Spritzen sollte 12 Stunden betragen. Das kann 6 h und 18 h sein, aber genauso 9 h und 21 h. Das richtet sich nach deinem Tagesplan.
 
Etwas schwieriger wird es, wenn man Schichtdienst hat, aber dass das auch machbar ist, werden dir Leute aus dem Forum gerne anhand von Beispielen erklären. Dann muss man ein wenig mit den Zeiten schieben.
 
 
13. Ich habe mehrere Katzen, bekomme ich das überhaupt auf die Reihe?
 
Ja, auch das ist machbar. Das Problem ist eigentlich nur die Fütterung. Eine diabetische Katze sollte zu festen Zeiten ihr Futter bekommen. Das erleichtert die Regulierung. Wenn sie den ganzen Tag Zugang zum Futter der anderen Katzen hat, kann das ihre Blutzuckerwerte in die Höhe treiben.
 
Wir haben zwei Katzen und die Fütterung der nichtdiabetischen Katze auf die Fütterung des Diabeteskaters abgestimmt.
 
Leute mit vielen Katzen bekommen das aber oft nicht so auf die Reihe. Mir sind jedoch mehrere Fälle bekannt, wo die diabetische Katze den ganzen Tag Zugang zum Futter hat und auch gut geregelt ist. Es ist mit Sicherheit auch eine Frage des angebotenen Futters.
 
Wenn du Probleme mit dem Futtermanagement hast,  frag bitte mal im Forum nach Erfahrungen.
 
 
14. Was ist eigentlich ein Honeymoon?
 
Es ist eine insulinfreie Zeit (Remissionsphase). Lies bitte  die Antwort bei Nr. 5
 
 
15. Meine Zuckerkatze ist Freigänger. Ist das bei Diabetes überhaupt noch möglich?
 
Unser Kater ist auch Freigänger. Als es ihm schlecht ging, wollte er gar nicht mehr raus, weil er sich den Belastungen draußen wohl nicht mehr gewachsen fühlte.
 
Kaum ging es ihm durch die Insulinbehandlung besser, zog es ihn jedoch  wieder raus. Durch Hometesting wusste ich über seine aktuellen Blutzuckerwerte recht gut Bescheid und habe ihn wieder rausgelassen. Zu den Gefahren, die einen Freigänger sowieso draußen erwarten, kam eine neue: die Unterzuckerung (Hypo).
 
Ohne Hometesting würde ich jedoch meinen Kater nicht nach draußen lassen. Bei sehr niedrigen Werten dürfte Clyde auch nicht raus.
 
16. Meine Freigängerkatze war zum Zeitpunkt des Insulinspritzens nicht auffindbar? Was nun?
 
Wenn der Kater bis zu einer Stunde nach dem Termin aufkreuzte, habe ich in solchen Fällen den Blutzucker gemessen und normal gespritzt. Wenn es länger als eine Stunde war, habe ich das Insulin etwas reduziert, um bei der folgenden Spritze keine Überlappung der Dosis (overlap) zu bekommen.
 
Mehr ist bei uns nicht aufgetreten. Doch wenn es passieren würde, würde ich in diesem Fall gar nicht mehr spritzen, sondern bis zur nächsten Insulingabe aussetzen.
 
17. Ich fühle mich mit einer Diabetes-Behandlung total überfordert. Wo bekomme ich Hilfe?
 
In erster Linie solltest du Hilfe bei deinem Tierarzt finden. Weiterhin kannst du jede Menge Fragen in unserem Forum stellen. Wenn du das nicht möchtest, schreib mir privat eine Mail oder rufe mich an. Die Nummer  findest du oben im Forum und im Impressum.
 
Weiterhin haben wir eine Initiative gegründet: WIR HELFEN. Vielleicht findest du einen Ansprechpartner ganz in deiner Nähe.
 
 
 
 
 
 
 
Alle Informationen beruhen auf meinen persönlichen Erfahrungen und geben meine persönliche Meinung wieder. Ich bin kein Tierarzt und übernehme keinerlei Haftung. Bitte sprecht die Therapie der Katze mit eurem Tierarzt ab. Jedes Kopieren, Einspeichern in automatisierte Dateien und Weiterverwenden der Texte und Bilder ist nur mit meiner Erlaubnis zulässig. Zuwiderhandlungen werden verfolgt. Helga Schoolmann